Programm und Tickets ab 3. Mai verfügbar.
Festivalprofil
Das Filmfestival Nippon Connection ist die größte Plattform für japanisches Kino weltweit und findet jährlich an sechs Tagen im Frühsommer an verschiedenen Locations in Frankfurt am Main statt. Das einzigartige Film- und Kulturprogramm bietet Japan für alle Sinne, von Tradition bis Moderne. Das 25. Nippon Connection Filmfestival findet vom 27. Mai bis 1. Juni 2025 in Frankfurt am Main statt.
2024 besuchten über 19.000 Zuschauer*innen die Festivalveranstaltungen. Das Nippon Connection Filmfestival wurde im Jahr 2000 gegründet und wird überwiegend ehrenamtlich vom gemeinnützigen Verein Nippon Connection e.V. organisiert. Schirmherr*innen waren 2024 der Hessische Minister für Wissenschaft, Forschung, Kunst und Kultur, der Bürgermeister der Stadt Frankfurt am Main, und das Japanische Generalkonsulat in Frankfurt am Main.
Das Filmprogramm
Japan ist eines der innovativsten und vielfältigsten Filmländer der Welt. Das Nippon Connection Festival präsentiert jährlich mit rund 100 Filmen einen Querschnitt durch das aktuelle japanische Filmschaffen: vom Kurzfilm, Dokumentarfilm, Animationsfilm bis zum Spielfilm, darunter viele Deutschland-, Europa-, internationale und Weltpremieren.
Zahlreiche Regisseur*innen, Schauspieler*innen und Produzent*innen sind jedes Jahr beim Festival zu Gast und stellen ihre Filme persönlich vor.
Beim Festival werden sechs Preise vergeben: Nippon Rising Star Award, Nippon Cinema Award, Nippon Visions Jury Award, Nippon Visions Audience Award, Nippon Docs Award und Nippon Storytelling Award.
Das Rahmenprogramm
Beim Nippon Connection Festival kann man japanische Kultur in all ihren Facetten kennenlernen. In der Sektion Nippon Culture werden über 50 Veranstaltungen angeboten: von Teezeremonie über Kochkurse, Workshops, Performances, Ausstellungen, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Konzerte, bis zum Kinderprogramm.
Nippon Food & More
Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt: An verschiedenen Bars und Imbissständen kann man japanische Getränke, Sushi, Ramen und andere Köstlichkeiten probieren. Außerdem laden zahlreiche Verkaufsstände mit Kunsthandwerk, Filmen und Büchern zum ausgiebigen Stöbern ein. Beim Festival 2024 waren über 40 Gastronom*innen und Aussteller*innen auf dem Festivalgelände vom Künstler*innenhaus Mousonturm und dem Produktionshaus NAXOS vertreten.
Pressestimmen
»What's the best place on the planet for catching up on the entire range of contemporary Japanese cinema, from experimental shorts to commercial hits? My candidate is Nippon Connection.« Japan Times
»Nippon Connection stellt als bestbesuchtes Filmfestival im Rhein-Main-Gebiet jedes Jahr neue Besucherrekorde auf.« Strandgut – Das Kulturmagazin
»Für Film- und Japanfans ein absolutes Jahres-Highlight.« Japan Digest
»Längst gehört die bedeutendste Übersichtsschau des japanischen Filmschaffens außerhalb des Inselreichs zu den bedeutendsten deutschen Festivals. Auf einer Liste der hundert wichtigsten internationalen Filmereignisse, die das Londoner Raindance-Festival veröffentlichte, sind überhaupt nur drei deutsche Festivals gelistet: Statt München oder Hamburg empfiehlt man dort das Frankfurter Japan-Festival, dem es jedes Jahr gelingt die enorme Spannbreite dieses einzigartigen Filmlands abzubilden.« Frankfurter Rundschau
»Der definitive „place to be“ für alle, die japanische Kultur und vor allem spannende Neuigkeiten aus dem japanischen Kino für sich entdecken wollen.« Deadline
»Mehr als ein Filmfestival: In Frankfurt geht es um alle Facetten der japanischen Kultur.« Intro
»Dass sich an der Wahrnehmung Japans und seiner Kultur etwas verändert hat, daran hat das ganz dem japanischen Film gewidmete Frankfurter Festival Nippon Connection seinen Anteil.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung
»Nach zehn Filmen hat man das Gefühl, zumindest einzelne Wörter schon perfekt nachsprechen zu können, und die Lust, nach Japan zu reisen und das Land persönlich
und nicht nur auf der Leinwand zu erkunden, ist grenzenlos.« ray Filmmagazin
Die Nippon Connection Story
Jedes Jahr zwischen Mitte Mai und Anfang Juni lässt das Nippon Connection Filmfestival Frankfurt am Main für sechs Tage in Pink erstrahlen. Nippon Connection ist das weltweit größte Festival für japanischen Film und bietet mit über 100 Kurz- und Langfilmen vielfältige und spannende Einblicke in die japanische Filmkunst. Zahlreiche Filmschaffende und Künstler*innen aus Japan sind regelmäßig selbst vor Ort, um ihre Werke einem breiten Publikum vorzustellen. Durch sein abwechslungsreiches Rahmenprogramm möchte das Festival dazu anregen, die vielen Facetten der japanischen Kultur kennenzulernen und zu entdecken. Hauptveranstaltungsorte sind seit 2013 das Künstler*innenhaus Mousonturm und das Produktionshaus NAXOS.
