SHOCK WAVES - DIE AUS DER TIEFE KAMEN (1977) - Ken Wiederhorn

Slasher, Backwood, Grusel oder auch herber Splatter: der Platz für die dunkle Seite des amerikanischen Films
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Kent
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SHOCK WAVES - DIE AUS DER TIEFE KAMEN (1977) - Ken Wiederhorn

Beitrag von Kent »

Alternativtitel:
Die Schreckensmacht der Zombies - Zombie 5
Die Schreckensmacht der Zombies
Shock Waves - Die Schreckensmacht der Zombies
Shock Waves - The Deep End of Horror!
Zombie 5
Zombies - Die aus der Tiefe kamen

Trailer:


Musik:



Inhalt:
Eine Truppe von Touristen macht eine kleine Kreuzfahrt. Nach einem Seebeben werden sie von einem Frachter gerammt und das Schiff wird erheblich beschädigt. Am nächsten Morgen macht sich die Crew und die Touristen auf den Weg und fahren mit einem Boot zu einer kleinen Insel in der Nähe. Zu ihrer Überraschung stellen sie fest, dass der Frachter der sie in der Nacht gerammt hatte, ein altes großes Wrack ist. Auf der Insel geschehen weitere merkwürdige Dinge. Als sie ein altes verlassenes herrschaftliches Hotel finden ist die Überraschung groß, ein älterer Herr fordert sie auf die Insel sofort zu verlassen. Doch es ist zu spät, nach und nach tauchen die Nazi-Zombies auf. Das Seebeben hatte das Frachtschiff auf dem die freundlichen SS-Schergen die letzten 40 Jahre unter Wasser verbracht haben, zum Auftauchen gebracht. Die blondierte Truppe taucht nun an den unmöglichsten Orten der Insel auf und verbreitet Angst und Schrecken. Der ältere Herr gibt zu, dass die Truppe das Ergebnis intensiver Menschenversuche war, man wollte den ultimativen Soldaten erschaffen und nun sind die Bestien zurück. Die Party kann beginnen.

Kritik:
Dieser Film war ja wohl lange in den Untiefen verschwunden, seit ungefähr 10 Jahre ist er aber mehrfach in Editionen erschienen. Ich hatte mich vorher nicht über den Inhalt informiert, was ein Fehler war. Dabei hat der Film ein paar positive Momente: teilweise kann der Film eine einschüchternde Atmosphäre erzeugen und es werden die gröbsten Klischees des Horrorfilms vermieden. Auch die Musik von Richard Einhorn war damals äußerst innovativ und ein paar Altstars wie Peter Cushing und John Carradine sorgten für den gewissen Touch.
Leider ist es aber so, dass das Werk doch extrem eindimensional ist. Es gibt zwar durchaus ein paar gelungene Szene, insgesamt wirkt der Film schleppend und die Figurenzeichnung nervt. Das billige Budget konnte nur begrenzt durch Kreativität überdeckt werden. Flair sucht man völlig vergebens. Obwohl der Film nur 85 Minuten dauert hat man ständig den Eindruck es würde sich um einen 120 Minuten Film handenln. Das Auftauchen der Zombies ist auch kein Gewinn, sie töten ihre Opfer meist recht schnell. In diesem Film wird viel gerannt und geschwommen was noch ein Indiz für die sehr dünne Handlung ist. Hier sieht man einfach, hätten Italiener den Film gedreht, es hätte ein Klassiker werden können, dies können aber die Amis nicht.

Fazit:
Muss man nicht gesehen haben. Auch die interessanten Aspekte wie die Musik können nicht überzeugen.

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Kent
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Re: SHOCK WAVES - DIE AUS DER TIEFE KAMEN (1977) - Ken Wiederhorn

Beitrag von Kent »

ich habe noch die Zusatzfeatures gesichtet, da kam folgendes raus:
1. Der Film war wohl die erste "große" Produktion von Brooke Adamas, sie war vorher als Kellnerin tätig.
2. Die Macher waren sehr stolz auf das make-up der Zombiebrüder, hier gab es wohl immer Probleme mit dem Salzwasser. Die Maske hat Stunden gebraucht.
3. Es fehlen wohl einige "Grusel" Szenen, daher ergibt der Film teilweise keinen Sinn. So ist es so, dass bei dem Gespräch in der Kombüse mehrfach auf einen Totenschädel Bezug genommen wird, den die Zuschauer nicht gesehen haben.
4. Ein sehr wichtiges Thema war die Auswahl der Zombiebrüder. Darunter war wohl ein Anwalt, der keinen Bock auf seinen Job hatte und froh war, mal was anderes zu tun. Ein anderer Typ war wohl ein ehemaliger Vietnam-Veteran, der seinen Wohnort nicht angeben wollte und wohl nach dem Vietnamkrieg diverse Nebenjobs und nicht legale Tätigkeiten machte. Die Zombies wurden wohl aus einer Truppe von 250 Kandidaten ausgewählt. Die Auswahl dieser Typen war auch Hauptbestandteil der Gespräche der Beteiligten über den Film.
5. Peter Cushing und Carradine waren wohl beide nur wenige Tage am Set. Daher gab es wenig Kontakt zu Ihnen.
6. Die Macher hatten wohl die alten Hammer Filme im Hinterkopf bei der Erstellung des Films, daher wirkt der Film im Vergleich zu anderen Produktionen von damals auch etwas altmodisch.
7. Der Regisseur Wiederhorn hat auch dann zugegeben, dass Zombies nicht sein Genre sind. Er hat einfach kein Feeling für das Genre, daher ist es wohl auch keine typische Kost und die Klischees wurden vermieden. Andererseits war es wohl damals, dass am Markt harte Zombie Filme extrem gefragt waren. Daher musste er diesen Film so machen. Es war ihm sehr wichtig, dass der Film an keiner Stelle lächerlich wirkte, dies hat er durchaus geschafft.
8. Ein besonderer Gag ist, dass sich der Blonde Typ und Brooke Adams in einem Ofen vor den Nazis verstecken, na ja......

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Richie Pistilli
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Re: SHOCK WAVES - DIE AUS DER TIEFE KAMEN (1977) - Ken Wiederhorn

Beitrag von Richie Pistilli »

Muss gestehen, dass ich mich so gut wie an gar nichts mehr erinnern kann. Habe den Film zuletzt vor einer halben Ewigkeit gesehen und ihn als Schlaftablette in Erinnerung behalten. Wenn ich irgendwann mal wieder mehr Zeit habe, wage ich ein Refresh. Momentan widme ich die wenige Zeit eher solchen Filmen, die ich entweder noch gar nicht gesehen oder als gut in Erinnerung behalten habe. Dennoch vielen Dank für Deine ausführliche Besprechung.

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