DIE LETZTE RECHNUNG SCHREIBT DER TOD - Mario Caiano

Harte Kerle, grobe Keilereien, heiße Feger und unbarmherzige Gangster.
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Richie Pistilli
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DIE LETZTE RECHNUNG SCHREIBT DER TOD - Mario Caiano

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Die letzte Rechnung schreibt der Tod (D)
Milano violenta (IT)
Terror Commando (F)
Brigada especial (ES)
Bloody Payroll
Violent Milan


IT 1976

R: Mario Caiano
D: Claudio Cassinelli, Elio Zamuto, Silvia Dionisio, Vittorio Mezzogiorno, John Steiner, Biagio Pelligra, Salvatore Puntillo, Luciana Scalise, Margherita Horowitz, Luigi Casellato, Massimo Mirani u.a.



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Deutsche Erstaufführung: Oktober 1983 (VHS-Premiere)

Synchronkartei

Italo-Cinema.de

Nischenkino

Drehortvergleich

Score: Gianfranco Plenizio / I Pulsar

IMCDb

OFDb



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"Für Witze habe ich jetzt keine Antennen."


Ein Raubüberfall auf ein großes Industriegebäude. Die Polizei umstellt das Haus. Zwei der Gangster (Vittorio Mezzogiorno und Biagio Pelligra) können mit dem Geld fliehen, die beiden anderen (Claudio Cassinelli und John Steiner) erzwingen durch Geiselnahme ein Fluchtauto. Doch sie kommen nicht weit, denn das Benzin geht aus. Einer der Gangster wird an der Tankstelle erwischt, der andere, aus Zuhälterkreisen, flüchtet verletzt zu einer Prostituierten (Silvia Dionisio). Von ihr erfährt er, dass die mit dem Geld geflüchteten Komplizen in einem alten Schlachthof untergetaucht sind. Die Jagd nach dem Geld beginnt, ein Komplize traut dem anderen nicht über den Weg, jeder will den Hauptanteil. Wer im Weg steht wird kaltblütig liquidiert. Die letzte Rechnung zahlt der Tod… [Quelle: filmArt]




DIE LETZTE RECHNUNG SCHREIBT DER TOD ist der zweite von vier Polizeifilmen, den Mario Caiano während seiner langen Regiekarriere inszenierte. Im Vergleich zu seinem Vorgänger
(...A TUTTE LE AUTO DELLA POLIZIA) drehte Caiano die Actionschraube zwar etwas nach oben, ohne dabei aber das hohe Niveau seines dritten Poliziottescos (DIE KILLER-MEUTE) zu erreichen. In DIE LETZTE RECHNUNG SCHREIBT DER TOD erzählt Caiano die Geschichte eines brutalen Raubüberfalls, bei dem die vier Täter auf der Flucht vor der Polizei trennen müssen. Während Vittorio Mezzogiorno und Biagio Pelligra mit der Beute in ihrem Fluchtauto vor der nahenden Polizei fliehen können, müssen sich Claudio Cassinelli und John Steiner vor Ort zunächst noch etwas mit den Staatsbeamten herumschlagen, bevor diesen ebenfalls mehr oder minder erfolgreich die Flucht mit zwei Geiseln in einem von der Polizei zur Verfügung gestellten Fluchtwagen gelingt: Während Cassinelli es schafft, sich vor seinen Verfolgern in Sicherheit zu bringen, macht John Steiner eine schicksalhafte Bekanntschaft mit einem LKW, die sein Leben von jetzt auf gleich schlagartig ändert. Somit fällt die erste Filmhälfte mit ihren bleihaltigen Schießereien und halsbrecherischen Verfolgungsjagden enorm actionlastig aus. In der zweiten Hälfte konzentriert sich der Film auf den gewalttätigen Disput, der sich zwischen den drei verbliebenen Gangstern aufgetan hat, denn Vittorio Mezzogiorno und Biagio Pelligra spielen gegenüber Claudio Cassinelli ein verdammt falsches Spiel.


Obwohl ich es jedes Mal wieder aufs Neue als gewöhnungsbedürftig empfinde, Claudio Cassinelli in der Rolle eines schmierig frisierten Verbrechers zu sehen, spielt er die Rolle dennoch sehr überzeugend. Als "gefährlichster Kunde" der Mailänder Polizei hält er nicht nur den von Elio Zamuto verkörperten Kommissar Fosci auf Trab, sondern auch seine beiden sauberen Kollegen, die sich mit der gemeinsamen Beute aus dem Staub machen wollen. Dabei macht er weder Gefangene, noch erwärmt sich sein Herz beim Anblick der reizenden Silvia Dionisi, denn Cassinelli spielt einen überzeugten Einzelgänger, der einzig sich selbst der Nächste ist - oder um es mit den Worten seines behandelnden Arztes auszudrücken: "ein wütender Hund, der sich selbst zerfleischt." Obendrein bekam Claudio Cassinelli in der deutschen Synchronfassung die Bankräuberstimme schlechthin verpasst, nämlich die von Heinz Klett. Und da die Handlung von Caianos Film gegenüber Rols Olsens BLUTIGER FREITAG einige Parallelen aufweist, wie beispielsweise das auffallend ähnliche Ende, kam mir die deutsche Filmsensation während der Sichtung auch mehrfach in den Sinn. Leider erreicht DIE LETZTE RECHNUNG SCHREIBT DER TOD letztlich nicht den Wumms, den BLUTIGER FREITAG den Zuschauern mit einer unnachahmlichen Wucht um die Ohren schleudert. Was aber bleibt, ist ein rasant inszenierter Poliziottesco, der alle notwendigen Ingredienzen beinhaltet, die das Polizeifilmliebhaberherz höher schlagen lässt.


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