True Blue - MADONNA

Ohrenschmaus und Hörgenuss
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Sid Vicious
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True Blue - MADONNA

Beitrag von Sid Vicious »

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Mit “True Blue” löste sich Madonna etwas von ihrem Teenagerimage, welches die beiden Vorgänger-Alben ja ad nauseam inkludieren. Ihr Gesang klang nun (Vorsicht: Damit sind nicht alle Songs des „True Blue“-Album gemeint) erwachsener, was sich mit den beiden nachfolgenden Alben, „Like a Prayer“ und besonders „Erotica“, festigen sollte.

Madonnas gesangliche Fähigkeiten wuchsen eh von Album zu Album, und ihr Mitwirken in „Evita“ tat ihrer Stimme außerordentlich gut. Denn von Stund an gab es (IMHO) nichts mehr zu meckern. Jene, die positiven Worte rechtfertigenden Alben, „Ray of Light“, „Music“ etc., bestätigen jedoch nicht nur Madonnas gesangstechnische Weiterentwicklung. Die Alben belegen obendrein, dass sich Madonna - mit Blick auf ihr Image - stets neu erfinden konnte.

Der Opener, "Open Your Heart", in dessen Videoclip Madonna als wasserstoffblonde Peep-Show-Queen (die Vorstufe zur verruchten „Erotica“-Domina) agiert, lässt dem Gesang einigen Freiraum, den sie auch ausnutzt und sich kraft dieser Gesangstechnik von Songs wie „Lucky Star“ und „Material Girl“ distanziert. Gleiches gilt für "La Isla Bonita" mit dem sie zugleich südländische Kulturen anspricht. Mich sprach und spricht "La Isla Bonita" allerdings nicht an. Ich habe auch meine Probleme mit dem infantil tönenden Titelsong, der wahrscheinlich auf jeder MADONNA-Party exzessiv abgefeiert wird.

„True Blue“ hat Reizvolleres zu bieten. Höre zum Vergleich „White Heat“ (nein, kein Verweis in Richtung VELVET UNDERGROUND), "Live to Tell" als auch das jederzeit easy und entspannt konsumierbare „Jimmy Jimmy“.

Unter dem Strich sehe ich „True Blue“ als ein hörenswertes Album (7 von 10) mit einem phantastischen Sound sowie viel Glanz und Glamour.
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