THE BLOOD SPATTERED BRIDE - Vicente Aranda

Gruselschocker aus Großbritannien, Spanien, Frankreich usw.
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Richie Pistilli
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THE BLOOD SPATTERED BRIDE - Vicente Aranda

Beitrag von Richie Pistilli »

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The Blood Spattered Bride (D)
La novia ensangrentada (ES)
Un abito da sposa macchiato di sangue (IT)
La mariée sanglante (F)
A Ensaguentada Noiva de Drácula (POR)
Till Death Do Us Part
Bloody Fiancé
Blood Castle


ES 1972

R: Vicente Aranda
D: Simón Andreu, Maribel Martín, Alexandra Bastedo, Dean Selmier, Rosa Rodríguez, Montserrat Julió, Ángel Lombarte u.a.



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Deutsche Erstaufführung: 29. November 2024 [BD-Premiere]

Synchronkartei

Schnittbericht: Spanische Fassung (Blu-ray-Bonus) - Englische Fassung

Nischenkino

Splatting Image

Score: Antonio Pérez Olea

IMCDb

OFDb



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"Alpträume sind immer Ausdruck eines übermächtigen Verlangens, das im Leben keine Erfüllung findet und daher unterdrückt wird. Es ist erwiesen, dass die Frau aggressive Verhaltensweisen entwickelt, wenn sie mit dem Verlust ihrer Jungfräulichkeit konfrontiert ist - einem für sie traumatisierenden Ereignis, dass von ihr als grauenhaft und ersehnt zugleich empfinden wird. Die moderne Psychiatrie nennt das den 'Judith-Komplex'."


Frisch vermählt reist die jungfräuliche Braut Susan (Maribel Martín) mit ihrem Ehemann (Simón Andreu) zu dessen Familienanwesen im Norden Spaniens. Beunruhigt von den sexuellen Forderungen und patriarchalen Vorstellungen ihres Mannes, beginnt sie zu zweifeln, ob sie sich jemals mit ihrem neuen Eheleben abfinden wird. Kurze Zeit später stellt Susan schockiert fest, dass alle Porträts weiblicher Familienmitglieder im Keller weggeschlossen wurden und aus einem das Gesicht herausgeschnitten wurde. Geplagt von der Ungewissheit, was sich in der Familie ihres Mannes zugetragen hat, entwickelt sie schlimmste Alpträume, in denen ihr ein Geist einer verstorbenen Braut erscheint. Als ihr Mann eine mysteriose nackte Frau (Alexandra Bastedo) am Strand findet und sie mit zu sich nimmt, verschwimmen die Grenzen zwischen Traum und Realität zu einem eskalierenden Blutrausch. [Quelle: Subkultur Entertainment]



"Der Tugendhafte begnügt sich von dem zu träumen, was das Böse im Leben verwirklicht."


Basierend auf der Vampirnovelle „Carmilla“ von Joseph Sheridan Le Fanu aus dem Jahr 1872 inszenierte der spanische Regisseur Vicente Aranda 1972 den faszinierenden Horrorfilm THE BLOOD SPATTERED BRIDE, der aufgrund seiner drastischen Gewaltszenen und großzügigen Freizügigkeit damals nur in einer geschnitten Fassung in die Kinos kam. Der Film besticht mit nicht nur einer stimmungsvollen Kamerführung von Fernando Arribas, welche die alptraumhafte Melange aus rabiater Gewalt, sexueller Freizügigkeit und gotischer Gruselstimmung visuell hervorragend zur Geltung bringt, sondern auch mit einem langsamen und ruhigen Erzählstil, der es der Inszenierung ermöglicht, der psychologischen Tiefe der Charaktere auch genügend Platz zur Entfaltung einzuräumen. Angereichert mit Gewalt und psychosexueller Symbolträchtigkeit vermag es dem Film mit seiner Geschichte zu fesseln, obwohl diese kurzzeitig etwas schleppend voranschreitet und teils verwirrende Passagen aufweist. Letztendlich entfaltet der Streifen eine hypnotische Wirkung, bei der sich die Grenzen von Traum und Realität allmählich in Wohlgefallen auflösen - was wiederum zur zentralen Frage des Films führt: Ist Camilla Karnstein real oder existiert die lebende Tote nur in Susans Vorstellung? Zumindest verlässt Camilla in der Hälfte des Films ihre Legendenwelt und betritt die Bühne der wahren Filmbühne in einer der denkwürdigsten Szenen des Films: Eingegraben im heißen Sandstrand erblickt sie Susans Ehemann, als er eines schönen Nachmittags durch die Dünen streift. Dabei sieht man neben ihrem Arm lediglich eine Taucherbrille und einen Schnorchel aus dem Sand herausragen. Eine herrlich surreale Szene, die zwar kurzzeitig Verwirrung auslöst, aber zugleich auch mitreißt. Das Ganze gipfelt in einem verstörenden Finale, bei dem es noch einmal so richtig zur Sache geht. Auf der BD von Subkultur Entertainment befindet sich zudem ein alternatives Ende, das aufgrund der fehlenden Drastik weitaus versöhnlicher ausfällt. Zudem ließ das verdienstvolle Filmstudio für ihr HD-Release eigens eine Retrosynchro anfertigen, die letztendlich unter der Regie von Bodo Traber entstand und äußerst gut klingt. Eine hervorragende Veröffentlichung eines eindrucksvollen Films, der allgegenwärtig mit dichten Nebelschwaden der Schauerromantik verhangen ist.


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Info: Die Bilder stammen nicht von der SK-BD, sondern von einer anderen Bildquelle



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