EIN GELIEBTER FEIND - Denis Rabaglia

Wuselige, flotte und schlüpfrige Attacken auf die Lachmuskeln.
Antworten
Benutzeravatar
Richie Pistilli
Beiträge: 3852
Registriert: Sa., 31.10.2020 17:25
Wohnort: Provinzmetropole an Rhein und Mosel
Kontaktdaten:

EIN GELIEBTER FEIND - Denis Rabaglia

Beitrag von Richie Pistilli »

pstr dt.jpg


Ein geliebter Feind (D)
Un nemico che ti vuole bene (IT)
Un ennemi qui te veut du bien (F)
An Enemy That Means You Well
My Beloved Enemy


IT / CH 2018

R: Denis Rabaglia
D: Diego Abatantuono, Antonio Folletto, Mirko Trovato, Sandra Milo, Roberto Ciufoli, Annabella Calabrese, Gisella Donadoni, Massimo Ghini, Antonio Catania, Ugo Conti, Andrea Preti u.a.



img2021-08-14-17h38m26s21.png


Kinopremiere CH: 07.08.2018 (Locarno Film Festival)

Deutsche TV-Premiere: 02.08.2020 (3Sat)

Score: Andrea Farri

Synchronkartei

OFDb



00.0.png
01.png
03.0.png
04.png

05.png
06.png
07.png
08.png

09.png
11.png
12.0.png
12.png


"Jeder hat einen Feind, Professor, man muss ihn nur finden. Wir werden zusammen nach ihrem suchen, versprochen. Wir werden ihn suchen, wir werden ihn finden und bringen ihn dann um. Was sagen sie?"


Was sich anhört wie eine beklemmendes Angebot entpuppt sich letztendlich als ein todernst gemeintes Versprechen, das ein unbekannter Killer der Mafia einem ehrenwerten Professor der Astrophysik aufdrängt, nachdem dieser ihm infolge eines verpatzten Job das Leben rettete. Professor Enzo Stefanelli (Diego Abatantuono), der gemeinsam mit seiner verschlagenen Mutter (Sandra Milo), seiner Ehefrau Angela (Gisella Donadoni), seinen beiden Kindern Ivana und Massimo (Annabella Calabrese und Mirko Trovato) und dem Ex-Ehemann (Massimo Ghini) von Angela -der zugleich auch der Vater seiner karrieresüchtigen Tochter ist- unter einem Dach ein vermeintlich zufriedenes Leben fristet. Daher gibt es für ihn zunächst auch keinen Grund anzunehmen, dass einer seiner Verwandten ihm etwas böses möchte. Doch der junge Mafiosi Salvatore (Antonio Folletto) bleibt stur, denn es scheint für ihn eine Ehrensache zu sein, das abgegebene Versprechen unter allen Umständen auch in die Tat umzusetzen. Doch nachdem Salvatore dem Professor immer mehr intrigante Verflechtungen, die nicht nur seine Verwandschaft, sondern auch ehemalige Freunde und Vorgesetzte hinter dessen Rücken gegen ihn gesponnen haben, vor Augen führt, überdenkt Enzo allmählich seine ursprüngliche Einstellung und liebäugelt von da an immer häufiger mit dem lukrativen Angebot, das ihm sein unfreiwilliger Freund regelrecht aufnötigt...


Eigentlich war es einem glücklichen Zufall zu verdanken, dass ich mir im letzten Jahr die TV-Ausstrahlung dieses komödiantischen Familien-Thrillers angesehen habe. Bereits nach wenigen Minuten war mir schlagartig klar, dass Denis Rabaglias schräge Familienintrige genau meinen Geschmacksnerv treffen könnte, denn sowohl das Zusammenspiel der beiden Protagonisten als auch die schwarz-humorige Handlung brachten mich gleich von Beginn zum Staunen. "Im Gegensatz zu den beiden früheren Werken ist diese Komödie um einen apulischen Astrophysikprofessor, den das Schicksal mit einem neapolitanischen Profikiller zusammenführt, von einem kriminalistischen Plot überlagert. Zwar scheint dieser ziemlich an den Haaren herbeigezogen, doch sieht man das dem von einem Ensemble eher unbekannter italienischer Schauspieler getragenen Film gerne nach. Er bestätigt die alte Regel: Im Kino ist nichts unmöglich, wenn es nur glaubwürdig genug in Szene gesetzt ist", lautete das treffende Fazit der NZZ, dem ich mich auch voll und ganz anschließen kann. Der Film entpuppt sich als eine schwarze Thriller-Komödie, die von ihrer Machart nicht nur liebenswert wirkt, sondern auch ein ordentliches Maß an Ironie versprüht. Im letzten Drittel fischt der Film obendrein in 'Agatha Christie-typischen Gewässern', was wiederum einige unvorhersehbare Wendungen zur Folge hat. Gedreht wurde die italienisch-schweizerische Koproduktion im schönen Berner Oberland, genauer gesagt im beschaulichen Dorf Gstaad. Die ursprüngliche Idee stammt übrigens von dem polnischen Filmemacher Krzysztof Zanussi, bevor sich Denis Rabaglia im Jahr 2016 dem Drehbuch annahm und dieses für EIN GELIEBTER FEIND zurechtstutzte. Zwar wurde dem empfehlenswerten Film hierzulande eine Kinopremiere verwehrt, doch dank des Senders 3Sat, der sich augenscheinlich auch für die gelungene Synchro verantwortlich zeigte, war diese reizende Kuriosität wenigstens im deutschen TV zu sehen.


Fazit: 'Eine Hand wäscht die andere!'


13.png
14.png
15.png
16.png

17.png
19.png
20.0.png
20.png

21.png
22.png
23.png
24.png

25.png
26.png
27.png
28.png







Trailer:


Blaz10
Beiträge: 7
Registriert: Sa., 07.08.2021 22:05

Re: EIN GELIEBTER FEIND - Denis Rabaglia

Beitrag von Blaz10 »

sieht interessant aus

Benutzeravatar
Richie Pistilli
Beiträge: 3852
Registriert: Sa., 31.10.2020 17:25
Wohnort: Provinzmetropole an Rhein und Mosel
Kontaktdaten:

Re: EIN GELIEBTER FEIND - Denis Rabaglia

Beitrag von Richie Pistilli »

Blaz10 hat geschrieben:
Di., 17.08.2021 16:47
sieht interessant aus

Das ist der Film auch :)

Blaz10
Beiträge: 7
Registriert: Sa., 07.08.2021 22:05

Re: EIN GELIEBTER FEIND - Denis Rabaglia

Beitrag von Blaz10 »

Dankeschön =)

Antworten