SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Staubige Dörfer, schweigsame Pistoleros und glühende Colts.
Antworten
Benutzeravatar
Prisma
Beiträge: 1232
Registriert: Sa., 31.10.2020 18:11

SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von Prisma »




Klaus Kinski

SATAN DER RACHE


● E DIO DISSE A CAINO / SATAN DER RACHE (I|D|1969)
mit Peter Carsten, Guido Lollobrigida, Giuliano Raffaelli, Antonio Cantafora, Alan Collins und Marcella Michelangeli
eine Peter Carsten Produktion | D.C. 7 Produzione | im Inter Verleih
Ein Film von Antonio Margheriti

SdR1.JPG
SdR2.JPG
SdR4.JPG
SdR5.JPG
SdR6.JPG
SdR7.JPG
SdR8.JPG
SdR9.JPG
SdR10.JPG

»Wahrheit... Was ist schon Wahrheit?«


Guy Hamilton (Klaus Kinski) kommt nach zehn harten Jahren im Strafgefangenenlager auf freien Fuß und ihn treibt nur ein Gedanke an: Er will Rache nehmen an Acombar (Peter Carsten), dem Mann, der ihm einst seine Existenz, seine Frau Maria (Marcella Michelangeli) und die Freiheit genommen hat. Gleich zu Beginn seines Rachefeldzuges trifft Hamilton auf Acombars Sohn Dick (Antonio Cantafora), der auf dem Nachhauseweg ist und seinem Vater die Nachricht von Hamiltons Begnadigung überbringen wird. Diese Nachricht sorgt nicht nur bei Acombar, sondern auch bei seinen Helfershelfern für helle Aufregung, und man trifft Vorsichtsmaßnahmen. Außerdem setzt Hamiltons Verräter ein hohes Kopfgeld auf ihn aus. Da ein Sturm am aufziehen ist, kann der Rächer diese unübersichtliche Situation zu seinem Vorteil nutzen und es dauert nicht lange, bis es den ersten von Acombars Gefolgschaft erwischt...

Die Sonne brennt, die Männer des Straflagers schinden sich Tag für Tag kaputt. Die unerbittlichen Aufseher dulden keine Unterhaltungen, quittieren Pausen mit Peitschenhieben und inmitten dieses kargen Settings sieht man den Protagonisten dieser Rache-Geschichte: Klaus Kinski. Die Erklärungen sind kurz aber präzise und der Einstieg gelingt mit wenigen Mitteln wegweisend. Antonio Margheritis Rache-Western kann in aller Bescheidenheit als großer Klassiker des Genres betrachtet werden, zumal das Ergebnis trotz seiner eher offensichtlich geringen Budgetierung überaus beachtlich ausgefallen ist. Die Geschichte um einen brutalen Rachefeldzug kommt ohne Ausschmückungen im Bereich möglicher Nebenhandlungen aus, und die massive Konzentration auf das eigentliche Thema führt beim Publikum zu nachhaltigen Eindrücken. Diese Intensität wird durch die ungewöhnlich morbide Gestaltung und die Zeichnung der Charaktere zusätzlich hochgeschaukelt, bis der Eindruck einer Kollision mit einer Katastrophe unausweichlich wirkt. Der komplette Verlauf hat nahezu ohne nennenswerte Sympathieträger auszukommen, sodass die übliche Suche nach solchen in einer interessanten Umkehrreaktion gipfelt, da man sich dem amtierenden Anti-Helden an die Stiefel heftet. Es scheint somit die Prämisse des Films zu sein, dass - je brutaler und unmenschlicher es zugeht - es auch gleichzeitig desto besser sei, was überraschenderweise komplett aufgeht. Nicht nur der Verlauf ist trotz absoluter Vorhersehbarkeit unheimlich spannend, sondern vor allem die Tatsache, dass man gerne zum Komplizen von Guy Hamilton wird, bringt richtig Schwung in diese Angelegenheit. Ebenso wie bei bei dem in einem Tunnelblick gefangenen Protagonisten kommt es auch beim Publikum zu gestalterischen Überlegungen, wie man die Bande des verhassten Acombar möglichst qualvoll hinrichten könnte.