Die Anfänge
Ende der 1990er Jahre begann alles mit einer einfachen Idee. Die beiden asienbegeisterten und kino- bzw. festivalerfahrenen Filmwissenschaftsstudierenden Marion Klomfaß und Holger Ziegler wollten an der Frankfurter Goethe-Universität japanische Filme zeigen. Denn obwohl diese Ende der 1990er Jahre große Erfolge auf internationalen Festivals feierten, waren sie im deutschen Kino und Fernsehen eine echte Seltenheit. Mithilfe einiger Mitstreiter*innen konnte die Planung des studentischen Projekts im Jahr 1999 beginnen.
Zur Vorbereitung besuchte Marion Klomfaß im Oktober 1999 das Yamagata International Documentary Film Festival und das Tokyo International Film Festival. Dort konnte sie aktuelle japanische Filme sichten und erste Kontakte knüpfen. Im April 2000 fand schließlich das erste Nippon Connection Filmfestival im Studierendenhaus der Goethe-Universität in Frankfurt-Bockenheim statt. An vier Tagen wurden insgesamt 13 Filme gezeigt. Schon damals wurde Wert auf ein umfangreiches Rahmenprogramm gelegt, um das Publikum für das Festival zu begeistern. Die Erwartungen wurden um ein Vielfaches übertroffen: Statt der erwarteten 1.500 waren es um die 10.000 Besucher*innen, die großes Interesse an aktuellen japanischen Filmen und japanischer Kultur zeigten und dem Konzept somit recht gaben.
Der überwältigende Erfolg spornte das Organisationsteam an, das Festival für die kommenden Jahre weiterzuführen. Während einer einjährigen Pause wurde der gemeinnützige Verein „Nippon Connection e.V.“ gegründet und es ging an die Planung des zweiten Nippon Connection Filmfestivals 2002. Das Festival sollte ab diesem Zeitpunkt im jährlichen Turnus stattfinden. Schon im Jahr 2002 wurden Video-Produktionen in einer eigenen Reihe gezeigt („Nippon Digital“) und in Zusammenarbeit mit dem Künstler*innenhaus Mousonturm wurde die erste Ausstellung organisiert. Im darauffolgenden Jahr gab es die erste Retrospektive („Nippon Retro“) in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Filmmuseum sowie weitere Veranstaltungen in Kooperation mit dem Literaturhaus Frankfurt.
Die Geburtsstunde des „Nippon Cinema Award“
Im Jahr 2004 wurde zum ersten Mal der „Nippon Cinema Award“ verliehen. Sechs Jahre später wurde die erste Fachjury eingesetzt. Sie verlieh zum zehnjährigen Jubiläum im Jahr 2010 erstmals den „Nippon Digital Award“ (heute: „Nippon Visions Jury Award“), der vor allem junge Filmemacher*innen unterstützen soll. Das erste Programm für Kinder („Nippon Kids“) gab es im Jahr 2012. Von 2012 bis 2014 wurde der „VGF Nippon in Motion Award“ für den besten 12-Sekunden-Spot verliehen. Im Jahr 2013 zog das Festival vom Studierendenhaus an seine aktuellen Hauptspielorte, das Künstler*innenhaus Mousonturm und das Produktionshaus NAXOS in Frankfurt-Bornheim. Der erste „Nippon Honor Award“ wurde 2015 an den Schauspieler Tadanobu ASANO verliehen. In den nachfolgenden Jahren konnte der Ehrenpreis an Kiyoshi KUROSAWA (2016), Koji YAKUSHO (2017), Shinobu TERAJIMA (2018), Shinya TSUKAMOTO (2019) und Masatoshi NAGASE (2022) übergeben werden. 2023 verlieh Nippon Connection erstmals den NIPPON RISING STAR AWARD, der herausragende Nachwuchstalente des japanischen Kinos auszeichnet. Die erste Preisträgerin war die Schauspielerin und Sängerin Toko MIURA (2023). Im anschließenden Jahr ging die Auszeichnung an Schauspielerin Kotone FURUKAWA (2024).
Der japanische Film aus wissenschaftlicher Perspektive
Seit der Gründung als studentische Initiative spielt die akademische Beschäftigung mit dem japanischen Kino eine wesentliche Rolle. Beim Festival werden regelmäßig Veranstaltungen in Kooperation u.a. mit dem Fachbereich der Japanologie und dem Institut für Filmwissenschaft der Goethe-Universität angeboten. Zahlreiche internationale Expert*innen des japanischen Kinos geben in Vorträgen und Diskussionsveranstaltungen Einblicke in das japanische Filmschaffen. Mit der Kinema Club Konferenz fand bereits zweimal eine der wichtigsten internationalen akademischen Veranstaltungen zu Film und Medien aus Japan im Rahmen des Festivals statt (2007 und 2015).
Nippon Connection On Demand
Aufgrund der Covid-19-Pandemie musste das Nippon Connection Filmfestival im Jahr 2020 und 2021 online stattfinden. Das Filmprogramm wurde auf einer festivaleigenen Video On Demand-Plattform gezeigt, und das Rahmenprogramm mit Vorträgen, Workshops, Podiumsdiskussionen und Konzerten wurde per Livestream in die heimischen Wohnzimmer übertragen. Das Online-Angebot wurde sehr gut angenommen und erreichte ein internationales Publikum (2020: 25.400 Zuschauer*innen, 2021: 22.700 Zuschauer*innen). 2022 fand das Festival hybrid statt. Von 2020 bis 2022 wurde eine Auswahl des Filmprogramms für einen Monat im Herbst / Winter als „Nippon Connection On Demand: Replay!“ erneut online angeboten.
Besucher*innenrekorde
Inzwischen sind die Besucher*innenzahlen auf rund 19.000 (2024) gestiegen. Die Fans des Festivals kommen nicht mehr nur aus Deutschland, sondern reisen aus der ganzen Welt nach Frankfurt am Main, um die neuesten japanischen Filme zu sehen. Mittlerweile hat sich das Nippon Connection Filmfestival mit über 100 jährlich gezeigten Kurz- und Langfilmen zur größten Plattform für aktuellen japanischen Film weltweit entwickelt. Die meisten Filme feiern dort ihre Deutschland-, Europa- oder internationale Premiere.
Darüber hinaus wurden im Rahmen des Festivals zahlreiche Regietalente entdeckt und in ihrem Schaffen kontinuierlich begleitet. Dazu gehören unter anderem Nobuhiro YAMASHITA, Toshiaki TOYODA oder Yuki TANADA.
Ein wichtiges Anliegen des Festivals besteht darin, den Austausch zwischen Publikum und Filmemacher*innen zu fördern. Jedes Jahr präsentieren viele Regisseur*innen, Schauspieler*innen und Produzent*innen ihre Filme persönlich und stehen dem Publikum Rede und Antwort. Unter den anwesenden Gästen waren bisher zahlreiche Größen des japanischen Films, darunter Kaori MOMOI, Koji WAKAMATSU, Shinsuke SATO, Yukihiko TSUTSUMI, Ryuichi HIROKI, Kazuyoshi KUMAKIRI, Sakura ANDO, Masaharu TAKE, Miwa NISHIKAWA, Akira OGATA, Tomorowo TAGUCHI, Koji YAMAMURA, Isao YUKISADA, Kiyohiko SHIBUKAWA und Junji SAKAMOTO.
Ein ausgezeichnetes Filmfestival
Auch in Japan selbst blieb der Erfolg von Nippon Connection nicht unbemerkt. Im Jahr 2004 wurden die Festivalorganisator*innen vom japanischen Kulturministerium (Bunkacho) nach Tokio eingeladen, um an einem Symposium zur Wirkung des japanischen Films im Ausland teilzunehmen. Es folgten weitere Einladungen zu Diskussionsveranstaltungen und Filmfestivals in Japan. Im Juli 2013 wurde Festivalleiterin Marion Klomfaß vom japanischen Außenminister für ihre Verdienste um den japanisch-deutschen Kulturaustausch mit der Gaimu Daijin Hyosho-Urkunde ausgezeichnet. 2020 erhielt Nippon Connection e.V. den renommierten JaDe-Preis. 2023 wurde an Festivalleiterin Marion Klomfaß der japanischen Orden der Aufgehenden Sonne, Goldene und Silberne Strahlen verliehen.
Nippon Connection bietet nicht nur auf der Leinwand etwas für das Auge: Seit dem ersten Festival im Jahr 2000 ist das auffallende Corporate Design ein Markenzeichen des Festivals. Die markanten Poster in zartem Rosa bis zu leuchtendem Pink stechen jedes Jahr zwischen der Plakatmasse hervor und wurden bereits mit zahlreichen deutschen Kreativ- und Design-Preisen ausgezeichnet. Die Festivalkampagnen wurden von 2000 bis 2009 von Kai Bergmann, von 2010 bis 2014 von Alex Lis und Katja Baumann sowie seit 2015 von Il-Ho Jung entworfen.
Nippon Connection Specials
Auch zwischen den Festivals präsentiert Nippon Connection regelmäßig japanische Filme im Rhein-Main-Gebiet.
Neben dem Programm selbst arbeitet das Festivalteam an zahlreichen weiteren Projekten. So brachten die Festivalorganisator*innen nach einem Tokio-Besuch verschiedene Sounds der Tokioter U-Bahn mit und gaben sie an deutsche Musiker*innen weiter, die sich von diesen Klängen zu einem imaginären Soundtrack der japanischen Mega-City inspirieren ließen. Das Ergebnis dieses Projekts erschien 2003 unter dem Titel „Nippon Connection – The Tokyo Metro Soundtrack“ als Musik-CD. Im April 2005 erschien das CD-Set „Nippon Connection Exchanging Tracks“. Zwei traditionelle japanische Musikstücke wurden renommierten Remixern aus Europa und den USA zur Verfügung gestellt. Diese ließen sich von der Atmosphäre der Stücke und den Samples inspirieren und komponierten ihre persönlichen Soundtracks. Unter dem Projekttitel „Exchanging Tracks“ drehten japanische Regisseure zu den Musikstücken Kurzfilme.
Ehrensache
Trotz der Größe des Nippon Connection Festivals und der vielen weiteren Projekte des Vereins Nippon Connection e.V. arbeitet das Organisationsteam überwiegend in ehrenamtlicher Arbeit. Das Team besteht aus mittlerweile rund 70 Personen, von Erstsemester-Studierenden bis hin zu Berufstätigen. Während des Festivals wird das Team zudem von über 100 freiwilligen Helfer*innen unterstützt, deren Herzen wie auch beim Hauptteam stark an Japan und dem japanischen Film hängen. Das Festivalbudget muss jedes Jahr neu akquiriert werden und setzt sich aus verschiedenen Förder- und Sponsorengeldern zusammen. Seit einigen Jahren können Fans des Festivals dieses außerdem über eine Kampagne auf der Online-Plattform betterplace.org mit Spenden unterstützen oder Fördermitglied (Nippon Friend) werden. Obwohl das Nippon Connection-Team schon so viel erlebt hat, ist der Enthusiasmus nach wie vor groß, und es gibt immer neue Ideen, die auf ihre Umsetzung warten.
Quelle: https://nipponconnection.com/de/festival/about/profile/ und https://nipponconnection.com/de/festival/about/history/
Mehr Info unter: https://nipponconnection.com/de/start/