VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Gruselschocker aus Großbritannien, Spanien, Frankreich usw.
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Prisma
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VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

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VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA


● VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA / LAS VAMPIRAS (D|E|1971)
mit Susann Korda, Ewa Strömberg, Heidrun Kussin, Andrea Montchal, Paul Muller, Michael Berling, Beni Cardoso und Dennis Price
eine Produktion der Tele-Cine| Fénix Films | im Verleih der Cinerama Filmgesellschaft
ein Film von Jess Franco

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»Meine Abscheu vor den Männern ist geblieben; ich hasse sie alle!«


Seit Wochen wird Linda Westinghouse (Ewa Strömberg) von erotischen Träumen heimgesucht, in denen eine schöne Unbekannte die Hauptrolle spielt, die sie in ungeahnte sexuelle Sphären bringt. Als es die Anwältin beruflich auf eine kleine Mittelmeerinsel verschlägt und sie ihre Mandantin, Gräfin Nadine Carody (Susann Korda), kennenlernt, ist die Verwirrung groß, da es sich bei eben dieser um die Frau aus ihren ausufernden Träumen handelt. Mit ihr lernt Linda einen Wettlauf gegen Ängste und sexuelle Wünsche kennen, bis sie schließlich ohne Erinnerung in einem Sanatorium aufwacht. Sie ahnt noch nicht, dass die Gräfin immer noch Teil ihres Lebens ist...

Filmische Verewigungen nach dem Roman von Bram Stockers "Dracula" sind über die Jahrzehnte häufig und in unterschiedlichsten Auslegungen entstanden; Jess Franco selbst inszenierte mit "Nachts, wenn Dracula erwacht" bereits eine von ihnen, die seinerzeit als originalgetreue Adaption entstand - so zumindest die Aussagen des Regisseurs und der Verleih-Werbung. Der spanische Exzentriker kann hier schließlich auf seine Erfahrung bauen und kombiniert sie mit seinem individuellen Begriff, Filme herzustellen, was global gesehen für Aufsehen sorgen wird. Sein surreal angehauchtes Märchen von der Erbin des Dracula erfährt mit ihm als Dirigenten schöner Körper eine Total-Wendung, wenngleich der grobe Handlungsaufbau sowie die beteiligten Charaktere stets an das Vorbild erinnern werden. Seine effizientesten Werkzeuge bekommt das Publikum hier in Form von Susann Korda alias Soledad Miranda und Ewa Strömberg zu sehen; zwei Interpretinnen, die seinen persönlichen Kosmos seit geraumer Zeit diktieren beziehungsweise eine große Rolle spielen sollten. Vielleicht kann gesagt werden, dass Jess Franco wieder einmal bestehende Filmgesetze umkehrt, indem er sie zu seinen eigenen macht, was nicht unbedingt als großer Fauxpas angesehen werden sollte, sondern als aufregendes Angebot, in eine Welt der Träume einzutauchen, die oft nicht von Alpträumen zu unterscheiden sind, da sie mit prickelnder Erotik gefüllt sind und es permanent zu Eruptionen kommt. Als Zuschauer darf man daher wohlwollend anerkennen, dass es sich im Gros um ein Filmangebot handelt, von dem nur zu profitieren ist, auch wenn man ein paar Haare in der Suppe finden wird, was bei Franco erfahrungsgemäß nicht ausbleiben kann. Der Flick spielt vor sommerlicher Urlaubskulisse, die laszive Vampirtochter muss sich tagsüber schließlich erst gar nicht in eine dunkle Gruft zurückziehen, um bei Nacht auf die Jagd nach geeigneten Opfern zu gehen. "Vampyros Lesbos - Die Erbin des Dracula" wirft insgesamt viele interessante Fragen und Gedankenspiel auf und eines von ihnen - und nach persönlichem Ermessen vielleicht das wichtigste - ist, was dieser Film ohne Susann Korda und Ewa Strömberg geworden und was von der sinnlich-gefährlichen Aura übrig wäre?

Natürlich sind derartige Fragespielchen über das ¿Hätte-Wäre-Wenn? Bei einem fertigen Film völlig irrelevant, da sich sowieso nichts ändern lässt, aber dennoch immer wieder gerne durchgespielt. Jess Franco benutzt seine beiden Hauptdarstellerinnen wie ein Lebenselixier für das, was er dem interessierten Publikum näherbringen möchte. Es kommt zu markanten Kopplungen zwischen Liebe und Libido, Verlangen und Abscheu, Leidenschaft und Angst, sodass man sich möglicherweise nur einseitig auf diese zwei weiblichen Fixpunkte konzentrieren wird. Franco schaltet eine Reihe von Sinn- und Trugbildern, metaphorischen Andeutungen und Schlafwandel bei vollem Bewusstsein, sodass überaus ansehnliche Intervalle entstehen, die weniger zu entschlüsseln sind, als dass sie animieren, in welcher Form auch immer. Susann Korda, in voller Prägnanz synchronisiert von der unverwechselbaren Beate Hasenau, entfaltet ihre volle Aura mithilfe der aufmerksamen Augen von Regie und Kamera, Ewa Strömberg erfährt dem Empfinden nach wie üblich eine leichte Abstufung durch den Spanier selbst, wenngleich sie die eigentliche Hauptrolle spielt, die von der Intensität her jedoch nicht an die Titelrolle heranreichen kann. Wie dem auch sei, dieses darstellerische Ensemble überrascht, überzeugt, verführt, animiert und gleicht auftretende Ungereimtheiten selbstbewusst aus. Francos Stammbesetzung mit Adrea Montchal, Beni Cardoso, Paul Muller oder Dennis Price sorgt für sicheres Terrain, außerdem kann sich die Deutsche Heidrun Kussin als Agra im Gedächtnis verankern. "Vampyros Lesbos - Die Erbin des Dracula" stellt in seiner eigenen Filmografie vielleicht insofern eine Sternstunde dessen dar, alle skizzierten Gedanken und Wünsche auf Zelluloid gebracht zu haben. Das Thema reizt, Franco provoziert, die Interpretinnen Strömberg und Korda sind auf dem absoluten Höhepunkt ihrer Franco-Karrieren zu sehen - was will man mehr? Verfeinert mit der bemerkenswerten Musik von Siegfried Schwab und Manfred Hübler, vermischen sich intensive Bilder zu einem Franco'schen Traum, der sogar für Zuschauer aller Erwartungen gemacht sein könnte, vorausgesetzt man findet seine eigenen Fixpunkte, die man nicht wieder vergessen will.

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Sid Vicious
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Sid Vicious »

Tatsächlich ein künstlerisch wertvollerFilm. Ein wahres Fest für das Auge, das sich von dem vornehmlichen Mist - den Franco verbrochen hat - ganz locker distanziert. Ja, Franco hat nach meinem Dafürhalten vornehmlich Mist verzapft. So ist das nun mal wenn man mehrere Filme gleichzeitig schaffen will bzw. muss. Da ist halt extrem viel Müll rausgekommen. Mir gehen nämlich die FB-Spacken, die jeden Scheiß von Franco als Meisterwerk und Franco generell als Meister bezeichnen, gewaltig auf die Eier.

1970 war allerdings ein gutes Franco-Jahr: VAMPYROS LESBOS (geile Fotografie, grandioser Score) steht in allen Belangen außer Frage, und EUGENIE DE SADE als auch SIE TÖTET IN EKSTASE kann ich mir immer noch geben, ohne der Gefahr von Schläfrigkeit als auch übler Nachwirkungen ausgesetzt zu werden.
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Prisma
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Prisma »



So interessant und vergleichsweise hochwertig ich "Vampyros Lesbos" auch finde, ist es lange nicht mein Lieblings-Franco, dementsprechend habe ich ihn auch nicht so häufig gesehen, wie andere seiner Filme. Ich gucke mir gerne seine End-60er bis Anfang-70er-Sachen an, die mag ich überwiegend sehr, aber darunter sind hauptsächlich jene für mich interessant, die konventioneller ausgefallen und nicht mit surrealen Inhalten ausgestattet sind. Jess Franco war ein Billigfilmer, der genau deswegen häufig gebucht wurde. Seine einseitige Ausrichtung bezüglich spezieller Themenfelder oder das Ignorieren solcher ist ja beinahe schon legendär, aber es scheinen genügend Besucher in den Kinos gewesen zu sein. Ich habe viele seiner Filme noch ungesehen hier herumliegen und meistens keine Lust drauf, und wenn ich eine kleine Franco-Phase wie jetzt habe, schaue ich mir immer wieder gerne die gleichen Produktionen an, von "Der Hexentöter von Blackmoor" über "Sie tötete in Ekstase" bis "Der Todesrächer von Soho".

