● FOLGE 37 | DER NEUE (D|1998)
in den Hauptrollen: Barbara Freier, Cheryl Shepard, Claudia Loerding, Katy Karrenbauer und Franziska Matthus
mit Katharina Wackernagel, Imke Barnstedt, Klaus Wennemann, Burkhard Heyl, Marie-Ernestine Worch, Annette Frier, Karl-Heinz von Liebezeit und Urs Remond
eine Produktion der Grundy UFA | im Auftrag von RTL
Regie: Bodo Schwarz
Susanne Teubner befürchtet, dass ihre Tochter Nina der bevorstehenden Aussage vor Gericht nicht gewachsen sein wird, doch ihre Schwiegermutter versucht ohnehin alles, um diese zu verhindern, damit die Wahrheit über ihren Sohn nicht ans Licht kommt. Uschi König hingegen bekommt über den 18. Geburtstag ihrer Tochter Sonja Hafturlaub, die gerade mit schweren Enttäuschungen zu kämpfen hat, da ihr Freund und Manager Marc Schneider sie nur ausgenutzt hat. Da dieser anschließend unverschämte finanzielle Forderungen an Sonja richtet, möchte die junge Frau noch einmal mit ihm reden, doch dieser Besuch wird schwerwiegende Folgen für alle Beteiligten nach sich ziehen …
Für Uschi steht der letzte Hafturlaub vor ihrer frühzeitigen Entlassung an, doch sie muss sich eingestehen, dass sie zahlreiche familiäre Probleme zu regeln hat, die vor allem mit ihrer Tochter zusammenhängen. Diese schießt bei ihrem Manager und Freund Marc Schneider gerade einige Fotos, träumt weiterhin von der ganz großen Karriere, doch es kommt wie erwartet vollkommen anders. Zwei Männer platzen ins Shooting, werden lapidar mit Ronny und Dirk vorgestellt, die sich unmittelbar danach anzüglich präsentieren und sie begrapschen. Auf Sonjas Beschwerde hin kommt lediglich eine einfache, wenn auch eindeutige Antwort: »Na was wohl, Süße. Der da filmt, wie die beiden dich ficken!« Uschis Bedenken werden plötzlich Wirklichkeit, Sonja verlässt die Wohnung, doch man ahnt, dass es das noch nicht gewesen sein kann. In der Zwischenzeit spricht Susanne mit ihrem Anwalt über das weitere Prozedere. Ihre Tochter soll so gut es geht schonend behandelt werden, doch Dr. Maybach weist auf das Haifischbecken hin, in welches sie sich alle begeben werden. Er visiert eine recht unorthodoxe und rechtlich fragwürdige Möglichkeit hin, Susanne mit ihrer Tochter zu vereinen, und das vor dem Prozess. Die 37. Episode veranschaulicht ihre Thematik in zwei parallel ablaufenden und mit unterschiedlichen Problemen aufgeladenen Handlungssträngen, die den Titel sehr anschaulich unterstreichen. Das Gesetz der Serie versichert zwar indirekt, dass nicht zwei Katastrophen auf die beliebten Protagonistinnen zukommen werden, aber die wahrscheinliche Gefahr zumindest einer liegt deutlich auf der Hand. Doch zunächst verwandelt sich die angesammelte Euphorie in Resignation und Frust, da nichts so läuft, wie Susanne oder Uschi es sich vorgestellt hatten. Außerdem liegen Marlies Teubner und Marc Schneider wie der Inbegriff zweier scharfer Damoklesschwerter über dem Szenario. Thematisch wird sich die Zeit genommen, weiter in die Vergangenheit zu leuchten und aufklärend zu wirken. Gleichzeitig werden die hohen Widerstände von allen Seiten her aufgezeigt, die sich erfahrungsgemäß in den richtigen Momenten entladen können. Zwar wünscht man sich ein doppeltes Happy End, aber zunächst müssen die Möglichkeiten und somit die Luft nach unten sondiert werden.
