DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Schwarze Handschuhe, undurchsichtige Typen, verführerische Damen und stylische Kills.
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Prisma
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DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Prisma »



Ida Galli   Analía Gadé   in

DAS HAUS IM NEBEL


● LA MANSIÓN DE LA NIEBLA / QUANDO MARTA URLÒ DALLA TOMBA / DAS HAUS IM NEBEL (E|I|1972)
mit Andrés Resino, Lisa Leonardi, Franco Fantasia, Alberto Dalbés, Yelena Samarina, José Luis Velasco
George Rigaud, Saturno Cerra, Magoya Montenegro sowie Eduardo Fajardo und als Gast Ingrid Garbo
eine Produktion der Mundial Film | Tritone Cinematografica
ein Film von Francisco Lara Polop


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»Wir gehören zu verschiedenen Welten!«


Eine alte, verlassene Villa, die sich in der Nähe eines Friedhofs befindet, bekommt ungewöhnlichen Zulauf mehrerer Personen, da sich im dichten Nebel verfahren und dorthin verirrt haben. Zufällig ist auch die Besitzerin des Anwesens, namens Martha Clinton (Ida Galli) zugegen, die ihre unfreiwilligen Gäste mit allerlei kryptischen Geschichten über Aberglaube, mysteriöse Todesfälle und Vampire versorgt. Genau aus diesem Grund soll auch das umliegende Dorf so gut wie verlassen sein. Bei dieser Gelegenheit stellt sich ebenfalls heraus, dass sich einige der Leute bereits zu kennen scheinen. Da es schon im Vorfeld zu äußerst merkwürdigen Geschehnissen gekommen war, geht man sehr beunruhigt zu Bett. Was allerdings niemand ahnen konnte ist, dass die bevorstehende Nacht in einem schrecklichen und blutigen Albtraum gipfelt...

Bei "Das Haus im Nebel" handelt es sich um das Regie-Debüt des spanischen Regisseurs Francisco Lara Polop, bei dem gleich zu Beginn der Versuch auszumachen ist, formvollendete Momente zu präsentieren und auf eine beunruhigende Marschrichtung zu setzen, ausstaffiert mit allerlei wirksamen Zutaten des Gruselfilms. Bei diesem Beitrag ist es daher vielleicht angebracht, sich erst gar nicht eingängig über »Sein oder Nichtsein«, respektive mit der Frage zu beschäftigen, ob es sich um einen lupenreinen, beziehungsweise anteiligen Giallo, oder eben gar keinen handelt. Unter diesem Gesichtspunkt kommt es der doch sehr atmosphärischen Produktion möglicherweise nicht zugute, da falsche Vorstellungen oder zu hohe Erwartungen geweckt werden. Gleich die ersten Minuten warten mit zahlreichen Szenen auf, die aufmerksamkeitsfördernd wirken. Verheißungsvolle Musik und wirklich gruselige Sequenzen ebnen den Weg zu der verlassenen Villa, in der zugegebenermaßen zu schnell ein mögliches Zufallsprinzip ausgeschlossen wird. Jedoch ist so schnell auch wieder nicht zu erahnen, wo der Verlauf eigentlich hin möchte. Klassische Elemente treiben ein eigentümliches Wechselspiel mit einer zeitgemäß wirkenden, wenn auch teilweise halbherzig ausgearbeiteten Fa­çon, im Sinne von möglicherweise erwarteten Schauwerten und typischen Kindern dieser Zeit. In der Zwischenzeit stützt man sich auf die anfänglichen Eindrücke voller Atmosphäre, doch die Spannungskurve lässt immer wieder abrupt nach, setzt dabei auf einige ausladende Dialoge, die für die notwendigen Hintergrundinformationen des Szenarios sorgen sollen. In diesem Zusammenhang beißt sich die vorhandene deutsche Synchronisation immer wieder auffällig mit den schnell etablierten Eindrücken, und das im Sinne von zu flapsig, oder der Stimmung und Situation zu wenig angemessen.

Die Geschichte lässt sich dem Empfinden nach zu viel Zeit, wirkt inhaltsmäßig hin und wieder zu wenig forciert, wobei dies bestimmt mit einer gewissen Absicht geschieht, um in den richtigen Momenten für Paukenschläge zu sorgen, die es auch glücklicherweise geben wird. Francisco Lara Polop gelingt es oftmals sehr eindringlich, Momente des plötzlichen Schocks und der an den Nerven zerrenden Angst zu fabrizieren. Die dabei zur Geltung kommende, sich beschleunigende Akustik, die beispielsweise mit Herztönen und wirrem Gelächter durchzogen ist, vermag es spielend, den geneigten Zuschauer zu strapazieren. Die musikalische Untermalung des italienischen Komponisten Marcello Giombini packt dabei unerbittlich und sehr wirkungsvoll zu, begünstigt somit die anvisierte Spannung hervorragend und denkbar einfach. Auch das Spiel mit Licht, Schatten und dem Leitmotiv Nebel erzielt spielend seine beunruhigende Wirkung. Übersinnliche Motive richten sich hierbei zwar gekonnt auf, doch insgesamt vermisst man das kontinuierliche aufrecht Erhalten dieser Eindrücke und die Spannung wird zu oft grob-fahrlässig verspielt, was angesichts des grundsätzlich betriebenen Aufwands schade ist. Im Endeffekt schwächelt die Storyline im Rahmen der Herkömmlichkeit und man findet sich in der altbekannten Situation wieder, darüber nachzudenken, dass Potential ungenutzt verstrichen ist. Diese Kritikpunkte sollen jedoch kein Grund zur Ernüchterung sein, denn "Das Haus im Nebel" ist trotzdem unheimlich unterhaltend und hierfür sind ebenfalls die überaus gerne gesehenen Interpreten mit verantwortlich, die sich sehr als anpassungsfähig präsentieren und für markante Eindrücke sorgen können, wenngleich die Konstellationen letztlich oberflächlich bleiben.

Wenn sich Ida Galli die Ehre gibt, ist es stets ein besonderes Vergnügen, vorausgesetzt man hat eine Antenne für ihr wie so häufig eher dezent angelegtes Schauspiel. Hier erneut unter ihrem Pseudonym Evelyn Stewart unterwegs, passt sie sich dem düsteren Set nicht nur effektiv an, sondern hat der morbiden Atmosphäre sehr viel aufgrund ihrer Körpersprache zu geben. Ihre beinahe maskenhaften Züge unterstützen die geheimnisvolle Aura dieser Dame, die die bunt zusammen gewürfelte Entourage mit verheißungsvollen Geschichten versorgt. Gallis geheimnisvolle Ausstrahlung wirkt dabei wie gemacht für eine derartige Geschichte und insgesamt liefert sie eine dichte und gut dosierte Performance, die aufgrund ihrer Vorzüge in Erinnerung bleibt. Die weibliche Doppelspitze wird von der Argentinierin Analía Gadé abgerundet, zu sehen in der Rolle der Protagonistin Elsa. Über sie werden gewisse Beschützerinstinkte wach, denn die attraktive Darstellerin gerät mehr als einmal unfreiwillig in Gefahr und dient bereitwillig als Projektionsfläche für Angst und Schrecken. Bekannte Genre-Gesichter wie beispielsweise Franco Fantasia, Alberto Dalbés oder Eduardo Fajardo erledigen ihre Aufgaben zufriedenstellend und der Verlauf ist mit diesen Herrschaften quasi nur als eine Frage der Zeit angelegt, da man förmlich darauf wartet, dass sich die Reihen merklich lichten werden. Unabhängig von etwa vorhersehbaren Elementen des Verlaufs, gibt es neben den vielen schauderhaften Sequenzen als Obolus einen willkommenen Whodunit, sowie ein überzeugendes Finale. Francisco Lara Polops "Das Haus im Nebel" ist unterm Strich ein kurzweiliges Grusel-Vergnügen geworden, das über ganz großartig in Szene gesetzte Schreckensmomente verfügt, das einige dramaturgische Schwächen nicht zuletzt wegen der gebündelten Intensität relativieren kann. Überzeugend!

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alan_cunningham
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von alan_cunningham »

Noch ein Film, den ich vor kurzem erst gesehen habe! :) Wirkte bestimmt 1972 schon leicht angestaubt - was mir gerade besonders gut gefällt! :D Die unheimliche Szene mit Ida Galli im Bett ist ein echter Schockeffekt gewesen :shock: Düstere Atmosphäre, bekannte Nasen und rätselhafte Vorgänge ... Toller Film! :)

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Richie Pistilli
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Richie Pistilli »

Filmmusik:

Zuletzt geändert von Richie Pistilli am Mo., 05.01.2026 06:36, insgesamt 2-mal geändert.