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Dschallogucker
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Dschallogucker »

Sid Vicious hat geschrieben:
Mi., 14.08.2024 10:36
Tatsächlich ein künstlerisch wertvollerFilm. Ein wahres Fest für das Auge, das sich von dem vornehmlichen Mist - den Franco verbrochen hat - ganz locker distanziert. Ja, Franco hat nach meinem Dafürhalten vornehmlich Mist verzapft. So ist das nun mal wenn man mehrere Filme gleichzeitig schaffen will bzw. muss. Da ist halt extrem viel Müll rausgekommen. Mir gehen nämlich die FB-Spacken, die jeden Scheiß von Franco als Meisterwerk und Franco generell als Meister bezeichnen, gewaltig auf die Eier.
Interessant für mich, dass es solche Leute auf FB noch gibt. Davon krieg ich nix mit :mrgreen:
Ein paar Filme von ihm finde ich auch ziemlich gut. Bei einigen anderen bereue ich den Kauf. Die gute Hälfte in meiner Sammlung mag ich aber.

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Prisma
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Prisma »

Dschallogucker hat geschrieben:
Mi., 14.08.2024 23:22
Ein paar Filme von ihm finde ich auch ziemlich gut.

Welche davon findest Du denn am besten?

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Dschallogucker
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Dschallogucker »

Hmm, so um die 50 kenne ich mindestens. Kann sein, dass ich da 2 oder 3 der für mich besseren vergesse, an die ich mich jetzt gerade nicht mehr so erinnere

- Lucky M. füllt alle Särge (sehr kurzweilige Komödie, unterhaltsam)
- Jack the ripper (erstaunlich seriös verfilmt)
- Bahia blanca (schöne Landschaften und schön ruhig)
- Lolita am Scheideweg
- Marquis de Sade Justine
- Die Nonnen von Clichy
- Die Säge des Todes

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Prisma
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Prisma »



Da sind auch ein paar Filme dabei, die ich ganz gerne mag, vor allem wegen bestimmten Schauspielerinnen. Ich finde es immer ganz eigenartig, dass man bei 40, 50, 60 bekannten Filmen von Franco immer noch den überwiegenden Teil vor sich hätte. Der Man hatte wirklich einen beispiellosen Output.

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Sid Vicious
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Sid Vicious »

Die folgenden mag ich.

- VAMPYROS LESBOS
- SIE TÖTET IN EKSTASE
- FACELESS
- DIE STUNDE WENN DRACULA KOMMT

Generell finde ich den Stoff zwischen 1969 und 1971 interessant.

Dazu kommen die Stimmungskanonen:

- JUNGFRAU UNTER KANNIBALEN
- JUNGFRAU IN DEN KRALLEN VON FRANKENSTEIN
- DER TEUEL KAM AUS AKASAWA

Ansonsten gibt es massig Müll und Sondermüll Marke LUST FOR FRANKENSTEIN.
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Prisma
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Prisma »



Bei mir dürfen

"Der heiße Tod"
"Der Todesrächer von Soho"
"X 312 - Der Flug zur Hölle"
"Der Teufel kam aus Akasava"

und vor allem "Der Hexentöter von Blackmoor" nicht fehlen.

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Sid Vicious
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Sid Vicious »

Prisma hat geschrieben:
Fr., 16.08.2024 12:32


Bei mir dürfen

"Der heiße Tod"
"Der Todesrächer von Soho"
"X 312 - Der Flug zur Hölle"
"Der Teufel kam aus Akasava"

und vor allem "Der Hexentöter von Blackmoor" nicht fehlen.
Die sind auch alle zwischen 1969 und 1971 (m.E. die beste Franco-Phase) entstanden.
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Prisma »

Sid Vicious hat geschrieben:
Fr., 16.08.2024 12:43
Die sind auch alle zwischen 1969 und 1971 (m.E. die beste Franco-Phase) entstanden.

Manche vielleicht sogar gleichzeitig? :mrgreen:

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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

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Richie Pistilli
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Richie Pistilli »

Mir gefallen auch eher die Filme aus Francos Frühphase.
Mit dem reinen Schmuddelkram ab Mitte der 70er bin ich noch nie warm geworden.



Das Geheimnis des Dr. Z
Paroxismus
Der Heiße Tod
Küss mich, Monster
Rote Lippen, Sadisterotica
Die Sieben Männer der Sumuru
Die Jungfrau und die Peitsche
Marquis de Sade: Justine
Vampyros Lesbos - Die Erbin des Dracula
Sie tötete in Ekstase
Der Teufel kam aus Akasava
Dr. M schlägt zu
X 312 - Flug zur Hölle
Jack the Ripper - Der Dirnenmörder von London
Faceless



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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Prisma »

Richie Pistilli hat geschrieben:
Fr., 16.08.2024 19:34
Mit dem reinen Schmuddelkram ab Mitte der 70er bin ich noch nie warm geworden.