Auch wenn man es meinen könnte, dient dieses Konzept weniger dem ausschließlichen Selbstzweck, sondern eher dem Hervorheben kleiner Spuren von Hoffnung und Tugenden. Dem Film steht seine clevere Mischung aus verstörender Brutalität und diskreter Tragik sehr gut, auch die Gewissheit, dass es zu einem fulminanten Showdown kommen wird, schwebt verheißungsvoll über dem gesamten Szenario. Vor Klaus Kinski kann man hier in der Titelrolle buchstäblich nur den Hut ziehen, denn seine Leistung bleibt in nachhaltiger Erinnerung. Dass der gesamte Verlauf vollkommen um ihn herum konstruiert wurde, wirkt nicht so erdrückend, wie es andernorts vielleicht der Fall war, da die restlichen Darsteller nicht nur als Staffage, beziehungsweise irrelevantes Beiwerk suggeriert werden. Guy Hamilton personifiziert das Leitmotiv Rache und den blanken Hass außergewöhnlich intensiv und es besteht kein Zweifel daran, dass er sein unmenschlich wirkendes Ziel erreichen wird. Interessant bei der Inszenierung wird es, wenn man ihn dabei folgen kann, welche Methoden er anwenden wird. Seine drastischen Mittel haben im Endeffekt nur einen Zweck: Hamilton will sein eigentliches Opfer auf eine indirekte Art und Weise zu Tode zu foltern, wie ein Tier jagen und ihn Angst und Panik lehren, um in der Zwischenzeit mit dessen Helfershelfern eine Hetzjagd zu veranstalten. Doch wird er keinesfalls als Sadist dargestellt, sondern als gezeichneter Mann, der in einem Straflager eben zehn lange Jahre Zeit zum nachzudenken hatte. Co-Produzent Peter Carsten bereichert seinen Film durch eigene Präsenz, und die wenigen Carsten-Produktionen konnten teilweise zu echten Geheimtipps avancieren, von denen einige jedoch leider in der Versenkung verschwunden sind.

Mit ihm nimmt die Person des Acombar die perfekte Gestalt an, seine Erscheinung und sein immer mehr durchschimmerndes wahres Gesicht gibt der ganzen Aktion schließlich den wahren Sinn. Das Publikum verachtet diesen Herrn ebenso wie Hamilton es tut, und es kommt zu dem zweifelhaften Eindruck, eine Art Genugtuung zu empfinden, wenn ihm am ende alles genommen wird. Im Bereich der Emotionen beweist Peter Carsten erstaunlich greifbare Leistungen und es ist ein Glück, dass er in diesem Film mit von der Partie ist. Maria, seine attraktive Frau aus zweiter Hand, erfährt eine erfreulich stichhaltige Färbung von Marcella Michelangeli, zumal sie nicht sehr viele Möglichkeiten zur exponierten Entfaltung geboten bekommt. Gelöst wurde das Ganze daher optimal und sie findet sich in dieser Beziehung mit dem Rest der Besetzung in guter Gesellschaft. Inszenatorisch gesehen, ist "Satan der Rache" sehr dicht und packend ausgefallen. Überwiegend in der Dunkelheit spielend, sieht man eine mitreißende Hetzjagd eines Einzelgängers, der aufgrund seines Wissens um geheime Gänge und Katakomben wie ein Phantom umherschleichen und aus dem Nichts zuschlagen kann. Drastische Szenen, wie jene im Glockenturm oder der Kirche, werden durch fatale und genauso tödliche Irrtümer nur noch mehr forciert und das Zeitdiktat der Regie überträgt eine Form der Hochspannung, die nervöser nicht sein könnte und im Endeffekt mit einfachen Mitteln kreiert wird. Die bestimmend und dynamisch wirkende Bildgestaltung findet durch kleinere Finessen im visuellen Bereich ihre Erfüllung und die musikalische Untermalung rundet die positiven Eindrücke bemerkenswert ab. Bei "Satan der Rache" handelt es sich schlussendlich um einen seht eindringlich gestalteten Genre-Vertreter, der einem nachgeht und für erneute Sichtungen immer wieder geeignet ist.

Benutzeravatar
alan_cunningham
Beiträge: 103
Registriert: Mo., 02.11.2020 19:18
Wohnort: Arkham

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von alan_cunningham »

Ich schaue nicht allzu viele Italo-Western, aber den hier und "Blindman" mag ich besonders gerne. Wahrscheinlich weil sie etwas aus dem Rahmen fallen. "Satan der Rache" besitzt (in manchen Szenen) so eine gewisse Gothic-Horror-Atmosphäre, was wohl am Regisseur liegt. Und Klaus Kinski geht natürlich eh immer! :) Das Trio Margheriti/Kinski/Carsten gibts ja ein paar Jahre später auch in "Dracula im Schloss des Schreckens" ...

