Kampf um die 5. Galaxis (D)
L'umanoide (IT)
Cosmos King (IT)
L'Humanoïde (F)
El humanoide (ES)
O Humanóide (POR)
The Humanoid
IT 1979
R: Aldo Lado
D: Richard Kiel, Leonard Mann, Corinne Cléry, Ivan Rassimov, Barbara Bach, Arthur Kennedy, Massimo Serato, Marco Yeh, Venantino Venantini, Vito Fornari, Ulla Johannsen, Attilio Duse u.a.
Deutsche Erstaufführung: 22. Juni 1979
Synchronkartei
Score: Ennio Morricone
OFDb
"Metropolis, vor unendlich langer Zeit als Planet Erde bekannt, steht vor seiner schwersten Stunde. Lord Graal ist es gelungen, von seinem Gefängnissatelliten zu entfliehen, wohin ihn sein Bruder, der Herrscher der friedlichen galaktischen Demokratie, verbannt hatte. Der machthungrige, skrupellose Lord Graal schmiedet Rachepläne, deren Gelingen der Menschheit eine düstere und ungewisse Zukunft bringen würde."
25 Jahre nach dem Ende des letzten Krieges im All erstrebt der größenwahnsinnige Craven die Weltherrschaft. Er scheint dabei alle Trümpfe in der Hand zu haben - seine Helfershelfer gehorchen ihm bedingungslos, weil er ihre Gedanken kontrolliert. Einer aber bricht aus der verbrecherischen Kette aus. Es beginnt ein gnadenloser Kampf, der für die Überlebenden der 5. Galaxis nur im totalen Krieg oder im ersehnten Frieden enden kann. Wer wird der Beherrscher des "Kappa Elements", der alles entscheidenden Waffe? [Quelle: RCA / Columbia Pictures]
Nach der erfolgten Flucht von einem Gefängnissatelliten versucht der finstere Lord Graal (Ivan Rassimov) gemeinsam mit dem ruchlosen Wissenschaftler Dr. Kraspin (Arthur Kennedy), der mit seiner entwickelten Substanz "Kappaton" Menschen in kampfwillige Humanoiden verwandeln kann, und der niederträchtigen Fürstin Lady Agatha (Barbara Bach), die tagtäglich weibliche Opfer für ihr Verjüngungsserum benötigt, die Herrschaft über die Galaxis an sich zu reißen. Unterstützt wird ihr Unterfangen von einer ganzen Armee von schwarz gedressten Sternenkriegern, die jeglichen Auftrag ihres Gebieters Graals, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken, ausführen. Nachdem es der Bande erfolgreich gelang, den friedfertigen Piloten Golob (Richard Kiel) gegen dessen Willen in einen für die böse Sache kampfbereiten Humanoiden zu verwandeln, erhält dieser den Auftrag, die an der Entwicklung von "Kappaton" beteiligt gewesene Wissenschaftlerin Barbara Gibson (Corinne Cléry) in ihrem Exil auf dem Planeten Metropolis zu eliminieren. Zusammen mit dem furchtlosen Sternen-Soldaten Nick (Leonard Mann) und dem Wunderkind Tom Tom (Marco Yeh) versucht sich die Wissenschaftlerin fortan gegen den weitaus überlegeneren Humanoid zur Wehr zu setzen, der ihr mittlerweile auf Metropolis nach dem Leben trachtet.
"Du bist genauso dumm und hilflos wie mein Bruder!"
