METEORE AUF DEM ASPHALT - Bruno Corbucci

Wuselige, flotte und schlüpfrige Attacken auf die Lachmuskeln.
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Richie Pistilli
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METEORE AUF DEM ASPHALT - Bruno Corbucci

Beitrag von Richie Pistilli »

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Meteore auf dem Asphalt (D)
Bolidi sull'asfalto a tutta birra! (IT)
200 knutar - våghalsar på racerbanan (SWE)
Roaring Wheels


IT 1970

R: Bruno Corbucci
D: Giacomo Agostini, Daniela Giordano, Sergio Leonardi, Giampiero Albertini, Isabella Savona, Andrea Aureli, Luciano Catenacci, Gianfranco D'Angelo u.a.



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Deutsche Erstaufführung: TV-Premiere

Synchronkartei

Score: Enrico Polito

IMCDb

OFDb



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"Dass Du mich in Schwierigkeiten bringst, habe ich vom ersten Moment an gewusst..."


Für den jungen Mechaniker Giacomo (Giacomo Agostini) sind schnittige Autos und schnelle Motorräder alles. Seine Fahrkünste schult er am liebsten an den Maschinen der Kunden – nicht immer zur Freude seines Chefs (Giampiero Albertini). Eines Tages überredet ihn sein neuer Kumpel Paolo (Sergio Leonardi), an einem professionellen Rennen teilzunehmen. Mit einem Motorrad aus der Werkstatt geht er an den Start – und baut prompt einen Unfall. Gio (Daniela Giordano), der schönen und reichen Besitzerin der Maschine, macht das nicht viel aus. Sie findet Gefallen an Giacomo und überredet ihn, bei immer neuen Rennen anzutreten. Erst als es schon fast zu spät ist, erkennt Giacomo, dass Gio und Paolo ihn lediglich ausnutzen. [Quelle: ARD]



Obwohl Bruno Corbuccis Rennsportfilm eine Komödie darstellen soll, entpuppt sich der Film als nicht unbedingt lustig, sondern höchstens als ein heiteres Unterfangen, das leider ein wenig glanzlos inszeniert und mit unzähligen Klischees voll gestopft wurde. Hinzu gesellt sich eine Handlung, die nicht nur ziemlich zusammenhangslos wirkt, sondern auch mit einer sentimentalen Liebesgeschichte angereichert wurde, die komplett unbeholfen wirkt. Obendrein kam mehrfach die Splitscreentechnik zum Einsatz, die aber letztlich keinen gewinnbringenden Effekt mit sich bringt. Ein weiteres Manko sind die mittelprächtigen Darbietungen der meisten Schauspieler, wobei Giampiero Albertini als einziger mit einer soliden Darbietung heraussticht. Daniela Giordano bleibt zwar auch ein wenig hinter ihren Möglichkeiten zurück, legt aber immerhin noch einen zufriedenstellenden Auftritt aufs Parkett. In weiteren, ganz kleinen Nebenrollen treten zudem Gianfranco D'Angelo als friedensstiftender Priester und Luciano Catenacci in Erscheinung. Obwohl das Ganze bisher absolut vernichtend klingt, lässt sich METEORE AUF DEM ASPHALT aufgrund seiner authetischen Rennsportatmosphäre dennoch recht gut ansehen, denn als Hauptdarsteller wurde der am 16. Juni 1942 in Brescia geborene Motorradrennfahrer Giacomo Agostini, auch bekannt als Ago oder Mino, verpflichtet, der im wahren Leben nicht nur 15 Weltmeisterschaften gewann, sondern auch 122 Grand-Prix-Siege einfuhr und dementsprechend als erfolgreichster Fahrer in die Geschichte des italienischen Motorradrennsports einging. Gedreht wurde der Film mit Beteiligung von Profifahrern wie Renzo Pasolini, Angelo Bergamonti und Silvio Grassetti auf den Rennstrecken von Vallelunga, Modena, Riccione und auf dem in der Eifel gelegenen Nürburgring.


"Agostini war der erste italienische Sportler, der sein Image auf Managementebene selbst in die Hand nahm. Er nutzte seine immense Popularität und sein natürliches fotogenes Aussehen und wurde zu einer Symbolfigur in Bereichen jenseits des Motorradsports. Seit Ende der 1960er-Jahre schrieb er regelmäßig Klatschkolumnen für Boulevardmagazine, in denen ihm Dutzende Flirts mit Schauspielerinnen, Models und Stars der Unterhaltungsbranche, darunter die deutsche Schauspielerin Karin Schubert, zugeschrieben wurden . Anschließend wirkte er in Fotobüchern und Filmen mit und trat als Werbefigur für namhafte Unternehmen auf, indem er seinen Trainingsanzug mit Sponsorenlogos beklebte und sein Gesicht für zahlreiche Werbekampagnen zur Verfügung stellte. 1971 bot ihm Pietro Germi eine Hauptrolle in einem Film an. Obwohl das Angebot aufgrund der hohen Gage und des Prestiges des Regisseurs verlockend war, lehnte Agostini ab, als er erfuhr, dass die lange Produktionszeit seine sportliche Karriere beeinträchtigen würde. Von 1971 bis 1973 war er das Werbegesicht von Anonima Petroli Italiana (API) für die Fernsehwerbesendung "Carosello". In den ersten beiden von insgesamt drei Staffeln, an denen er mitwirkte, interviewte er Sportgrößen wie Eddy Ottoz, Omar Sívori und Nicola Pietrangeli." (Quelle). Obwohl Giacomo Agostini das Angebot Pietro Germis ausschlug, wirkte er ein Jahr zuvor in insgesamt drei italienischen Spielfilmen mit, die sich den Rennsport zum Thema gemacht hatten: FORMEL 1 - IN DER HÖLLE DES GRAND PRIX von Guido Malatesta, AMORE FORMULA 2 von Mario Amendola und eben METEORE AUF DEM ASPHALT. 1983 kehrte er dann noch einmal auf die Leinwand zurück, um erneut einen Rennsportfahrer in Antonio Climatis TURBO TIME zu spielen. Hierzulande wurde dem Film 1987 von den DEFA Studios eine mittelprächtige Synchro verpasst, die entsprechend für spätere Ausstrahlungen im westdeutschen TV genutzt wurde. Alles in Allen entpuppt sich METEORE AUF DEM ASPHALT als ein mittelprächtiger Film, der aber aufgrund seiner Thematik gar nicht mal so uninteressant wirkt.


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Titelvorspann:


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