Benutzeravatar
Prisma
Beiträge: 1232
Registriert: Sa., 31.10.2020 18:11

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von Prisma »

alan_cunningham hat geschrieben:
So., 13.12.2020 13:19
Ich schaue nicht allzu viele Italo-Western

Das geht mir eigentlich auch so, aber manchmal habe ich schon verhältnismäßig längere Phasen, in denen dann Lust bekomme, mich sozusagen weiterzubilden und dann wieder ein paar neue Sachen dazu kommen. Trotzdem bleibt da natürlich Nachholbedarf. Filme wähle ich ja nicht nach irgendwelchen Genres aus, sondern schaue traditionell auf die jeweiligen Besetzungslisten, somit gehört "Satan der Rache" zu meinen frühen Ausritten ins Genre, wegen Klaus Kinski, Giuliano Raffaelli, Alan Collins und Peter Carsten, wobei ich die Atmosphäre hier auch als sehr intensiv, im Sinne von unterschiedlich, empfinde und zusätzlich als ganz große Stärke. Das liegt für mich definitiv an Margheriti, den ich als Regisseur sehr schätze und das wirklich querbeet. Klaus Kinski übertrifft sich hier natürlich selbst und man kann in jeder Einstellung sehen, dass er definitiv der richtige Mann für diese Angelegenheit war. Alleine die Zooms auf seine Augen und den starren Blick dokumentieren ja quasi, dass das Wiedersehen hier keine Freude machen wird – zumindest für Acombars Leute und ihn selbst.

Benutzeravatar
alex_wintermute
Beiträge: 332
Registriert: Di., 03.11.2020 13:16

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von alex_wintermute »

Absolut. Ein wirklich toller Film mit einer recht intensiven/düsteren Atmosphäre. Kinski in sehr guter Form, glänzt mal mehr mit seiner ruhigeren Seite. Jetzt fehlt nur noch eine anständige Veröffentlichung in Deutschland. Das originale Bildformat des Films ist 2,35:1 und nicht 1,85:1. Hoffe mal, dass Koch Media oder Explosive Media sich dieser Perle annehmen. Die DVD Veröffentlichungen von EMS, Edel Germany, Magic Movie und Eurovideo sind alle leider im falschen Bildformnat. Den "Satan der Rache" mal in 2,35:1 zu genießen wäre ein Traum!

Benutzeravatar
Prisma
Beiträge: 1232
Registriert: Sa., 31.10.2020 18:11

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von Prisma »

alex_wintermute hat geschrieben:
So., 13.12.2020 17:59
Kinski in sehr guter Form, glänzt mal mehr mit seiner ruhigeren Seite. Jetzt fehlt nur noch eine anständige Veröffentlichung in Deutschland.

Genau das hat mir schon immer so gut an der Anlegung der Rolle gefallen. Kinski agiert berechnend, eiskalt und völlig unsentimental. Natürlich sind das alles nötige Voraussetzungen, um einen nach dem anderen zur Hölle schicken zu können, denn ein unüberlegtes oder von Gefühlen geleitetes Vorgehen würde ihn gegen Acombars kleine Armee nicht weit kommen lassen. Lediglich bei Marcella Michelangeli entsteht gegen Ende der Eindruck, dass er sich von alten Emotionen verführen lassen könnte, doch zu seinem Glück hat Maria ihre eigenen Sargnägel gleich mit dabei. Was eine hochwertigere Veröffentlichung angeht, wäre ich natürlich sofort dabei, denn bei einem Blick auf die Screenshots zeigt sich natürlich deutlich Luft nach oben, wobei die DVD zur VHS damals schon eine Art Quantensprung dargestellt hat. :mrgreen:

Benutzeravatar
alan_cunningham
Beiträge: 103
Registriert: Mo., 02.11.2020 19:18
Wohnort: Arkham

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von alan_cunningham »

Margheriti über Kinski: "If you treated him honestly and in a friendly way, he did the same with you. If not, you were in deep shit." :D

Benutzeravatar
Prisma
Beiträge: 1232
Registriert: Sa., 31.10.2020 18:11

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von Prisma »

alan_cunningham hat geschrieben:
Di., 15.12.2020 01:32
"If not, you were in deep shit." :D