Für mich liegt es hier tatsächlich noch nicht einmal am Genre-Mix, sondern meinen Geschmack oft am Fehlen des ästhetischen Verständnisses oder des nach schönen Dingen suchenden Kamera-Auges, was ja bei vielen der besagten Filme durchaus vorhanden war. Dann kommt noch das Ausdünnen der Besetzungslisten hinzu, die für meine Begriffe kaum mehr Highlights zu bieten hatten, außerdem gibt es mit nichts, Lina Romay in gefühlt jedem Film sehen zu müssen.

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Sid Vicious
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Sid Vicious »

Prisma hat geschrieben:
Fr., 16.08.2024 21:10
Richie Pistilli hat geschrieben:
Fr., 16.08.2024 19:34
Mit dem reinen Schmuddelkram ab Mitte der 70er bin ich noch nie warm geworden.
Für mich liegt es hier tatsächlich noch nicht einmal am Genre-Mix, sondern meinen Geschmack oft am Fehlen des ästhetischen Verständnisses oder des nach schönen Dingen suchenden Kamera-Auges, was ja bei vielen der besagten Filme durchaus vorhanden war. Dann kommt noch das Ausdünnen der Besetzungslisten hinzu, die für meine Begriffe kaum mehr Highlights zu bieten hatten, außerdem gibt es mit nichts, Lina Romay in gefühlt jedem Film sehen zu müssen.
Immer wieder Lina Romay. In mehr als 100 Filmen dabei. Mittlerweile würde ich ihr Mitwirken nur noch schwer ertragen. Ich will sie einfach nicht mehr sehen.

ENTFESSELTE BEGIERDE - fortwährend dieselbe Musik, nahezu fortwährend Lina Romay im Bild. "Mindestens 10 von 10 Punkten. Das Meisterwerk vom Meister und Lina ist so atemberaubend schön" - schreibe mir doch bitte mal das Zeug auf, dass du dir einwirfst, um diesen Franco-Schnarcher so zu feiern.

Kann man noch mehr nerven als Lina Romay? Klar, ein AK von Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. G. Naumann und seinen Assistenten Künnecke und Kläse zu einem beliebigen Franco-Vehikel. Dann können wir wieder hören, was denn die Eurociné (deren Output m. E. zu mindestens 95% aus unerträglichen Drecksfilmen besteht) ist und wer diese "Schmiede" gegründet hat.
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TRAXX
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von TRAXX »

Sid Vicious hat geschrieben:
Mo., 19.08.2024 10:21
Klar, ein AK von Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. Dr. G. Naumann und seinen Assistenten Künnecke und Kläse zu einem beliebigen Franco-Vehikel. Dann können wir wieder hören, was denn die Eurociné (deren Output m. E. zu mindestens 95% aus unerträglichen Drecksfilmen besteht) ist und wer diese "Schmiede" gegründet hat.
Das ist ja generell das Dilemma mit AKs. Und das selbst, wenn sie von lieben, sympathischen Menschen wie Kessler, Felsch & Co. eingesprochen wurden: Die Infos wiederholen sich ständig. Bei Poliziescos wird z.B. immer wieder die politische Situation in Italien erwähnt, Terror von links und rechts, die Sehnsucht des Publikums nach Recht und Ordnung usw. usf. blabla - man kann es nicht mehr hören. Auch all die Anekdötchen und Backgroundinfos... zigmal gehört. Und auf der anderen Seite kann man ja nicht verlangen, dass das weggelassen wird, nur weil ich (oder meinereiner) das bis zum Erbrechen schon alles kenne, denn es gibt ja auch Neueinsteiger, die das alles noch nie gehört haben.
Wie gesagt... ein Dilemma.

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Richie Pistilli
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Richie Pistilli »

Prisma hat geschrieben:
Fr., 16.08.2024 21:10
Richie Pistilli hat geschrieben:
Fr., 16.08.2024 19:34
Mit dem reinen Schmuddelkram ab Mitte der 70er bin ich noch nie warm geworden.

Für mich liegt es hier tatsächlich noch nicht einmal am Genre-Mix, sondern meinen Geschmack oft am Fehlen des ästhetischen Verständnisses oder des nach schönen Dingen suchenden Kamera-Auges, was ja bei vielen der besagten Filme durchaus vorhanden war.

Hervorragend auf den Punkt gebracht!
Sowohl die Ästhetik als auch die ausgefallene Kameraführung überzeugen gerade bei vielen seiner frühen Werke.
Und dann gibt es noch solche Knallschoten wie DR. M SCHLÄGT ZU oder KÜSS MICH MONSTER, die ich einfach nur zum Knuddeln gern hab. :)

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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Prisma »

Richie Pistilli hat geschrieben:
Mo., 19.08.2024 21:36
Sowohl die Ästhetik als auch die ausgefallene Kameraführung überzeugen gerade bei vielen seiner frühen Werke.

