Heißer Tatort Tripolis (D)
Password: Uccidete agente Gordon (IT)
Agente Gordon: Operazione Mogador (IT)
L'agent Gordon se déchaîne (F)
Profession Agent secret (F)
Operación Mogador (ES)
Sete Minutos para Morrer (BRA)
Dödens agent (SWE)
Password: Kill Agent Gordon
IT / ES 1966
R: Sergio Grieco
D: Roger Browne, Helga Liné, Rosalba Neri, Miguel de la Riva, Franco Ressel, Andrea Scotti, Francesca Rosano, Silvana Jachino, Peter Blades, Dario De Grassi, Giorgio Ubaldi,Franco Lantieri u.a.
Deutsche Erstaufführung: 16. März 1967
Synchronkartei
Score: Piero Umiliani
IMCDb
OFDb
"Allah sei gelobt, Signorina. Er wird Ihnen viele Dollar schenken und mir auch ein paar".
Die amerikanische Spionageabwehr beauftragt ihren Super-Agenten Douglas Gordon (Roger Browne) einen internationalen Waffenschiebering aufzudecken, der den Vietcong illegal mit militärischer Ausrüstung beliefert. Als Erstes reist Douglas nach Paris, um eine Eventfirma namens Mogador aufzuspüren, die der Waffenschieberbande als Tarnung dient. Kurz darauf verschlägt es ihn nach Tripolis, wo er auf die Tänzerin Amalia (Rosalba Neri) trifft. Von dieser erfährt er, dass im Hafen nicht nur ein Schiff mit Ziel Fernost beladen wird, sondern dass die Bande auch gerade dabei ist, sich nach Spanien abzusetzen. Also reist Agent Gordon kurzerhand von Tripolis nach Barcelona, um der Bande endgültig das Handwerk zu legen. Vor Ort trift er auf die russische Agentin Karin (Helga Liné), die ihn fortan bei seinem Unterfangen emsig unterstützt.
Inspiriert von den Bond-Filmen der 60er-Jahre, inszenierte Sergio Grieco 1966 unter seinem üblichen Pseudonym, Terence Hathaway, den italienisch-spanisch koproduzierten Agentenfilm HEIßER TATORT TRIPOLIS, der "on Location" in Rom, Paris, Madrid, Escalona, Brihuega, Getafe, Villaviciosa de Odón und eben Tripolis gedreht wurde. Während der Film rein optisch etwas hermacht, hapert es ein wenig bei der Handlung, denn das Drehbuch wirkt konfus und ungeordnet. Stellenweise hat es sogar den Anschein, dass der dünne Handlungsstrang lediglich dazu da ist, den C.I.A.-Agenten Gordon Douglas von einer Prügelei zur nächsten zu geleiten. Dafür wurden die Prügel,- Verfolgungs- und Ballerszenen recht ordentlich ins Bild gesetzt. Was ausgefallene Agenten-Gadgets anbelangt, so kocht der Film auch hier auf Sparflamme, denn neben einem handelsüblichen Lippenstift, der einen tödlichen Laserstrahl aussendet, kommt noch ein Miniprojektor zum Einsatz, mit dem man den Inhalt von Mikrofilmen an die Wand projezieren kann, sowie ein Wanderstock, der gleichzeitig als Funkgerät genutzt werden kann. Fernerhin setzt Agent Douglas auf sanfte Foltermethoden, bei denen er seine Gegnerin mit einer Feder an der Fußsohle kitzelt. Dafür greift die Gegenseite als Folterinstrument auf elektrisierte Betten zurück. Als Hauptdarsteller wurde der US-amerikanische Schauspieler Roger Browne verpflichtet, der zuvor bereits in Umberto Lenzis HÖLLENHUNDE DES SECRET SERVICE und kurz darauf in dessen DIE HÖLLENKATZE DES KONG-FU einen Made-In-Italy-Agenten verkörperte. In HEIßER TATORT TRIPOLIS legt Roger Browne ebenso wie die beiden weiblichen Darstellerinnen, Helga Liné und Rosalba Neri, eine grundsolide Darbietung aufs Parkett. Während Helga Liné eine russische Geheimagentin spielt, die irgendwann gemeinsame Sache mit Gordon Douglas macht, verkörpert Rosalba Neri eine Tänzerin, der ein vitalisierendes Schaumbad zum Verhängnis wird. Auf Franco Ressels Rolle möchte ich aus Spoilergründen nicht näher eingehen, doch so viel sei gesagt: sein Auftritt ist äußerst energisch. Abgerundet wird das Ganze mit einer passenden Filmmusik von Piero Umiliani und einer tadellosen Synchronfassung, die von den Münchner Aventin-Filmstudios produziert wurde. Alles in Allem ein durchschnittlicher und unspektakulärer Genreverteter, der aber aufgrund seiner Bildgestaltung sowie der beteiligten Darsteller dennoch gut angesehen werden kann.
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