Im Zuge des Welterfolges von KRIEG DER STERNE inszenierte der italienische Regisseur Aldo Lado 1979 unter dem Pseudonym George B. Lewis das von der Metrope Film produzierte Filmplagiat KAMPF UM DIE 5. GALAXIS, welches am 22. Juni 1979 seine Premiere in den deutschen Kinos feierte. Ein Jahr zuvor gab es bereits mit STAR CRASH - STERNE IM DUELL ein ebensolches Star-Wars-Imitat, für das sich sein Regiekollege Luigi Cozzi, verantwortlich zeigte. Was Aldo Lados Streifen betrifft, so schrieb dieser zunächst gemeinsam mit Adriano Bolzoni (QUARTA PARETE, SPEZIALKOMMANDO WILDGÄNSE und NUDO, CRUDO E...) das haarsträubende Drehbuch, bevor er sich auf dem Regiesessel nieder ließ, um den absurden Sci-Fi-Unfug in einen unterhaltsamen Film zu verwandeln. Neben Antonio Margheriti, der für die Gestaltung der Spezialeffekte angeheuert wurde, nahm Lado für die Umsetzung der Actionszenen auch noch Enzo G. Castellari als second unit Director mit ins Boot. Als Bösewicht engagierte Lado den italienischen Schauspieler Ivan Rassimov, der als Darth-Vader-Klone weitaus weniger bedrohlich wie sein finsteres Vorbild wirkt, sondern aufgrund seines überdimensionierten Helms vielmehr an Lord Helmchen aus Mel Brooks SPACEBALLS erinnert. Gemeinsam mit seinen beiden Verbündeten, der von Barbara Bach verkörperten Lady Agatha und dem von Arthur Kennedy gespielten Wissenschaftler Dr. Kraspin, versucht Lord Graal die Herrschaft über die Galaxis an sich zu reißen. Ihm gegenüber steht sein durch Massimo Serrato personifizierter große Bruder, der bis dahin als Kopf des Ältestenrates vom Planet Metropolis aus die Geschicke der Galaxis zur Zufriedenheit sämtlicher terrestrischer Bevölkerungsgruppen steuerte. Als Gegenstück von Prinzessin Leia tritt in Lados Film die von Corinne Cléry verkörperte Barbara Gibson an deren Stelle, wobei es sich bei ihrer Person um keine blaublütige Königstochter handelt, sondern um eine renommierte Wissenschaftlerin, die im wichtigsten Moment urplötzlich den Abwehrcode vergisst, mit dem der nach ihrem Leben trachtende Humanoid schlagartig handlungsunfähig gemacht werden kann. Während Leonard Manns Rolle augenscheinlich eine Art Luke Skywalker darstellen soll, wirkt der aus den beiden James-Bond-Film DER SPION, DER MICH LIEBTE und MOONRAKER als "Beißer" bekanntgewordene Richard Kiel wie das ungefähre Äquivalent zu Han Solo, der gemeinsam mit seinem Robo-Hund Kip, einem umtransformierten R2-D2-Ersatz, in seinem blechdosenähnlichen Raumschiff gemächlich durchs Weltall cruist, bis ihn Dr. Kraspin schließlich gegen seinen Willen zu einem tötungswilligen Humanoiden transmutiert. Zu guter Letzt wäre da noch der kleine Tom Tom, der nicht nur übersinnliche Kräfte besitzt und viel esoterischen Kauderwelsch vor sich hin quatscht, sondern auch der humanoidischen Sprache mächtig ist. Zudem fungiert er am immer wieder als Erklärbär. Abgerundet wird Aldo Lados Sci-Fi-Spektakel mit einer hervorragenden Filmmusik von Ennio Morricone, deren erste Takte stark an Ludwig van Beethovens "Freude, schöner Götterfunken" erinnern.
Alles in allem ist KAMPF UM DIE 5. GALAXIS ein unterhaltsamer Mummenschanz, der zwar inszenatorisch mit seinem großen Vorbild nicht unbedingt mithalten kann, dafür aber mit handgemachten Effekten und Bühnenoutfits aufwartet, die letztlich einen weitaus reizvolleren Charme besitzen. Neben der angewandten Blue-Screen Technik gibt es auch Raumschiffmodelle zu bestaunen, die an Bindfäden hängend durch die künstliche Weltraumlandschaft bewegt werden. Hinzu gesellen sich eine ganze Menge Kampf-Action, Explosionen, Laserstrahlsalven sowie ein klein wenig nackte Haut - und fertig ist Aldo Lados Star-Wars-Klone, von dem jetzt nur noch eine adäquate Heimmedien-Veröffentlichung für den deutschen Markt fehlt.
Filmplakate:
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Score:
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US-Trailer:
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Deutscher Trailer:










