
Palermo Milano - Flucht vor der Mafia
Palermo Milano solo andata
Palermo-Milan One Way
Palerme-Milan aller simple
Camino sin retorno
IT 1995
R: Claudio Fragasso
D: Giancarlo Giannini, Raoul Bova, Stefania Sandrelli, Ricky Memphis, Francesco Benigno, Romina Mondello, Valerio Mastandrea, Rosalinda Celentano, Paolo Calissano, Stefania Rocca u.a.
dt. Synchronsprecher
Italo-Cinema.de
Score: Pino Donaggio
OFDb


Inhalt: Der Buchhalter, Turi Leofonte, ist bereit gegen die Mafia auszusagen. Zu diesem Zweck soll er unter Begleitschutz nach Mailand überführt werden. Doch trotz Polizeischutz werden Leofontes Lebensgefährtin sowie sein vierjähriger Sohn während der Anreise erschossen. Da die Überführung streng geheim war, ist es dingfest, dass die Mafia ihre Leute bei der Polizei eingeschleust hat. Somit wird ein Routineauftrag für alle Beteiligten zu einem Himmelfahrtskommando. (Frank Faltin / Italo-Cinema.de) Quelle
"Wie viel Blut soll noch fließen"?
Habe diesen empfehlenswerten Film gerade erst kürzlich zum ersten mal gesehen und war auch auf Anhieb davon angetan. Am meisten überraschte mich sowohl die Qualität als auch die Ernsthaftigkeit der Inszenierung, da ich von Drehbuchautor und Regisseur Claudio Fragasso normalerweise ganz andere Kaliber gewohnt bin. Der Film beginnt zunächst recht ruhig, denn die ersten 15 Minuten dienen der Einführung der einzelnen Protagonisten -Nachwuchskräfte einer polizeilichen Sondereinheit-, bevor dann schlagartig eine actiongeladene Filmsause losbricht:
Ein Haufen blutiger Anfänger soll einen Kronzeugen -ein ausgebuffter Buchmacher namens Turi Leofonte- von Palermo aus nach Milano eskortieren, damit dieser dort -neben einer Vielzahl anderer Belastungszeugen- gegen das zwischenzeitlich von der Justiz inhaftierte Mafiaoberhaupt Scalia aussagt. Doch leider verläuft die Fahrt für die jungen Ordnungshüter völlig anders als erwartet, denn bereits nach nur wenigen Kilometern gerät der Trupp in einen für einige der Polizeizöglinge tödlichen Hinterhalt. Nachdem der erste Schock überwunden wurde, setzt der Rest der Eskorte die hochriskante Fahrt auf eigene Faust fort, bis sie kurz darauf auch schon der nächste Schicksalsschlag ereilt. In Milano kam es währenddessen zum einem mysteriösen Kronzeugensterben, so dass Turi Leofonte letzen Endes als einziger Hoffnungsträger übrig bleibt.
Bleibt also nur noch die Frage, ob es der jungen Sonderheit gelingen wird, den letzten lebenden Zeugen unversehrt nach Milano zu geleiten?
Eine durchwegs spannende Inszenierung, die zudem bestens unterhält. Und egal ob die Reise mit dem Auto, mit der Bahn, mit dem Bus oder per pedes von Statten geht, die Mafia ist immer und überall!
Als eine weitere Überraschung entpuppte sich übrigens die Beteiligung von Stefania Sandrelli, die als Ehefrau des Buchmachers (Franca Leofonte) eine überzeugende Darbietung abgibt.




(Beitrag aus dem alten Forum: 04.07.2018)