»Ich meine, Susannes neuer Prozess ist völlig ungewiss. Mit Bewährung kann sie ja sobald nicht rechnen. Sollen Nina und Martin in die Haftanstalt ziehen?« Marlies Teubner reagiert ablehnend, als sie hört, dass es genau um derartige Möglichkeiten gehe und ihr Einverständnis, Tür und Tor zu öffnen. Sie reagiert zunächst sachlich-skeptisch und lässt die Möglichkeit offen. Sie verlangt ein Gespräch mit ihrer Schwiegertochter, um dort ihr wahres Gesicht zu zeigen. Da sie wie bei Prozessbeginn keinen Einfluss mehr auf den neuen Anwalt hat, kündigt sie unverblümt an, dass sie alle Hebel in Bewegung setzen werde, diesen Prozess zu verhindern. Immerhin lebt sie weiterhin fest in dem Glauben, dass es sich nur um Verleumdungen handelt und ihr Sohn zu sexuellem Missbrauch nicht fähig gewesen wäre. »Ihr habt sie wohl nicht mehr alle, als ob die Kinder nicht schon genug gesehen hätten!« Susanne Argumentation läuft gegen eine Wand. »Du willst Nina seelisch darauf vorbereiten, ihren Vater durch den Dreck zu ziehen. Überleg dir, wozu du deine Tochter da benutzt!« Was bildest du dir eigentlich ein? Hast du gedacht du bringst meinen Sohn um und danach geht das Familienleben fröhlich weiter, als wäre nichts geschehen? Nicht mit meinem Einverständnis und nicht so lange du hier im Gefängnis sitzt. Und du wirst hier noch sehr lange sitzen. Und ich hoffe, du vergisst nie warum!« Es scheint, als sei die Sache vom Tisch, bevor sie überhaupt angefangen hat. Bei den Königs deutet sich derweil eine Annäherung an. Ausgelassene Stimmung, Erinnerungen ohne Vorwürfe und Erleichterung, bis Marc Schneider sich über seinen Anwalt meldet, der eine hohe Geldforderung stellt. Dass er mit Sonja Pornos drehen will, ahnt Uschi dabei noch nicht, aber Sonja möchte die Angelegenheit alleine regeln. Es kommt, wie es kommen muss, ihr Zuhälter in Gedanken pocht auf sein vermeintliches Recht und argumentiert mit Verdienstausfall. Der Abend nimmt eine tragische Wendung, sodass die Weichen wieder unbarmherzig für die nächsten Episoden gestellt werden, um die Ahnungen von Glücksmomenten im Keim zu ersticken. Doch dies gilt nicht für alle Beteiligten, denn die Regie weist auf einige Lichtblicke hin, die ohne jeden Zweifel noch entgegenwirkend aufgerollt werden, auch wenn sie mit leichter Erpressung und Nötigung eingeleitet sind.
Für Uschi steht der letzte Hafturlaub vor ihrer frühzeitigen Entlassung an, doch sie muss sich eingestehen, dass sie zahlreiche familiäre Probleme zu regeln hat, die vor allem mit ihrer Tochter zusammenhängen. Diese schießt bei ihrem Manager und Freund Marc Schneider gerade einige Fotos, träumt weiterhin von der ganz großen Karriere, doch es kommt wie erwartet vollkommen anders. Zwei Männer platzen ins Shooting, werden lapidar mit Ronny und Dirk vorgestellt, die sich unmittelbar danach anzüglich präsentieren und sie begrapschen. Auf Sonjas Beschwerde hin kommt lediglich eine einfache, wenn auch eindeutige Antwort: »Na was wohl, Süße. Der da filmt, wie die beiden dich ficken!« Uschis Bedenken werden plötzlich Wirklichkeit, Sonja verlässt die Wohnung, doch man ahnt, dass es das noch nicht gewesen sein kann. In der Zwischenzeit spricht Susanne mit ihrem Anwalt über das weitere Prozedere. Ihre Tochter soll so gut es geht schonend behandelt werden, doch Dr. Maybach weist auf das Haifischbecken hin, in welches sie sich alle begeben werden. Er visiert eine recht unorthodoxe und rechtlich fragwürdige Möglichkeit hin, Susanne mit ihrer Tochter zu vereinen, und das vor dem Prozess. Die 37. Episode veranschaulicht ihre Thematik in zwei parallel ablaufenden und mit unterschiedlichen Problemen aufgeladenen Handlungssträngen, die den Titel sehr anschaulich unterstreichen. Das Gesetz der Serie versichert zwar indirekt, dass nicht zwei Katastrophen auf die beliebten Protagonistinnen zukommen werden, aber die wahrscheinliche Gefahr zumindest einer liegt deutlich auf der Hand. Doch zunächst verwandelt sich die angesammelte Euphorie in Resignation und Frust, da nichts so läuft, wie Susanne oder Uschi es sich vorgestellt hatten. Außerdem liegen Marlies Teubner und Marc Schneider wie der Inbegriff zweier scharfer Damoklesschwerter über dem Szenario. Thematisch wird sich die Zeit genommen, weiter in die Vergangenheit zu leuchten und aufklärend zu wirken. Gleichzeitig werden die hohen Widerstände von allen Seiten her aufgezeigt, die sich erfahrungsgemäß in den richtigen Momenten entladen können. Zwar wünscht man sich ein doppeltes Happy End, aber zunächst müssen die Möglichkeiten und somit die Luft nach unten sondiert werden.
»Ich meine, Susannes neuer Prozess ist völlig ungewiss. Mit Bewährung kann sie ja sobald nicht rechnen. Sollen Nina und Martin in die Haftanstalt ziehen?« Marlies Teubner reagiert ablehnend, als sie hört, dass es genau um derartige Möglichkeiten gehe und ihr Einverständnis, Tür und Tor zu öffnen. Sie reagiert zunächst sachlich-skeptisch und lässt die Möglichkeit offen. Sie verlangt ein Gespräch mit ihrer Schwiegertochter, um dort ihr wahres Gesicht zu zeigen. Da sie wie bei Prozessbeginn keinen Einfluss mehr auf den neuen Anwalt hat, kündigt sie unverblümt an, dass sie alle Hebel in Bewegung setzen werde, diesen Prozess zu verhindern. Immerhin lebt sie weiterhin fest in dem Glauben, dass es sich nur um Verleumdungen handelt und ihr Sohn zu sexuellem Missbrauch nicht fähig gewesen wäre. »Ihr habt sie wohl nicht mehr alle, als ob die Kinder nicht schon genug gesehen hätten!« Susanne Argumentation läuft gegen eine Wand. »Du willst Nina seelisch darauf vorbereiten, ihren Vater durch den Dreck zu ziehen. Überleg dir, wozu du deine Tochter da benutzt!« Was bildest du dir eigentlich ein? Hast du gedacht du bringst meinen Sohn um und danach geht das Familienleben fröhlich weiter, als wäre nichts geschehen? Nicht mit meinem Einverständnis und nicht so lange du hier im Gefängnis sitzt. Und du wirst hier noch sehr lange sitzen. Und ich hoffe, du vergisst nie warum!« Es scheint, als sei die Sache vom Tisch, bevor sie überhaupt angefangen hat. Bei den Königs deutet sich derweil eine Annäherung an. Ausgelassene Stimmung, Erinnerungen ohne Vorwürfe und Erleichterung, bis Marc Schneider sich über seinen Anwalt meldet, der eine hohe Geldforderung stellt. Dass er mit Sonja Pornos drehen will, ahnt Uschi dabei noch nicht, aber Sonja möchte die Angelegenheit alleine regeln. Es kommt, wie es kommen muss, ihr Zuhälter in Gedanken pocht auf sein vermeintliches Recht und argumentiert mit Verdienstausfall. Der Abend nimmt eine tragische Wendung, sodass die Weichen wieder unbarmherzig für die nächsten Episoden gestellt werden, um die Ahnungen von Glücksmomenten im Keim zu ersticken. Doch dies gilt nicht für alle Beteiligten, denn die Regie weist auf einige Lichtblicke hin, die ohne jeden Zweifel noch entgegenwirkend aufgerollt werden, auch wenn sie mit leichter Erpressung und Nötigung eingeleitet sind.