Ich weiß auch nicht, was da über die Jahre passiert ist. Hat Franco sich da noch mehr an die Vorgaben des jeweiligen Produzenten halten müssen, lag es vornehmlich im Interesse des Kameramanns solche Bildeindrücke einzufangen, oder machte Franco am Ende einfach das, wofür er sich eigentlich berufen fühlte? Es kam mir in den besagten früheren Filmen oft so vor, dass es sogar in extrem ramschigen Sets sehr schöne, aufwertende Bilder und Einstellungen gab, die einfach viel rausreißen konnten.

Richie Pistilli hat geschrieben:
Mo., 19.08.2024 21:36
Und dann gibt es noch solche Knallschoten wie DR. M SCHLÄGT ZU oder KÜSS MICH MONSTER

Die beiden finde ich auch ganz nett und habe sie schon oft geschaut, allerdings habe ich die Tage gemerkt, dass gerade "Dr. M schlägt zu" ein absoluter Film der richtigen Stimmung ist. Ich habe dieses Mal nach ungefähr 10 Minuten das Handtuch geworfen. :mrgreen:

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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Prisma »

Sid Vicious hat geschrieben:
Mo., 19.08.2024 10:21
Immer wieder Lina Romay. In mehr als 100 Filmen dabei. Mittlerweile würde ich ihr Mitwirken nur noch schwer ertragen. Ich will sie einfach nicht mehr sehen.

Das kann ich sehr gut verstehen, geht mir nämlich ganz genau so, wobei ich da tatsächlich sagen muss, dass es nicht aufgrund ihres inflationären Einsatzes so weit bei mir gekommen ist, sondern es handelt sich schlicht und einfach um eine Schauspielerin, die mir innerhalb ihres eindimensionalen Repertoires überhaupt nicht liegt. Und was Jess Franco mitunter beziehungsweise in späteren Jahren aus ihr gemacht hat, ist überhaupt nicht mein Fall. Ich weiß um ihre Fangemeinde und dass sie mitunter vergöttert wird, doch diesen Zugang konnte und werde ich nie finden.

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Richie Pistilli
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Re: VAMPYROS LESBOS - DIE ERBIN DES DRACULA - Jess Franco

Beitrag von Richie Pistilli »

Prisma hat geschrieben:
Di., 20.08.2024 21:11
Tch weiß auch nicht, was da über die Jahre passiert ist. Hat Franco sich da noch mehr an die Vorgaben des jeweiligen Produzenten halten müssen, lag es vornehmlich im Interesse des Kameramanns solche Bildeindrücke einzufangen, oder machte Franco am Ende einfach das, wofür er sich eigentlich berufen fühlte?

Diese Frage kann Dir wohl nur ein Franco-Experte beantworten.


Prisma hat geschrieben:
Di., 20.08.2024 21:11
Es kam mir in den besagten früheren Filmen oft so vor, dass es sogar in extrem ramschigen Sets sehr schöne, aufwertende Bilder und Einstellungen gab, die einfach viel rausreißen konnten.

Genau so sieht es aus.

Je mehr hier geschrieben wird, desto mehr verspüre ich die Laune auf einen der frühen Franco-Filme. :D
VAMPYROS LESBOS wäre beispielsweise ein guter Einstieg.


Prisma hat geschrieben:
Di., 20.08.2024 21:11
Richie Pistilli hat geschrieben:
Mo., 19.08.2024 21:36
Und dann gibt es noch solche Knallschoten wie DR. M SCHLÄGT ZU oder KÜSS MICH MONSTER

Die beiden finde ich auch ganz nett und habe sie schon oft geschaut, allerdings habe ich die Tage gemerkt, dass gerade "Dr. M schlägt zu" ein absoluter Film der richtigen Stimmung ist. Ich habe dieses Mal nach ungefähr 10 Minuten das Handtuch geworfen. :mrgreen:

Stimmt, DR M SCHLÄGT ZU funktioniert nur an ganz bestimmten Tagen.
Wenn der Tag aber passt, dann erwartet einen ein Filmerlebnis der ganz besonderen Art :)



Habe auf der Festplatte noch einen älteren Bildvergleich vorgefunden, bei dem die DVD von Illusions Unltd. Films der DVD von CMV sowie die ARTE-Ausstrahlung gegenübergestellt wurde.
Soweit ich mich entsinne, war das Bild bei der zweiten Filmhälfte der CMV-DVD viel zu stark eingezoomt.


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