SATAN OHNE GESICHT - Ferruccio Casapinta

Schwarze Handschuhe, undurchsichtige Typen, verführerische Damen und stylische Kills.
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Richie Pistilli
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SATAN OHNE GESICHT - Ferruccio Casapinta

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Der Satan ohne Gesicht (D)
La bambola di Satana (IT)
La Poupée de Satan (F)
The Doll of Satan

IT 1969

R: Ferruccio Casapinta
D: Erna Schürer, Roland Carey, Aurora Bautista, Ettore Ribotta, Lucia Bomez, Manlio Salvatori, Giovanni Ivan Scratuglia, Franco Daddi, Eugenio Galadini, Giorgio Gennari, Teresa Ronchi u.a.



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Deutsche Erstaufführung: 5. Februar 2015 (BD-Premiere)

Synchronkartei

Italo-Cinema

Nischenkino

Eskalierende Träume

Score: Franco Potenza

IMCDb

OFDb




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Die junge Elisabeth (Erna Schürer) fährt zusammen mit ihrem Freund Jack (Roland Carey) zwecks Testamentseröffnung ihres verstorbenen Onkels zur ländlich gelegenen Burg ihrer Familie. Die alten Gemäuer verbergen immer noch zahlreiche Geheimnisse, die sie noch nicht entdeckt hat, obwohl sie die meiste Zeit ihrer Kindheit dort verbrachte. Es geschehen merkwürdige Dinge. Elisabeth wird obendrein von seltsamen Träumen heimgesucht. Und wer ist der vermummte Mörder, der auf dem Schloss umher geht? Jack vermutet, dass alles mit dem Erbe zu tun haben könnte und stellt Nachforschungen an. Die Bewohner des Schlosses geraten in Lebensgefahr. [Quelle: X-Rated]



Obwohl Ferruccio Casapintas erste und gleichzeitig auch einzige Regiearbeit inszenatorisch nicht gerade das Gelbe vom Ei ist, besitzt SATAN OHNE MASKE dennoch einen einen gewissen Charme, der den Film wiederum sehenswert macht. Casapintas Streifen entpuppt sich als eine Mischung aus 60er-Jahre-Gothic-Horror, Edgar-Wallace-Film und Giallo-Thriller, wobei die Atmosphäre im Schloss sowie die surrealen Plotelemente aus den durch Bava, Marghariti und Freda bekannt gewordenen Horror-Streifen stammen könnten, während der Plot einer eher an Edgar-Wallace-Verfilmungen erinnert, denn es dreht sich um eine intrigante Erbengemeinschaft, die mit der Haupterbin ein perfides Psycho-Spiel spielen. Leider weist die Inszenierung nicht die Sorgfalt auf, mit der die meisten Horror- sowie Edgar-Wallace-Filmen der damaligen Zeit gedreht wurden. Casapintas harmloser Grusel-Giallo verzichtet nicht weitestgehend auf Gewaltszenen, sondern weist auch einen unspektakulären Handlungsverlauf auf, der über weite Strecken durch nichtssagende Dialoge bestimmt wird. Hinzu gesellen sich solide darstellerische Leistungen, die hin und wieder ein wenig ins Overacting abdriften, was manche Darbietungen wiederum überzeichnet wirken lässt. Als Hauptdarstellerin verpflichtete Casapintas die italienische Schauspielerin Emma Costantino, die den Meisten unter ihrem Künstlernamen Erna Schürer bekannt sein dürfte. Als Inspirationsquelle für die Namensgebung diente ein von ihr bewunderter Ski-Profi, der den Namen Erna Scheurer trug. Ihren ersten Filmauftritt absolvierte sie 1960 in Damiano Damianos UNSCHULD IM KREUZVERHÖR, bevor sie dann in solch illustren Streifen wie beispielsweise COUNTDOWN FÜR 3 MILLIONEN, SALAMANDER, TODESPISTE LE MANS, DUE MAGNUM .38 PER UNA CITTA DIE CAROGNE, ISTANTANEA PER UN DELITTO, DER GEHEIMNISVOLLE KILLER, LE TUE MANI SUL MIO CORPO oder FRAUEN IM ZUCHTHAUS mitwirkte. Ihre letzte Rolle spielte sie 1986 in Marcello Avallones SPECTERS - DIE MÄCHTE DES BÖSEN, mit dem sie 1972 bereits UN GIOCCO PER EVELINE gedreht hatte. Danach verließ sie das Filmgeschäft, um fortan als selbstständige Unternehmerin tätig zu sein. Während Roland Carey in seiner Rolle etwas blass wirkt, zieht Lucia Bomez in ihrer Rolle als Miss Carol ordentlich vom Leder. Dann wäre da auch noch die reizende Aurora Battista, die als geheimnisvolle Künstlerin das ein oder andere Geheimnis in sich birgt. Einzig die Anwesenheit des befreundeten Pärchens bleibt mir ein Rätsel, denn eine bestimmte Rolle für die Handlung spielen die beiden nicht. Zudem sind sie kaum zu sehen. Gedreht wurde der Film auf Schloss Borghese in Pomezia und in den Abruzzen. Wer also schauspielerischen Kapriolen, stocksteifen Disco-Tanzeinlagen, falsch zusammengeschnittenen Tag- und Nachtsequenzen, theatralischen Gesichtsentgleisungen und einem unspektakulären Handlungsverlauf nicht völlig abgeneigt ist, der könnte als Giallo-Liebhaber auf seine Kosten kommen.


SATAN OHNE GESICHT wurde hierzulande erstmals im Jahr 2015 veröffentlicht.
X-Rated brachte den Film nicht nur als BD, sondern spendierte ihm auch eigens eine neue Retro-Synchronfassung.


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BD-Trailer:


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