IN DEN KLAUEN DER MAFIA - Stelvio Massi

Harte Kerle, grobe Keilereien, heiße Feger und unbarmherzige Gangster.
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Richie Pistilli
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IN DEN KLAUEN DER MAFIA - Stelvio Massi

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In den Klauen der Mafia (D)
Il conto è chiuso (IT)
Cuenta saldada (ES)
Solo contra la mafia (ES)
La cuenta está saldada /ARG)
The Last Round


IT 1976

R: Stelvio Massi
D: Luc Merenda, Carlos Monzón, Mariangela Giordano, Gianni Dei, Giampiero Albertini, Mario Brega, Leonora Fani, Nello Pazzafini, Giovanni Cianfriglia, Claudio Ruffini, Susana Gimenez u.a.



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Deutsche Erstaufführung: 1983 (VHS Premiere - Arcade Video)

Synchronkartei

Italo-Cinema

Nischenkino

Drehortvergleich

Score: Luis Bacalov

IMCDb

OFDb



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Er kommt aus dem Süden, um im reichen italienischen Norden Arbeit zu finden. Doch Marco Russo (Carlos Monzón) gerät direkt zwischen die Fronten zweier rivalisierender Gangsterbanden, angeführt vom schneidigen und waffenverliebten Rico Manzetti (Luc Merenda) auf der einen und dem schmierigen und feisten Bobo Belmondo (Mario Brega) auf der anderen Seite. Sie haben die Macht in der Stadt an sich gerissen und aufgeteilt. Wer zwischen ihre Schusslinien gerät, der lebt nicht mehr lange. Unlängst hat sich die Polizei feige verkrochen und über ambitionierte Staatsanwälte hauchen in der stechenden Mittagssonne auf offener Straße im Trommelfeuer entfesselter Maschinenpistolen ihr Leben aus. Vor diesem Hintergrund beginnt Marco Russo ein riskantes Unterfangen: Mit Geschick und Tücke will er beide Banden gegeneinander ausspielen. Doch welchen Plan verfolgt er wirklich? Was lässt einen aufrechten Sizilianer so tief in die Niederungen menschlichen Handelns hinabsteigen? [Quelle: Anolis]


Die Gewalt kennt nur einen Gegner - die Rache. Die Mafia beherrscht die Stadt - skrupellos, brutal und grausam ersticken die Brüder Manzetti (Luc Merenda, Gianni Dei und Claudio Zucchet) jedes Recht und jeden Widerstand. Bis Marco (Carlos Monzón) auftaucht. Die Rache am Mord seiner Mutter und seiner Schwester ist stärker als die Angst vor der Mafia. Er spielt Böses gegen Böses aus - schürt einen grausamen Bandenkrieg gegen die Manzettis. [Quelle: Arcade Video]


Ein Mann (Carlos Monzón) kommt in die Stadt um sich zu rächen. Seine Mutter und seine Schwester wurden ermordet. Auf der Suche nach dem Mörder gerät er zwischen zwei Mafiaorganisationen, den Manzettis (Luc Merenda, Gianni Dei und Claudio Zucchet) und Belmondos (Mario Brega). Mit List und Scharfsinn begegnet er brutaler Gewalt. Doch in der "letzten Runde" rechnet er eiskalt mit dem Mörder ab. Ein harter Typ erkämpft sein Recht und durchbricht alle Schranken der Mafia [Quelle: Solitaer Video]





Basierend auf einem Drehbuch von Piero Regnoli, das wiederum auf einer Rachegeschichte beruht, die ebenfalls von Akira Kurosawa (YOJIMBO - DER LEIBWÄCHTER), Sergio Leone (FÜR EINE HANDVOLL DOLLAR) und Andrea Bianchi (DIE RACHE DES PATEN) verfilmt wurde, inszenierte Stelvio Massi 1976 einen grundsoliden Gangsterfilm, der den gesamten Handlungsverlauf über keine Gefangenen macht. Im Vergleich zu den meisten seiner Filmen kommt IN DEN KLAUEN DER MAFIA inszenatorisch sehr gradlinig daher, denn Massi hatte sich offensichtlich dazu entschieden, auf seine obligatorischen Nebenhandlungsstränge, die oftmals ins Leere laufen, komplett zu verzichten. Ferner wirkt sein Film wie ein drastischer Italo-Western, dessen Handlung sich im urbanen Umfeld der italienischen Hauptstadt im Jahr 1976 abspielt. Als Hauptdarsteller verpflichtete Stelvio Massi den argentinischen Ex-Profi-Boxer Carlos Monzón, der alleine schon aufgrund seiner athletischen Statur eine gute Figur abgibt. Hinzu kommt seine markante Physiognomie, durch die die Rolle eines harten Kerls, der einsam und alleine einen unerbittlichen Rachfeldzug führt, perfektioniert wird. Da stört es auch kaum, dass seine sonstigen schauspielerischen Qualitäten ein klein wenig hinken. Das Ziel seiner Rache ist der von Luc Merenda verkörperte Mistkerl Rico Manzetti, der einige Jahre zuvor sowohl seine Mutter als auch seine Schwester grausam misshandelte und anschließend tötete. Normalerweise kennt man Luc Merenda nur als hartgesottenen Polizisten, der mehr oder minder auf der guten Seite agiert, während er dieses Mal eine dermaßen verabscheuungswürdige Kackbratze mimt, die einen Platz im Olymp der degeniertesten Saukerle des italienischen Polizeifilms sicher hat. Rico Manzetti ist nicht nur ein besessener Waffennarr, der die Kunst des Präzisionsschießens beherrscht, sondern auch ein gewissenloser Schweinehund, der eine blinde Minderjährige, die wiederum von der einschlägig erprobten Leonora Fani gespielt wird, vor den Augen Giampiero Albertini mißhandeln lässt. Eine sehr unangenehme Szene, die mächtig an die Nieren geht. Nebenbei beutet er selbst in seiner Villa eine Frau mit ihrer Tochter aus, die ihm beide hilflos ausgeliefert sind. Während seine beiden Brüder, Beny und Alex, von Gianni Dei und Claudio Zucchet gespielt werden, verkörpern Nello Pazzafini, Giovanni Cianfriglia und Claudio Ruffini seine treuergebenen Leibwächter, die obendrein die dreckige Arbeit für ihn erledigen. Und wie es sich für einen urbanen Westernhelden gehört, geht auch Marco Russo sprichwörtlich durch die Hölle, indem er ein qualvolles Martyrium durchlebt, dass dem von Corbuccis DJANGO gleichkommt.


Inszenatorisch bietet Massis Rachespektakel erstklassige Bildkompositionen, für die sich kein Geringerer als der versierte Kameramann Franco Delli Colli verantwortlich zeigte. Für die musikalische Untermalung zeichnete sich dieses Mal Luis Bacalov aus. Dabei verwendet er eine einprägsame Glockenspielmelodie einer Spieluhr, die eindeutig Ennio Morricone Tribut zollt. Auch was die deutsche Synchronfassung angeht, gibt es nichts zu meckern, obwohl die untypische Sprecherstimme von Luc Merenda zunächst etwas gewöhnungsbedürftig anmutete. Alles in Allem ein solider Gangsterfilm, bei dem Rache und Gewalt im Mittelpunkt stehen.


Fazit: "Ein knallharter Mafia-Thriller ohne Kompromisse, eiskalt, konsequent und erbarmungslos. Actionstark und perfekt inszeniert." [Quelle: Arcade Video]


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