Das kann ich mir sehr lebhaft vorstellen, immerhin gibt es genügend Material, wo für die Nachwelt dokumentiert wurde, dass Klaus Kinski sehr schnell verbal übergriffig werden und aus heiterem Himmel austicken konnte. Interessanterweise stellen ihm Berufskollegen und vor allem Kolleginnen sehr häufig ein wesentlich besseres Zeugnis aus, als gedacht. Es wird zwar von Exaltiertheit und Eigensinn gesprochen, aber auch von anderen Seiten, die man bei ihm nicht unbedingt vermuten würde. Ich glaube aber auch, dass beinahe jeder, der mal mit ihm gedreht hat, nach ihm ausgefragt wurde, um spektakuläre Storys aus der Mottenkiste zu erfahren. :mrgreen:

Benutzeravatar
Richie Pistilli
Beiträge: 873
Registriert: Sa., 31.10.2020 17:25
Wohnort: Provinzmetropole an Rhein und Mosel
Kontaktdaten:

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von Richie Pistilli »

Deutscher Trailer:






Antonio Margheritis einzigartiger Gothic-Horror-Western steht bei mir ebenfalls ganz hoch in der Gunst, obwohl der Film im Allgemeinen nicht unbedingt zu den wahrhaften Meisterleistungen des italienischen Western-Genres gezählt wird. Das macht in diesem Fall aber rein gar nix, denn die bombastische Atmosphäre, der grandios aufspielende Bösewicht Peter Car"rrr"sten und ein körperbetont gedresster Racheengel mit ritzerotem Oberkleid gleichen die wenigen Mankos gleich dreimal aus. Nach WILLKOMMEN IN DER HÖLLE wäre für mich SATAN DER RACHE der zweitwichtigste Italo-Western, von dem ich mir wünsche, diesen irgendwann auch noch auf der großen Leinwand bestaunen zu dürfen.



Ein paar visuelle Eindrücke gefällig?
(Habe gerade im alten Forum noch drei intakte Bildergalerien vorgefunden)





Bildergalerie Teil 1:

Bild Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild Bild





Klaus Kinski als Satan der Rache

Bild Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild Bild





Bildergalerie Teil 2:



Bild Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild Bild

Bild Bild Bild Bild Bild






Italienischer Trailer:


Benutzeravatar
Prisma
Beiträge: 1232
Registriert: Sa., 31.10.2020 18:11

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von Prisma »

Richie Pistilli hat geschrieben:
Do., 17.12.2020 19:21
Klaus Kinski als Satan der Rache

Wenn ich mir die Galerie der Großaufnahmen von Klaus Kinskis Gesicht so anschaue, könnte man fast meinen, dass die Handlung ausschließlich aus solchen besteht. :mrgreen:

Ich finde aber schon, dass die Kamera und Bildgestaltung hier sehr ansprechend ist. Es wirkt fast so, als könne man die Emotionen der entsprechenden Personen nicht nur genau in den Gesichtern und Augen ablesen, sondern sie hautnah spüren, wobei es sicherlich besser ist, dass man es nicht tatsächlich spüren kann, wenn ich da zum Beispiel an die Aktion im Glockenturm denke. Das ist hier insgesamt wirklich sehr gut gelöst worden, vor allem, was die verschiedenen Winkel und die Dynamik der Kamera angeht. "Satan der Rache" ist auf jeden Fall einer meiner liebsten Vertreter des Genres, wobei ich da nicht müde werde, zu betonen, dass es für mich noch großen Nachholbedarf gibt.

Benutzeravatar
Richie Pistilli
Beiträge: 873
Registriert: Sa., 31.10.2020 17:25
Wohnort: Provinzmetropole an Rhein und Mosel
Kontaktdaten:

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von Richie Pistilli »

Prisma hat geschrieben:
Sa., 19.12.2020 19:21
Ich finde aber schon, dass die Kamera und Bildgestaltung hier sehr ansprechend ist. Es wirkt fast so, als könne man die Emotionen der entsprechenden Personen nicht nur genau in den Gesichtern und Augen ablesen, sondern sie hautnah spüren, wobei es sicherlich besser ist, dass man es nicht tatsächlich spüren kann, wenn ich da zum Beispiel an die Aktion im Glockenturm denke. Das ist hier insgesamt wirklich sehr gut gelöst worden, vor allem, was die verschiedenen Winkel und die Dynamik der Kamera angeht. "Satan der Rache" ist auf jeden Fall einer meiner liebsten Vertreter des Genres, wobei ich da nicht müde werde, zu betonen, dass es für mich noch großen Nachholbedarf gibt.


Nachdem ich vorgestern die Bildergalerien gesetzt hatte, machte sich plötzlich die Laune auf eine erneute Sichtung breit, die dann auch prompt folgte. Die Kameraführung und Bildgestaltung finde ich nicht nur sehr ansprechend, sondern fast schon absolut erstklassig, denn neben der düster-wohligen Gothic-Atmosphäre sind es gerade die Bilder, die mich jedes Mal auf ein Neues in ihren Bann ziehen. Die Bildkompositionen wurden den gesamten Film über nicht nur sehr sorgfältig arrangiert, sondern beinhalten auch unfassbar viele Einzelbilder, die allesamt für mindestens zehn der obligatorischen Bildergalerien ausreichen würden. SATAN DER RACHE enthält ein dermaßen hohes Maß an beeindruckenden Einzelbildkompositionen, dass wenn ich vorgestern die Bildergalerie zum ersten Mal hätte erstellen müssen, wohl mindestens auch Dreiviertel des gesamten Films abfotografiert hätte (Zum damaligen Zeitpunkt hatte ich noch die willenlose 'im Anschluss durch den Film zappen'-Strategie angewendet, die natürlich weniger effektiv hinsichtlich der letztendlichen Bildauswahl ausfiel, als es bei der heutigen Vorgehensweise der Fall ist). Egal ob es sich dabei um räumliche Bildkompositionen oder um Großaufnahmen von Gesichtern handelt, allesamt sind sie sorgfältig durchdacht und beeidrucken immens. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die deutschen DVDs allesamt das falsche Bildformat beinhalten, dann möchte ich nicht wissen, wie bombastisch das Ganze erst im Originalformat wirkt.


Weiß zufällig jemand, warum das so ist?
Meine Vermutung: Entweder wurde für die DVD ein italienisches Master im falschen Bildformat verwendet, bei dem einfach der deutsche Titelvorspann aus der deutschen KF angehangen wurden, oder es handelt sich um eine Abtastung der deutschen KF und die fehlenden Szenen wurden im Nachhinein aus einer italienischen Fassung eingefügt. Sollte die letztere Vermutung zutreffen, dann könnte ich mir vorstellen, dass zwar lediglich die eingefügten Fehlstellen im falschen Format vorlagen, der Film letzten Endes diesen aber angepasst wurde, um ständige Formatwechsel zu vermeiden. Umso löblicher wäre es, diesen beeindruckenden Genrevertreter endlich Mal im korrekten Bildformat zu veröffentlichen.





Prisma hat geschrieben:
Sa., 19.12.2020 19:21
Richie Pistilli hat geschrieben:
Do., 17.12.2020 19:21
Klaus Kinski als Satan der Rache
Wenn ich mir die Galerie der Großaufnahmen von Klaus Kinskis Gesicht so anschaue, könnte man fast meinen, dass die Handlung ausschließlich aus solchen besteht. :mrgreen:


Ok, eingebettet in einen bannenden Bilderrausch verkörpert Klaus Kinski in einer dichten Wohlfühlatmosphäre aus postapokalyptischem Italo-Western und lauschigem Gothic-Horror den gnadenlosen Satan der Rache, der im Rahmen einer düsteren Sommersturmnacht seinen Rachegefühlen freien Lauf lässt - und zwar oberhalb als auch unterhalb der Erdoberfläche. Besser? :)





Benutzeravatar
Anti-Hero
Beiträge: 189
Registriert: Fr., 30.10.2020 14:00

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von Anti-Hero »

Ob da was kommt, ist fragwürdig, gibt ja schon seit vielen Jahren viel besseres Material.

Aber die alte DVD wurde oft aufgelegt, es gibt ihn auf youtube, das lohnt sich wohl nicht mehr.

Ich könnte damit aber leben, sie ist ganz gut gealtert. Der Ton ist halt leider mies
Bild

Benutzeravatar
alex_wintermute
Beiträge: 332
Registriert: Di., 03.11.2020 13:16

Re: SATAN DER RACHE - Antonio Margheriti

Beitrag von alex_wintermute »

Erscheint am 26.07.2021 von Arrow Films auf BD in der "Vengeance Trails: 4 Classic Westerns" Box (2K Restoration). Leider ohne deutschen Ton, aber wohl im korrekten 2,35:1 Bildformat. Hoffe ja immer noch auf eine anständige deutsche Veröffentlichung. Quelle: https://arrowfilms.com/product-detail/v ... ay/FCD2129

Antworten