Ein Mann geht durch die Hölle (D)
Striker 2 (D)
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Programado Para Matar (POR)
Striker - O Exército de um Homem (BRA)
El depredador americano (PER)
Komandos (POL)
Combat Force
Nicaragua
Striker
IT / USA 1988
R: Enzo G. Castellari
D: Frank Zagarino, Melonee Rodgers, John Steiner, John Phillip Law, Werner Pochath, Pierre Agostino, Sherman 'Big Train' Bergman, Barry Shriber, Andrea Girolami, Daniel Greene, Enzo G. Castellari u.a.
Deutsche Erstaufführung: 9. Februar 1989 (VHS-Premiere)
Synchronkartei
Schnittbericht: FSK 18 - Japan VHS
Score: Detto Mariano
IMCDb
OFDb
"Man macht keine Revolution mit Glacéhandschuhen, Yankee"!
Regierungsbeauftragte erteilen John "Stryker" Slade (Frank Zagarino) einen spektakulären Auftrag. Im umkämpften Gebiet Nicaraguas wird der amerikanische Journalist Frank Morris (John Phillip Law) von Sandinisten gefangen gehalten. Der skrupellose Colonel Cayazzi (John Steiner) und seine rechte Hand Mr. Santiago (Pierre Agostino) wollen mit allen Mitteln verhindern, dass Morris brisante Dokumente außer Landes schafft. Schon bei seinem Eintreffen in Managua trifft Stryker auf eine atemberaubende Frau, die weiß, was sie will - Marta (Melonee Rodgers). Sie ist seine Kontaktperson und wird ihn begleiten. Ihr Plan, sich durch einen Trick gefangen nehmen zu lassen, um an das Versteck des Journalisten Morris zu gelangen, geht auf. Für Stryker jedoch beginnt ein höllischer, aussichtsloser Kampf. Stryker's Auftraggeber spielen indes ein doppeltes Spiel. Wird er es durchschauen und gewinnen? [Quelle: UfA]
"Ladies und Gentlemen, die patriotische Front repräsentiert die Seele Amerikas. Wir betrachten uns voller Stolz als die Hüter der Freiheit und die Feinde des Kommunismus."
Auch Enzo G. Castellari kam Ende der 80er-Jahre nicht drum herum, im Rahmen einer Auftragsarbeit ein günstig produziertes Rambo-Plagiat zu drehen, das aber im Vergleich zu vielen einschlägigen Produktionen der damaligen Zeit zweifelsfrei zu den besseren zählt. Der Film erzählt die Geschichte eines furchtlosen Einzelkämpfers, der einen befreundeten Journalisten aus den Händen nicaraguanischer Sandinisten befreien möchte. Untertstützung erhält John Slade von der adretten Marta, die ihm mit der MG in der Hand den Weg freischießt. Derweil macht Slade alles platt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Anstatt des Bogens seines großen Vorbilds besitzt Slade lediglich eine Zwille, mit der er Stahlkugeln oder Brandgeschosse auf seine Gegner abfeuert. Ansonsten feiert er endlose Ballerorgien mit dem Maschinengewehr, erhängt seine Feinde mit einer Schlinge am Baum oder erwürgt diese aus dem Hinterhalt. Er springt aus dem Wasser wie sein Vorbild und trägt auch stolz dessen schwarzes Stirnband zur Schau. Hinzu gesellen sich Folterszenen und jede Menge Explosionen. Somit handelt es sich bei STRIKER - EIN MANN GEHT DURCH DIE HÖLLE in keinster Weise um ein feingeistiges Filmprodukt, sondern um einen grobschlächtigen Action-Reißer, der seiner Bezeichnung alle Ehre macht, denn in Castellaris Film geht es vom Anfang bis zum Ende hoch her. Das simple Drehbuch stammt übrigens von keinen Geringeren als Umberto Lenzi und Tito Carpi. Als Hauptdarsteller verpflichtete Castellari den US-amerikanischen Schauspieler Frank Zagarino, der ein Jahr zuvor bereits in seinem Film SPECIAL AGENT HAMMER mitwirkte. Zagarino beherrscht zwar keineswegs die Schauspielkunst, was für seine Rolle auch nicht von großer Bedeutung ist, sondern strahlt mit seinem gestählten Körperbau eine genau die Präsenz aus, die ein italienisches Rambo-Imitat mit sich bringen muss. Außerdem war Zagarino ein erprobter Kampfsportler, weswegen seine Kampfszenen sehr gut munden. Was ein wenig verblüfft, ist die Tatsache, dass er augenscheinlich Immun gegen feindliche Kugeln ist, denn obwohl ständig nur aus wenigen Metern auf ihn gefeuert wird, bleibt er stets unverletzt. Die einzige weibliche Rolle wurde mit der Schauspielerin Melonee Rodgers besetzt, die in der Rolle der schießwütigen Marta für die ein oder andere Überraschung gut ist. Als Gegenspieler wurde kein Geringerer als John Steiner ins Rennen geschickt, der in der Rolle des sadistischen Kariasins eine grandiose Darbietung abgibt. Während Werner Pochath, der im Vorspann mit dem Pseudonym Paul Werner aufgeführt wird, einen Piloten verkörpert, der über keinerlei Verdacht erhaben ist, spielt John Phillip Law einen Journalisten, der die kriminellen Machenschaften der C.I.A. in Nicaragua aufdecken möchten. Doch leider gerät in in die Gefangenschaft der nicaraguanischen Sandinisten, aus der ihn sein Freund Slade schließlich befreien möchte. Am Ende bietet der Film auch noch eine willkommene Überraschung, denn wie aus dem Nichts taucht plötzlich noch Daniel Greene als Truckfahrer in Erscheinung. Zudem ließ es sich Enzo G. Castellari nicht nehmen, den für seine Filme obligatorischen Cameo-Auftritt zu vollziehen, wobei er dieses Mal nur kurz zu sehen ist, wie er brüllend auf einer Straße revoltiert. Seinen Film drehte er übrigens unter dem Pseudonym Stephen M. Andrews. Somit ist STRIKER - EIN MANN GEHT DURCH DIE HÖLLE ein gelungener Actionfilm, der ohne viel Brimborium in die Vollen geht. Ein sorgfältig inszenierter Streifen, der auch eine hervorragende Bildgestaltung aufweist. Und die deutsche Synchronfassung ist auch tadellos. Einzig bei der Filmmusik komme ich momentan nicht drauf, in welchem Film die Melodie von Detto Mariano schon mal zu hören war. Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es irgend ein Django-Film oder Italo-Western gewesen sein muss. Vielleicht kann jemand von den Western-Fans weiterhelfen. Die besagte Melodie ist im Trailer ab 1:20 Minute zu hören. Ein weiteres Fragezeichen betrifft den deutschen Filmtitel STRIKER 2: Warum in aller Welt wurde der Film hierzulande als zweiter Teil eines nicht existenten Vorgängers vertrieben?
Fazit: "Solche Scherze gefallen mir nicht".
Filmplakate:
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Titelvorspann und -abspann:
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Französischer, Japanischer und Polnischer Trailer:
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Deutscher VHS-Trailer: