Hexenkessel Kairo (D)
Si può fare molto con 7 donne (IT)
Que Peut-On Faire Avec Sept Femmes? (F)
7 Mujeres en acción (ES)
You Can Do a Lot with 7 Women
IT / EG 1971
R: Fabio Piccioni
D: Richard Harrison, Marcella Michelangeli, Maria Luisa Zetha, Aldo Bufi Landi, Luigi Bonos, Gianni Gori, Ahmad Ramzy, Lorenzo Piani, Ada Pometti, Giuseppe Monteverdi, Riccardo Petrazzi u.a.
Deutsche Erstaufführung: März 1985 (VHS-Premiere)
Score: Franco De Gemini & Stefano Torossi
IMCDb
OFDb
Eine kriminelle Organisation, die im internationalen Drogenhandel tätig ist, nutzt ahnungslose junge Models als Tarnung für ihre illegalen Aktivitäten. Nach einer Modenschau in Rom entdeckt eine junge Frau die Organisation zufällig und wird getötet. Interpol-Agent Mike (Richard Harrison) gibt sich zusammen mit seinem Fotografenfreund Giorgio (Amed Ramzy) als Journalist aus, um die Organisation zu infiltrieren. Nach einigen Hindernissen gelingt es ihnen schließlich, die Organisation bei einer Mission in Kairo mit Hilfe eines Kollegen und der örtlichen Polizei zu besiegen. (Quelle)
Die italienisch-ägyptische Koproduktion HEXENKESSEL KAIRO ist einer von drei Filmen, bei denen der Italiener Fabio Piccioni Regie führte. "Er war außerdem bei mehreren Produktionen als Regieassistent tätig und arbeitete als Second-Unit-Regisseur für den Engländer Richard Lester. Von Mitte der 1970er bis Ende der 1980er Jahre war Piccioni beim italienischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk (RAI) beschäftigt. In dieser Zeit begann er, für Hollywood zu arbeiten, wohin er später zog" (Quelle). Leider ist es ihm mit dem vorliegenden Beitrag nicht gelungen, einen soliden Agentenfilm zu inszenieren - zumal er auch nicht wie einer wirkt. Karsten Thurau und Michael Cholewa hatten den Film in ihrem Polizeifilmbuch untergebracht, was ich aber irgendwie nicht nachvollziehen kann. Also habe ich mich schlussendlich dazu entschlossen, diese kurze Filmbesprechug aufgrund des nicht zu leugnenden Trashgehalts im Exploitationbereich des Forums zu packen.
Fabio Piccionis Film offenbart eine banale Geschichte, die ohne großartigen Wendungen auskommt. Letztlich wirkt der Streifen wie eine Aneinanderreihung von endlos wirkenden Keilereien, in die der Hauptdarsteller Richard Harrison gefühlt alle paar Minuten verwickelt wird. Außerdem liefert er wie die meisten seiner Schauspielkollegen nur eine mittelmäßige Darbietung ab. Einzig Marcella Michelangeli, das Biest aus RACKET und THE .44 SPECIALIST, kann mit ihrer blondierten Kurzhaarfrisur überzeugen. Ferner gesellt sich in Form seines Begleiters Giorgio ein erbarmungslosere Comedy-Humor hinzu, der mir bereits nach kürzester Zeit mächtig auf den Keks ging. Während die beiden bodensätzigen Harrison-Filme FIGHTING KILLER und DAS RATTENNEST aufgrund ihrer Überzogenheit unterhaltsam waren, droht HEXENKESSEL KAIRO mit fortschreitendem Filmverlauf in der Bedeutungslosigkeit zu versinken. Sogar die von Franco De Gemini und Stefano Torossi komponierte Filmmusik, die auch Beiträge von Alessandro Alessandroni und I Cantori Moderni enthält, wirkt irgendwie strange. Lediglich der Titelsong Cheops and Nefertiti, der gefühlt den gesamten Handlungsverlauf über zu hören ist, besitzt eine gewisse Ohrwurmqualität. Zwischendrin gibt es obendrein ägyptische Folklore auf die Ohren. Was bleibt, ist ein unausgegorener Spionagefilm, der aufgrund seiner banalen Geschichte, der unfreiwilligen Komik sowie seiner inszenatorischen Umsetzung ein klein wenig enttäuscht.
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Filmausschnitt (verlangsamte Abspielgeschwindigkeit)
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Score:
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Trailer:
