BASILISK: CHRONIK DER KOGA NINJA - Fuminori Kizaki

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alex_wintermute
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BASILISK: CHRONIK DER KOGA NINJA - Fuminori Kizaki

Beitrag von alex_wintermute »

Basilisk - Chronik der Koga Ninja (2005)

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Originaltitel: Bajirisuku: Kôga ninpôchô
Herstellungsland: Japan
Erscheinungsjahr: 2005
Regie: Fuminori Kizaki

Exzellent! Unter der Regie von Fuminori Kizaki ist eines der besten Anime Serien aller Zeiten entstanden. Das Werk basiert auf dem gleichnamigen Manga von Masaki Segawa und ist vollkommen grandios umgesetzt worden. Die Serie "Basilisk" reiht in Klassiker und Meisterwerke wie "Cowboy Bebop" oder "Samurai Champloo" ein. "Basilisk" zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass die Serie eine sehr düstere, tragische und zugleich hochspannende Geschichte erzählt, in der sich eine verbotene Liebesgeschichte mit einem erbarmungslosen Kampf zwischen zwei rivalisierenden Ninja Clans verbindet, wodurch von Anfang an eine starke emotionale und dramatische Wucht entsteht. Fast schon wie in William Shakespeares Tragödie und Meisterwerk "Romeo and Julia". Die Animationen der Anime Serie gehören zu den Schönsten, die ich jemals gesehen habe. Die Geschichte handelt von zwei Ninja Clans, den Iga und den Koga, die den Auftrag erhalten, ihre 10 besten Krieger zu versammeln, um sich gegenseitig zu bekämpfen bzw. zu töten, bis nur noch eine Seite überlebt. Auf den ersten Blick erscheint die Story recht simpel gestrickt, aber was Fuminori Kizaki und sein Animationsteam daraus gezaubert haben ist schier unglaublich. Der Konflikt der beiden Clans ist persönlich und emotional aufgeladen und führt zu zahlreichen interessanten dramatischen Szenen. Es gibt kein einfaches Gut und Böse Schema in diesem Werk, mir sind einige der großartigen Charaktere von beiden Seiten der rivalisierenden Clans aufgrund ihrer unterschiedlichen Motivationen und Handlungsmuster ans Herz gewachsen. Einige Charaktere sind komplex gestaltet mit sehr tiefgründigen Beweggründen und inneren Konflikten. Im Fokus stehen Themen wie Freundschaft, Loyalität, Liebe, Verrat und Tod. Besonders die Beziehung zwischen den Hauptfiguren Gennosuke und Oboro verleiht der Serie eine unglaublich emotionale Tiefe, die man in zahlreichen Anime Serien moderner Zeit nur selten findet. "Basilisk" vereint auf nahezu wundervolle Weise Stil, Dramatik, Atmosphäre und emotionale Konsequenz. Die Beziehung zwischen Gennosuke und Oboro ist das emotionale Herz von "Basilisk", da sie auf echter Zuneigung, gegenseitigem Respekt und einer tiefen Sehnsucht nach Frieden beruht. Zugleich aber von Anfang an unter einem tragischen Stern steht, da beide Nachkommen verfeindeter Ninja Clans sind und ihre Liebe dadurch fast unausweichlich in einen Konflikt mit Pflicht, Herkunft und Gewalt gerät. Gerade das macht ihre Verbindung so bewegend: Sie lieben einander nicht oberflächlich oder nur als romantisches Motiv, sondern stehen für die Möglichkeit, den Hass der Vergangenheit zu überwinden. Genau deshalb wirkt ihre Beziehung so schmerzhaft, weil man als Zuschauer sehr früh spürt, dass ihre Gefühle ehrlich sind, die Welt um sie herum ihnen aber kaum eine echte Zukunft erlaubt. Gennosuke wirkt als Figur ruhig, gefasst und würdevoll und im Vergleich zu vielen anderen Charakteren der Serie strahlt er eine fast edle Zurückhaltung aus, weil er nicht von Grausamkeit oder blinder Rachsucht angetrieben wird. Er ist einer der Wenigen, der den ernsten Wunsch verkörpert das Blutvergießen zu beenden und einen Weg aus dem Kreislauf der Feindschaft der beiden Clans zu finden. Er ist stark, aber seine Stärke zeigt sich nicht nur in seiner Kampfkraft, sondern vor allem in seiner inneren Haltung. Er besitzt vollkommene Selbstbeherrschung, Mitgefühl und Verantwortungsgefühl, was ihn zu einer tragischen Heldenfigur macht. Oboro ist dagegen eine sehr sanfte, reine und gefühlvolle Figur. Sie bleibt nicht als kalte Kämpferin in Erinnerung, sondern als jemand, der trotz der Härte seiner Herkunft Menschlichkeit, Liebe und Verletzlichkeit bewahrt. Das gibt der Geschichte in "Baselisk" eine besonders traurige und empfindsame Seite. Ihre große Stärke liegt weniger in kämpferischer Härte als in ihrer emotionalen Wahrhaftigkeit. Sie liebt aufrichtig, leidet aufrichtig und steht damit sinnbildlich für das unschuldige Opfer eines Konflikts, den sie nicht geschaffen hat, aber dennoch mittragen muss. Zusammen verkörpern Gennosuke und Oboro also nicht nur ein Liebespaar, sondern die tragische Idee, dass selbst echter Frieden und echte Liebe in einer von Macht, Tradition und Hass beherrschten Welt zerstört werden können. Genau deshalb bleibt ihre Beziehung so eindringlich und traurig im Gedächtnis. Die Serie verbindet exzellentes Charakterdesigns, dichte Atmosphäre, kraftvolle choreografierte Action und eine fast schicksalhafte Tragik zu einem Gesamtbild, was den Zuschauer von Anfang bis zum bitteren Ende den Atem raubt. Jeder Konflikt ist zugleich von Liebe, Loyalität, Hass, Pflicht und unausweichlichem Verlust geprägt. Die Serie bietet auch eine Vielzahl an äußerst interessanten Kampfszenen, die exzellent in Szene gesetzt sind. Der Animationsstil ist absolut fantastisch. Man findet gewisse Parallelen zu dem Klassiker, Meisterwerk und Meilenstein des Anime "Ninja Scroll" von Yoshiaki Kawajiri. Aber das soll den Erfolg von Fuminori Kizakis Werk nicht schmälern. "Basilisk" ist eigenständig genug um selbst als eines der besten Anime Serien aller Zeiten zu gelten. Alles in allem besticht "Basilisk" durch einen sehr stilvollen Zeichenstil, der auf gewisser Ebene traditionelle japanische Ästhetik mit moderner Animation verbindet, seinen sehr starken Haupt- und Nebencharakteren, exzellent choreografierten Kampfszenen und einer faszinierenden Handlung, die weit über Kämpfe hinaus geht. Mich hat Fuminori Kizakis Werk jedenfalls prächtig unterhalten. Im japanischen O-Ton mit deutschen Untertiteln gesehen. Absolute Empfehlung! Von mir gibt es 9-10/10

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