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Prisma
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Prisma »

Ich finde "Das Haus im Nebel" auch toll. Die Screenshots weisen sehr gut auf die morbide Atmosphäre hin, die hier besonders intensiv zur Geltung kommt.
Aber für einen Galli-Giallo bin ich ohnehin immer zu haben. :D

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Dschallogucker
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Dschallogucker »

Ich hab die kürzlich erschienene deutsche Blu gekauft und die ist technisch sehr gut (nur der englische Ton ist blechern, der deutsche aber ist gut)
Bin so ziemlich begeistert vom Film, hatte weniger erwartet. Gebe 9/10 Punkte.
Der Film nimmt nur langsam Fahrt auf, sieht ja erstmal nach einem Road Movie aus :mrgreen:
Aber dann wird es irgendwann blutig und auch sehr spannend. Im Gegensatz zu vielen anderen ähnlich gelagerten Filmen bin ich auch mit dem Ende sehr zufrieden :)

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Prisma
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Prisma »

Dschallogucker hat geschrieben:
Di., 27.12.2022 00:34
Bin so ziemlich begeistert vom Film, hatte weniger erwartet.

Das ging mir damals ganz genauso und ich fand den Verlauf insgesamt ganz überraschend und originell von der Inszenierung her. Leider habe ich den Film bislang noch nicht mit besserem Bild geschaut, das war nämlich bei der Erstansicht so ein Thema, bei dem ich mir dachte, dass der Film dann auf jeden Fall noch besser wirken muss. Das werde ich demnächst mal in Angriff nehmen, immerhin spielt ja Ida Galli mit. :)

Italo
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Italo »

Dschallogucker hat geschrieben:
Di., 27.12.2022 00:34
Ich hab die kürzlich erschienene deutsche Blu gekauft und die ist technisch sehr gut (nur der englische Ton ist blechern, der deutsche aber ist gut)
Bin so ziemlich begeistert vom Film, hatte weniger erwartet. Gebe 9/10 Punkte.
Der Film nimmt nur langsam Fahrt auf, sieht ja erstmal nach einem Road Movie aus :mrgreen:
Aber dann wird es irgendwann blutig und auch sehr spannend. Im Gegensatz zu vielen anderen ähnlich gelagerten Filmen bin ich auch mit dem Ende sehr zufrieden :)

Es wäre ja eine gute Blu-ray, wenn die den Ton richtig angepasst hätten. Es wimmelt von streckenweise, sehr starken Asynchronitäten.

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Dschallogucker
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Dschallogucker »

ist mir nicht aufgefallen

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Richie Pistilli
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Richie Pistilli »

Muss gestehen, dass mir bei der Sichtung keine Asynchronitäten aufgefallen sind, was aber nichts zu heißen vermag.
Dafür hatte ich den Eindruck, dass die BD im Vergleich zu den obigen Screenshots der TV-Fassung eine andere Farbgebung aufweist. Dies fiel mir besonders bei dem fehlendem 'blau' der Nachtaufnahmen auf. Wenn jemand 3-4 Screenshots der BD posten kann, dann würde ich einen Bildvergleich erstellen.

Italo
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Italo »

Speziell in der zweiten Hälfte, da kommt ein Schuss schon mal eine Sekunde später. Ich frage mich wie aufmerksam ihr Filme schaut? Speziell gegen Ende ist es echt massiv.

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Richie Pistilli
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Richie Pistilli »

Italo hat geschrieben:
Fr., 27.01.2023 01:50
Ich frage mich wie aufmerksam ihr Filme schaut?

Natürlich im Halbschlaf auf dem Handy...

Italo
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Italo »

Richie Pistilli hat geschrieben:
Fr., 27.01.2023 05:48
Italo hat geschrieben:
Fr., 27.01.2023 01:50
Ich frage mich wie aufmerksam ihr Filme schaut?

Natürlich im Halbschlaf auf dem Handy...

Smartphone Kid! :mrgreen:

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Richie Pistilli
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Richie Pistilli »

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Das Haus im Nebel (D)
Quando Marta urlò dalla tomba (IT)
La mansión de la niebla (ES)
El asesino de la niebla (ES)
Maniac mansion (F)
The Murder Mansion

IT / Es 1972

R: Francisco Lara Polop
D: Analía Gadé, Andrés Resino, Lisa Leonardi, Evelyn Stewart, Eduardo Fajardo, Jorge Rigaud, Franco Fantasia, Alberto Dalbés, Ingrid Garbo, José Luis Velasco, Saturno Cerra u.a.



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Deutsche Erstveröffentlichung: VHS-Premiere

Synchronkartei

Italo-Cinema

Nischenkino

Score: Marcello Giombini

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OFDb



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Irgendwo in einem nicht sonderlich bevölkerten Landstrich Italiens kommen verschiedene Leute aufgrund extrem dichten Nebels erst in Notlage und dann in Kontakt. Die wohlhabende Erbin Elsa (Analia Gadé) verunglückt an einem Friedhof mit ihrem Wagen, als sie gerade zu ihrem untreuen Ehemann (Alberto Dalbes) fahren will. Als sie von unheimlichen Gestalten, verfolgt wird, ergreift sie die Flucht - um von dem Biker Fred (Andres Resino) und der Anhalterin Laura (Anna Lisa Nardi) aufgegriffen zu werden... [Quelle: 375 Media]



Francisco Lara Polops DAS HAUS IM NEBEL ist auf den ersten Blick ein Mystery-Thriller, der sich bei genauerer Betrachtungsweise aber mehr als ein Psycho-Giallo entpuppt, in dem die spanische Hauptdarstellerin Analia Gadé das Opfer einer perfiden Intrige wird. Ein ganz hervorragender Film, der gotische Schauerromantik gekonnt mit einem spannenden Whodunit-Plot vermengt, der genauso gut einer Edgar-Wallace-Filmproduktion entsprungen sein konnte. Fernerhin versprüht der Streifen eine dichte Schaueratmosphäre, die in den spinnennetzverhangenen Räumlichkeiten der Spukhaus-Villa oder im dichten Nebel auf dem Friedhof erst so richtig ihre Wirkung entfaltet. Obwohl die Geschichte oberflächlich gestrickt wirkt, bleibt die Filmhandlung bis zu ihrem bitterbösen Ende spannend erzählt. Hinzu gesellen sich hervorragende Darbietungen zahlreich bekannter Schauspieler sowie eine hörenswerte Filmmusik von Marcello Giombini, welche die unheimliche Atmosphäre des Streifens nochmals unterstreicht. Alles in allem ein beeindruckender Thriller, den mir jedes Mal aufs Neue großen Spaß bereitet.


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Titelvorspann:
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Trailer:
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Prisma hat geschrieben:
Sa., 07.11.2020 22:03
Ich finde "Das Haus im Nebel" auch toll. Die Screenshots weisen sehr gut auf die morbide Atmosphäre hin, die hier besonders intensiv zur Geltung kommt.

Habe die Screenshots der spanischen TV-Fassung um ein paar Beiträge nach unten verschoben ;)

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Dschallogucker
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Dschallogucker »

Du kannst hier schieben wie du willst, mein Fazit ist eindeutig:
Hier im dp-Forum kommt der Film deutlich besser an als bei der ofdb, wo er nur 5-6/10 erreicht

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Richie Pistilli
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Richie Pistilli »

Dschallogucker hat geschrieben:
Mo., 05.01.2026 22:53
Hier im dp-Forum kommt der Film deutlich besser an als bei der ofdb, wo er nur 5-6/10 erreicht

Das ist ein Grund, warum ich mich hier so wohl fühle :)

Gehe mal davon aus, dass die wenigsten OFDb-User ein Faible für solch alte Eurofilmproduktionen besitzen.
Der Großteil wird vermutlich aktuelle Filme oder klassische Hollywood-Produktionen vorziehen.

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alex_wintermute
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von alex_wintermute »

Mich stört besonders auf OFDB, dass dort nicht unterschieden wird, ob man den Film im O-Ton oder in der dt. Synchro gesehen hat. Die Bewertungsnote schließt leider beides mit ein. Es gibt unzählige Filme aus USA, Europa oder Asien, die in der dt. Synchro wesentlich schlechter sind, als im Original. Natürlich gibt es auch Ausnahmen und einige wenige Filme empfinde ich persönlich sogar in der dt. Synchro besser als im Originalton. Mal ganz abgesehen von den eigentlichen Fassungen eines Films, worauf die Gesamtnote sich bezieht, sei es KF, DC, Ext. Cut, etc... auch darauf wird bei der OFDB nicht eingegangen. Auch in diesem Punkt kann es zu drastischen Abweichungen kommen bzw. der Filmgenuss radikal geschmälert werden. Oder umgekehrt. Folglich muss man die alleinige Gesamtnote auf OFDB immer mit Vorsicht genießen. Und IMDB auch so ein Problemfall, da werde ich das Gefühl nicht los, dass dort einige Filme gepusht werden, sei es von Usern, die am entsprechenden Film mitgewirkt haben oder von irgendwelchen durchgeknallten Fangruppen. Als Beispiel: "The Shawshank Redemption" aka "Die Verurteilten"... wahrlich unfassbar, dass der Film mittlerweile seit Jahrzehnten die Nummer 1 der besten Filme aller Zeiten ist und noch nie in dem Zeitraum von Platz 1 verdrängt wurde. Für mich ist dieser Schmalzfilm lediglich solide. Schätze mal, dass dort die Stephen King Fraktion bzw. Fanbase die Finger mit im Spiel hatte/hat. Vermute ich mal...!

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Prisma
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Prisma »



Ich hatte den Film bestimmt seit 10 Jahren nicht mehr gesehen, das war noch zu Zeiten des alten Forums. War damals aber trotz der unübersichtlichen Bildqualität ein Volltreffer. Die Tage habe ich ihn erstmals in Glanz und Gloria gesehen und da ergibt sich ein ganz anderes Bild. Zwar muss ich sagen, dass es für mich bestimmt ein Film bleibt, der vor allem von der Erstansicht profitiert und anschließend leicht verliert, aber gefallen hat er mir nach wie vor sehr gut. Die morbide Atmosphäre kommt hier sehr gut an, genau wie die gruseligen Elemente und die Entourage weiß ohnehin zu gefallen. Das gilt vor allem für Ida Galli, die ich ohnehin immer gerne sehe.

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Richie Pistilli
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Re: DAS HAUS IM NEBEL - Francisco Lara Polop

Beitrag von Richie Pistilli »

alex_wintermute hat geschrieben:
Do., 08.01.2026 21:36
Mich stört besonders auf OFDB, dass dort nicht unterschieden wird, ob man den Film im O-Ton oder in der dt. Synchro gesehen hat. Die Bewertungsnote schließt leider beides mit ein.

Ich habe grundsätzlich Probleme mit solchen Pauschalbewertungen, denn unabhängig von der Sprachfassung fällt es mir persönlich schwer, einen Film in ein starres Notensystem einzuordnen. Hinzu kommen die unterschiedlichen Sehgewohnheiten, die sich nicht nachvollziehbar in einer pauschalen Benotung niederschlagen.



Prisma hat geschrieben:
Di., 13.01.2026 19:48
Ich hatte den Film bestimmt seit 10 Jahren nicht mehr gesehen, das war noch zu Zeiten des alten Forums. War damals aber trotz der unübersichtlichen Bildqualität ein Volltreffer. Die Tage habe ich ihn erstmals in Glanz und Gloria gesehen und da ergibt sich ein ganz anderes Bild. Zwar muss ich sagen, dass es für mich bestimmt ein Film bleibt, der vor allem von der Erstansicht profitiert und anschließend leicht verliert, aber gefallen hat er mir nach wie vor sehr gut. Die morbide Atmosphäre kommt hier sehr gut an, genau wie die gruseligen Elemente und die Entourage weiß ohnehin zu gefallen. Das gilt vor allem für Ida Galli, die ich ohnehin immer gerne sehe.


So erging es mir ebenfalls. Obwohl die VHS-Fassung eine suboptimale Bildqualität bietet, hat mir der Film auf Anhieb gefallen. Die zweite Runde fand mit der spanischen TV-Fassung statt, in welcher die beeindruckende Bildgestaltung schon bestens zur Geltung kam. Die deutsche BD setzte dann noch einen drauf. Trotz der gestrickten Einfachheit, die während des Handlungsverlaufs immer mal wieder durchschimmert, fesselt mich der Streifen aufgrund seiner gespenstigen Atmosphäre und der tollen Fotografie. Der Film ist einfach hübsch anzusehen. Hinzu gesellen sich gut aufgelegte und immer wieder gern gesehene Genrefilmstars sowie ein herrlich verwirrender Plot, der dem Zuschauer letztendlich ein X für ein U vormacht. Finde das Ganze für einen niedrig budgetierten Film sehr gelungen.
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Abschließend noch ein paar Bilder der spanischen TV-Fassung, die ansonsten ungesehen auf der Festplatte vor sich hin vegetieren.


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