Perry Grant - Die Waffe des Teufels (D)
Perry Grant, agente di ferro (IT)
New York dans les ténèbres (F)
Perry Grant, agente de ferro (POR)
Perry Grant - vår man från New York (SWE)
Perry Grant, O Agente de Ferro (BRA)
The Big Blackout
IT 1966
R: Luigi Capuano
D: Peter Holden, Marilù Tolo, Giacomo Rossi Stuart, Seyna Seyn, Giulio Donnini, Umberto D'Orsi, Antonella Murgia, Kitty Swan, Emilio Messina, Mario Lanfranchi, Franco Balducci, Sergio Testori u.a.
Deutsche Erstaufführung: 1994 (VHS-Premiere)
Synchronkartei
Locationvergleich
Score: Berto Pisano
IMCDb
OFDb
"Alle große Kriminellen versuchen für ihre Verbrechen eine Rechtfertigung zu finden. Sie schaffen sich eine Philosophie, die ihnen gerecht wird: Der Mythos der Macht".
CIA-Agent Perry Grant (Peter Holden) ist wieder im Einsatz: Als Modedesigner getarnt leitet Roland (Giacomo Rossi Stuart) in Rom eine Verbrecherorganisation. Sie entwickeln teuflische Waffen, um zuerst ihr Land zu beherrschen und später die ganze Welt. Eine heiße Spur führt Perry Grant in die Geheimgänge unter dem Kolosseum. Schwer kommt er hinter das Geheimnis der Geheimgänge, da die Verbrecherorganisation geschickt ihre Spuren verwischt. Schließlich kommt es zur harten Konfrontation zwischen dem CIA und der Organisation... [Quelle: E.A.T. Medien]
Für Luigi Capuano, der bis dahin überwiegend Abenteuerfilme inszenierte, war PERRY GRANT - DIE WAFFE DES TEUFELS der erste und zugleich auch einzige Abstecher ins Eurospy-Genre. Obwohl der Film recht unspektakulär ausfällt, lässt er sich gut ansehen. Im Vergleich zu den meisten einschlägigen Genreproduktionen bietet Capuanos Agentenfilm eine weitaus weniger verworrene Handlung, die es aber dennoch in sich hat: Die CIA stößt auf einen internationalen Geldfälscherring, dessen Fäden in einem Modehaus zusammenlaufen. Am Ende des Films steht Agent Perry Grant plötzlich einem Syndikat gegenüber, die mit ihrer Superwaffe Elektrizitätswerke auf der ganzen Welt eliminieren können. Natürlich findet das Ende in einer hochtechnisierten Höhle statt, in der dann auch ordentlich die Fetzen fliegen. Eigentlich soll der Film anfangs in New York spielen, obwohl er vollständig in Rom gedreht wurden. Um dem Zuschauer zu suggerieren, dass sich das Geschehen in der amerikanischen Großstadtmetropole abspielt, werden kurzerhand Archivaufnahmen der Skyline eingeblendet, bevor es dann mit dem nächsten Schnitt zurück in irgend ein römisches Filmstudio geht, in dem die Innenaufnahmen aufgenommen wurden. Als Hauptdarsteller verpflichtete Luigi Capuano unbekannten Schauspieler Peter Horten, der neben PERRY GRANT - DIE WAFFE DES TEUFELS lediglich noch in dem italienischen Western GUN SHY PILUK (1968) als Darsteller mitgewirkt, der übrigens im Fernsehen der DDR in einer synchronisierten Fassung ausgestrahlt wurde. Horton entpuppt sich zwar nicht als der große Schauspieler, macht aber in der Rolle des Agenten Grant, der ständig mit einem Bein im Grab steht und genau so oft dem Tod von der Schippe springt, eine recht gute Figur. Zudem zeigt er sich bei den Prügeleien äußerst gelenk. Sein Gegenspieler, der kriminelle Modeschöpfer Roland, wird von keinem Geringeren als Giacomo Rossi Stuart verkörpert. Als weibliche Hauptdarstellerin wurde wie so oft die reizende Marilù Tolo vor die Kamera entsendet, die in der Rolle der liebreizenden Paola Kuriel eine überzeugende Darbietung aufs Parkett legt. Dann wäre da auch noch Umberto D'Orsi, der in einer viel zu kleinen Nebenrolle einen Forschungsmitarbeiter, der bereits nach nur ein paar wenigen Minuten das Zeitliche segnet. Ein Highlight ist zweifelsfrei der Auftritt der Band "The Planets", die mit ihren treibenden Beats ordentlich Schwung in die Bude bringen. Bei "The Planets" handelt es sich um eine echte italienische Band, die von 1964 bis 1968 existierte und in mehreren italienischen Filmen als Backup-Band mitwirkte. Die eigentliche Filmmusik stammt von Berto Pisano und klingt auch nicht schlecht. Was bleibt, ist ein kurzweiliger Agentenfilmspaß, der einen zufriedenen Eindruck hinterließ.
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