WAR BABY - REBELLEN DES TODES - Joe D'Amato

Peitschenhiebe, laute Explosionen, wilde Abenteuer und anderer Filmstoff aus Italien.
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Sid Vicious
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WAR BABY - REBELLEN DES TODES - Joe D'Amato

Beitrag von Sid Vicious »

Italien, 1991
Originaltitel: Il diavolo nella carne
Regisseur: Joe D'Amato
Kamera: Joe D'Amato
Musik: Luigi Ceccarelli
Drehbuch: Laurence Falcon, Steve Morelli
Darsteller: Tracy Ray, Carmen Di Pietro, Nicole Grey, Jennifer Loeb, Robert LaBrosse, Wayne Camp, Harold Evans, Giorgio Bertuccelli
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Irgendwo und irgendwann in Südamerika: Den Rebellen ist es gelungen, die Regierung zu stürzen und die Staatsmacht an sich zu reißen. Die Söldner, Sammy und Klaus, erhalten den Auftrag, den ehemaligen Premierminister zu finden und anschließend lebendig (!) zur Grenze zu bringen. Sollte das ehemalige Staatsoberhaupt die Tour nicht überleben (ob wir, die Zuschauer, die Tortur überleben?), können Sammy und Klaus die versprochenen 150.000 Dollar Prämie in den südarfrikanischen Wind schreiben. Doch ehe sich das Duo an die Arbeit macht, fällt es in eine Krankenstation ein, wo feminine Pflegefachkräfte die Sättigung ihrer unbändigen Triebe herbeisehnen...

WARBABY bietet zwar eine klitzeleine, aber für ein (S)Exploitation-Vehilkel absolut ausreichende Story. Doch um einen schäbigen Kutter sicher durch exploitative Gewässer zu lotsen, muss sich der Kapitän zumindest an ein paar Spielregeln halten. Einem Regisseur, wie Joe D´Amato, waren diese Regeln freilich hinreichend bekannt, doch während der Inszenierung von WARBABY, die wahrscheilich innerhalb von 24 Stunden erledigt war, kann ich diese Routine nicht ausmachen, denn was D´Amato hier ablieferte, ist einer der schlechtesten Beiträge, die das italienische Genrekino zu verzeichnen hat. Eine unzulängliche und triste Mixtur aus Schmuddelsex und desaströs inszenierten Actionmomenten! Besetzt mit zwei Hauptdarstellern, die man nur noch als Knallchargen bezeichnen kann: Wayne Camp und Robert LaBrosse als Klaus und Sammy.

Der Film spielt überwiegend (Außenaufnahmen gibt es ganz selten) in einem schäbigen Gebäude, welches uns als Krankenstation vorgegaukelt wird. Diese soziale Einrichtung transformiert mit dem Eintreffen des Söldnerduos zu einem florierenden Liebesnest. Die folgenden Sexszenen sind allerdings so dermaßen schlecht beleuchtet, dass herzlich wenig zu erkennen ist. Zumindest hier hätte ich D'Amato etwas mehr Sorgfalt zugetraut. Muss ich es schreiben? Ja, ich muss: Die Sexmomente wirken nicht einmal ansatzweise erotisch und passen sich mühelos der katastrophalen Inszenierung an. Das klingt nach der tödlichen Abschlussphrase eines Arbeitszeunisses. Und so soll es auch sein. Aber einen habe ich trotzdem noch:

Die Frage, warum derartige Filme niemals im Kino gelaufen sind, und ihren Weg „nur“ in die Videotheken fanden, ist mit Blick auf WAR BABY simpel zu beantworten:

Sie sind einfach so dermaßen scheiße, dass sich kein Verleih auf diesen Murks einlassen wollte.
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