IM NETZ DES TEUFELS - VERSCHWUNDEN AUF SARDINIEN - Domenico de Feudis

Harte Kerle, grobe Keilereien, heiße Feger und unbarmherzige Gangster.
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Richie Pistilli
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IM NETZ DES TEUFELS - VERSCHWUNDEN AUF SARDINIEN - Domenico de Feudis

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Im Netz des Teufels - Verschwunden auf Sardinien (D)
La coda del diavolo (IT)
A Cauda do Diabo (BRA)
The Net

IT 2024

R: Domenico de Feudis
D: Luca Argentero, Cristiana Dell'Anna, Francesco Acquaroli, Geno Diana, Simone Colombari, Antonio Tintis, Daniele Meloni, Sergio Albelli, Lidiya Liberman, Giuseppe Boy u.a.



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Deutsche Erstaufführung: 2024 (Video-on-demand)

Synchronkartei

Atlas-Film

ZDF-Mediathek

Score: Massimiliano Mechelli

OFDb



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"Niemand weiß, wie viele Menschen er auf dem Gewissen hat und wer weiß, ob Olga die Letzte sein wird. Sie werden auf Unzurechnungsfähigkeit plädieren, in der Psychiatrie erhält er bestimmt irgendwelche Sondergenehmigungen. Und mit einem guten Anwalt wird er im Nullkommanichts wieder draußen sein. Ihnen muss ich ja nicht sagen, wie das abläuft."


Nach dem tragischen Tod seiner Ehefrau fristet der ehemalige Polizist Sante Moras (Luca Argentero) sein Dasein als Gefängniswärter. Nichts durchbricht die trostlose Routine – bis ein verurteilter Kindermörder (Daniele Meloni) unter seiner direkten Aufsicht stirbt. Die Beweislast gegen Sante ist erdrückend. Mit dem unerbittlichen Kommissar Tommaso Lago (Francesco Acquaroli) dicht auf den Fersen, bleibt ihm auf der Flucht nur die Unterstützung der Journalistin Fabiana Lai (Cristiana Dell'Anna), um seine Unschuld zu beweisen und weitere Morde zu verhindern. Denn es ist kein Zufall, dass unschuldige Mädchen im Hinterland Sardiniens verschwinden, sondern eine Verschwörung, die bis in höchste Kreise reicht – und mit Sante den perfekten Sündenbock gefunden hat. [Quelle: Atlas Film]



Obwohl Domenico de Feudis Thriller IM NETZ DES TEUFELS - VERSCHWUNDEN AUF SARDINIEN keine Glanzleistung darstellt, entpuppt sich der Streifen als eine solide Angelegenheit, die man sich trotz aller Mankos sehr gut ansehen kann. Der Film wurde von Groenlandia und Vision Distribution in Zusammenarbeit mit Sky und mit Unterstützung der Sardegna Film Commission produziert; die Dreharbeiten fanden im Herbst 2022 zwischen Sofia, Rom und Sardinien (unter anderem in Porto Torres, Sassari, Siniscola, Porto Rotondo, Aggius und Tempio) statt [Quelle]. Anstatt auf das übliche Urlaubsflair von Sardinien zu setzen, herrscht in De Feudis Film vielmehr eine düstere Atmosphäre vor, infolgedessen die Urlaubsinsel in einem ganz anderen Licht erscheint. Obwohl der Film tadellos inszeniert wurde und zahlreiche Spannungsmomente bereit hält, hapert es ein klein wenig am zugrunde gelegten Drehbuch, das zwar auf dem gleichnamigen Buch von Maurizio Maggi basiert, in seiner Umsetzung aber etwas einfallslos wirkt, denn die Geschichte eines zu unrecht beschuldigten Verdächtigen, der sich daraufhin auf die Flucht begibt, um auf eigene Faust seine Unschuld zu beweisen, gibt es schon zuhauf. Ein weiteres Manko ist der fehlende Tiefgang bei den Charakterzeichnungen, infolgedessen manche Figuren etwas blass wirken. Dennoch gelingt es den beteiligten Schauspielern, anständige Darbietungen aufs Parkett zu legen. Während Luca Argentero den Hauptprotagonisten Sante Moras verkörpert, der zu Unrecht einem Verbrechen beschuldigt wird, spielt Francesco Acquaroli überzeugend den ermittelnden Kommissar, der dem flüchtigen Gefängniswärter ständig im Nacken sitzt. Glücklicherweise steht zwischen den Beiden die von Cristiana Dell'Anna tadellos verkörperte Reporterin Fabiana Lai, die Zweifel an der Schuld von Sante Moras hegt. Ansonsten bietet der Film ausreichend Action, pointierte Gewalt sowie eine solide Ermittlungsarbeit, die für den ein oder anderen gelungenen Spannungsmoment sorgt. Hierzulande wurde IM NETZ DES TEUFELS - VERSCHWUNDEN AUF SARDINIEN erstmals vor einem Jahr als Video-on-Demand-Titel veröffentlicht und steht seit der letzten Woche in der ZDF-Mediathek zur Verfügung.


Fazit: "Ein Seemann weiß, dass die See gefährlich ist. Aber das hält ihn nicht davon ab, rauszufahren."


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Trailer:


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