INDIO - Antonio Margheriti

Peitschenhiebe, laute Explosionen, wilde Abenteuer und anderer Filmstoff aus Italien.
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Richie Pistilli
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INDIO - Antonio Margheriti

Beitrag von Richie Pistilli »

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Indio (D)
Indio (IT)
Indio. La gran amenaza (ES)
Indio: Amazonas hämnd (SWE)


IT 1989

R: Antonio Margheriti
D: Francesco Quinn, Marvelous Marvin Hagler, Rene Abadeza, Tetchie Agbayani, Larry Atlas, David Brass, David Light, Bari K. Willerford u.a.



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Deutsche Erstveröffentlichung: 8. Januar 1990 (VHS-Premiere)

Synchronkartei

Score: Pino Donaggio

OFDb



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"Auch Zucker kann sehr bitter schmecken"!


West-Point: Die Elite-Schule der US-Marines. Daniel Morell (Francesco Quinn) ist der 200%-ige Offizier. Mutig, zäh und überlegen. Doch in seinen Adern schlägt das Blut brasilianischer Indios, denn er wurde nur durch Adoption US-Bürger. Als er von seinem sterbenden Vater Abschied nehmen muss, macht er eine entsetzliche Feststellung: Ein Großkonzern vernichtet sinnlos den Regenwald. Jeder der sich dem Bau widersetzt, wird rücksichtslos getötet. Vergeblich versucht Daniel das Massaker zu stoppen. Er wird verhaftet, gefoltert und fast in die Luft gejagt. Wie durch ein Wunder überlebt er und schwört den Verantwortlichen Rache. Seine Waffen: der Dschungel und jede Menge Dynamit. Seine Feinde: der US-Multi und sein früherer Militär-Ausbilder Sergeant Iron (Marvin Hagler). [Quelle: Highlight-Video]



Im Zuge der Filmerfolge von Ted Kotcheffs RAMBO und Fabrizio De Angelis THUNDER-Filmen inszenierte Antonio Margheriti 1989 den Film INDIO, der auf einem von Filiberto Bandini und Franco Bucceri verfassten Drehbuch beruht und in Borneo, Brasilien, Argentinien sowie auf den Philippinen gedreht wurde. Der Film erzählt die Geschichte von Daniel Morell, einem adoptierten Indio, der nach seiner Ausbildung bei der US-Marine in sein Stammesdorf zurückkehrt, wo gerade ein bitterer Vertreibungskrieg stattfindet, für den sich mächtige Konzern IMC verantwortlich zeigt. Neben der Zerstörung des Regenwalds rottet der Konzern die indigenen Einwohner aus, die für das kapitalistische Bauvorhaben nicht aus ihren Dörfern weichen möchten. Als Morell daraufhin den diensthabenden Polizeichef Campos über die verübten Massaker in Kenntnis setzt, muss er feststellen, dass die brasilianische Polizei mit den Konzernmitarbeitern unter einer Decke steckt. Was folgt, sind Folter und ein kurzer Aufenthalt im Gefängnis, aus dem sich Morell aber recht schnell wieder befreien kann. Zurück im Dorf muss er zu seinem größten Entsetzen feststellen, dass die Schergen des Konzerns seinen Vater mit einem Bulldozer platt gemacht haben. Von nun an dreht Morell den Spieß um und wird vom Gejagten zum Jäger, der als eine Ein-Mann-Armee mit allerlei Naturwaffen einen blutigen Rachefeldzug gegen die mengenmäßig weit überlegeneren Konzernschergen führt. Dabei holt er nicht nur mit einer Baumfalle einen Helikopter vom Himmel, sondern feuert auch mit Palmenschleudern tnt-haltige Kokosnüsse auf seine Gegner. Somit präsentiert Antonio Margheriti handfeste Dschungel-Action, die aber im vorliegenden Fall einen ökologischen Anstrich verpasst bekam, indem er versuchte, Themen wie Umweltzerstörung, die Ausrottung indigener Völker, Kapitalismus, Militarismus und Kolonialismus in die Filmhandlung miteinfließen zu lassen. Natürlich ist das Ganze stereotypisch erzählt und der erhobene Zeigefinger wird auch ganz weit ausgefahren, aber im Kontext dieses Dschungel-Actionfilms geht die Umsetzung voll in Ordnung, denn sie macht Spaß. Und wie für einen Margheriti-Film üblich, sprengt der Regisseur fein säuberlich kleine Modellbauten in die Luft. Die Rolle des Öko-Rambos wird von dem italienischen Schauspieler Francesco Quinn verkörpert, der zuvor bereits in Oliver Stones PLATOON mitgewirkt hat. Sein Ausbilder bei den US-Marines, Jake, wird von der US-amerikanischen Boxlegende Marvelous Marvin Hagler gespielt, der zwei Jahre später in der Fortsetzung INDIO 2 - DIE REVOLTE wiederum die Hauptrolle übernehmen sollte. Und mit Brian Dennehy, der den fiesen Oberschergen Whitaker verkörpert, holte sich Margheriti einen Schauspieler an Bord, der bereits beim großen Vorbild RAMBO als Darsteller mitwirkte. Für die erstklassige Bildgestaltung zeichnete sich kein Geringerer als Sergio D’Offizi verantwortlich, wobei diese beim falschen Bildformat der deutschen VHS-Fassung nur bruchstückhaft zur Geltung kommt. Als äußerst gelungen entpuppt sich die Filmmusik von Pino Donaggio, die für diesen kleinen Öko-Actionfilm eigentlich viel zu groß geraten ist.


Fazit: "Wie leicht der Jäger doch zum Gejagten wird".


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Filmplakate:
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Score:
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Italienischer Trailer:
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Deutscher VHS-Trailer:


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