DAS GRAUEN KAM AUS DEM NEBEL - Duccio Tessari

Schwarze Handschuhe, undurchsichtige Typen, verführerische Damen und stylische Kills.
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Prisma
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DAS GRAUEN KAM AUS DEM NEBEL - Duccio Tessari

Beitrag von Prisma »



DAS GRAUEN KAM AUS DEM NEBEL


● LA MORTE RISALE A IERI SERA / DAS GRAUEN KAM AUS DEM NEBEL (I|D|1970)
mit Frank Wolff, Raf Vallone, Gabriele Tinti, Helga Marlo, Gillian Bray, Beryl Cunningham, Gigi Rizzi,
Marco Mariani, Wilma Casagrande, Checco Rissone, Stefano Oppedisano, Elsa Boni und Eva Renzi
es singt Mina
eine Produktion der Lombard Films | Filmes Cinematografica | cCc Filmkunst | im Cinerama Verleih
ein Film von Duccio Tessari


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»Ich hoffe nicht dass ihr vorhabt, mich moralisch umzukrempeln!«


Nach dem Tod seiner Frau lebt Amanzio Berzaghi (Raf Vallone) alleine mit seiner Tochter Donatella (Gill Bray), die bereits 25 Jahre alt ist. Der Alltag der beiden ist nicht immer leicht, da Berzaghis Tochter oligophren ist, und dementsprechend viel Zeit in Anspruch nimmt. Als er eines Tages von der Arbeit nach Hause kommt, ist Donatella spurlos verschwunden und niemand aus der Nachbarschaft will etwas gesehen haben. Verzweifelt wendet sich der Vater an Kommissar Lamberti (Frank Wolff), der sich gemeinsam mit seinem Assistenten Mascaranti (Gabriele Tinti) des rätselhaften Falles annimmt. Nach kürzester Zeit wird allerdings klar, dass man gegen viele Widerstände zu kämpfen hat, und die Angelegenheit bleibt nebulös. Um weiter zu kommen, nimmt sich das Duo den einschlägig bekannten Zuhälter Salvatore (Gigi Rizzi) vor, der sich in kriminellen Kreisen auskennt. Der grausame Verdacht bestätigt sich, dass das Verschwinden von Donatella mit einem Mädchenhändlerring zusammen hängen muss...

Hüllt man um den unsäglichen deutschen Titel so schnell wie möglich den Nebel des Schweigens, bekommt man mit Duccio Tessaris Beitrag eines der ganz großen, zeitgenössischen Filmerlebnisse geboten. Der weitreichende, oder vielmehr genreübergreifende Charakter von "Das Grauen kam aus dem Nebel" lässt sich nur schwer beschreiben, doch es ist, als haben viele Verschmelzungen von Teilbereichen stattgefunden, die allerdings auch autonom voneinander funktionieren. Umso besser, kann man sich daher als Zuschauer sagen, denn man bekommt etliche geschliffene Inhalte geboten, die das Wahrnehmen auf mehreren Ebenen ermöglicht. Die Thematik orientiert sich an scheinbar ganz gewöhnlichen Begebenheiten, doch erstaunlicherweise gibt der Film auch sein volles tragisches Potential preis. Reißerische Tendenzen schließen in diesem Verlauf zahlreiche bewegende Momente nicht aus, Szenen, Sorgen und Emotionen des alltäglichen Lebens lassen das naturgemäß weit entfernte Thema greifbar erscheinen, so dass der Weg nicht nur gleichzeitig das Ziel, sondern auch der Erfolg sein wird. Tessari legt angesichts der ausgiebig vertretenen Film-Konkurrenz großen Wert auf feine Unterschiede in der Strategie seiner Inszenierung. Ein lautes Thema mit Diskretion versehen, Abstoßendes durch Stil und feinfühlige Untertöne entschärfen, die Nervosität niemals in Hysterie umschlagen zu lassen, es ist schon erstaunlich, welch seriöses Gewand der Schock hier tragen darf. Pionierarbeit leisten dabei die sorgsam integrierten Personen unter denen regelrechte Allianzen zu Stande kommen, wobei es paradoxerweise die empfundenermaßen weite Entfernung zueinander sein wird, die wirklich interessant wirkt. Ein Verlauf, in dem derartig dichte Charakterzeichnungen zu Stande kommen, sollten nicht unbedingt als selbstverständlich angesehen werden, und in diesem Zusammenhang sind insbesondere die Leistungen von Frank Wolff, Eva Renzi und Raf Vallone hervorzuheben.

Der Aufbau geschieht verblüffenderweise über das große Thema Arbeit, die sich hier wie ein roter Faden durch das Geschehen zieht und bei der mehrere Seiten durchleuchtet werden. Berzaghi war zum Zeitpunkt der Entführung seiner Tochter am arbeiten, die Verbrecher nennen ihre Tätigkeiten sicherlich auch Arbeit, und genau eine solche soll die zurückgebliebene Donatella nun auch bei ihrer solventen und perversen Kundschaft übernehmen. Kommissar Lambertis Betätigung scheint sein Leben zu sein, obwohl er die hässlichen Seiten und die abscheulichen Beteiligten dieses, sich täglich wiederholenden Zustandes kaum noch ertragen kann. Seine Frau bildet in dieser Kategorie einen herben Kontrast, da sie sich entfalten, jeden Moment und jeden Fingergriff rechtfertigen kann und die volle Überzeugung vertritt, dass sie etwas bewirkt. Die Rückschläge und Enttäuschungen kommen bei anderen vor. Das Umfeld Berzaghis ist durch die arbeitende Klasse geprägt, hier werden für die Lösung des Falles möglicherweise noch wichtige Mosaiksteinchen zu finden sein. Sieht man die Privatpersonen an, so wird das tägliche Geschäft mit in den Feierabend getragen. Frank Wolff und Eva Renzi diskutieren lange darüber, anscheinend permanent, da sich diese Auseinandersetzung sogar bis in die nähere Zweisamkeit mit hineinzieht, aber sie reden aneinander vorbei. Er nimmt ihr Wirken nicht besonders ernst, sie verabscheut seinen Umgang mit Mördern, Zuhältern und Nutten, den er zwangsläufig haben muss. Donatellas Vater Arbeit scheint ebenfalls nie aufzuhören. Nach Feierabend geht sie weiter, da er sich um seine Tochter kümmern muss und der sich anbahnende, eigentlich bereits trostlose Gesamteindruck wird schließlich durch eine abscheuliche Tat und ein grausames Verbrechen verschärft. Interessant gestaltet wurden auch die männlich-weiblichen Rollenverteilungen.

In diesem Szenario sind es hauptsächlich die Männer, die emotionalere, impulsivere, tragischere und vielleicht greifbarere Züge bekommen, als es bei den Damen den Anschein hat. Sie wirken wesentlich mehr angreifbar, werden aus diesem Grund im Gegenzug aber auch massiver angreifen. Lediglich Eva Renzi bedient beide Seiten ganz großartig und es sieht so aus, als habe sie eine Rolle gefunden, die vollkommen ihren Ansprüchen genügt, und ihrer persönlichen Auffassung einer Frauenrolle entspricht. Im Zusammenspiel mit Frank Wolff entstehen sehr subtile Momente, die den Zuschauer sehr tief blicken lassen können. Er prägt das Szenario ganz bemerkenswert, da es zu öffentlichen und privaten Intervallen kommt. Im Beruf fühlt er sich dem Empfinden nach sicherer, er weiß genau, was zu tun ist, wie sein Klientel anzupacken ist, wo die potentiellen Enttäuschungen liegen könnten. Aus dieser Unberechenbarkeit entsteht für ihn sozusagen die Berechenbarkeit, die er im Privatleben nicht auf dem Silbertablett serviert bekommt. Zu diesem Zweck bekommt man eines der schönsten Gesichter von Eva Renzi offenbart, die rückblickend, und aus persönlichem Empfinden, als die größte verpasste Chance des italienischen Kinos zu benennen ist. Tolle Momente entstehen überdies in der Zusammenarbeit von Kommissar Lamberti und seinem ungehobelt wirkenden, aber gerade heraus agierenden Assistenten Mascaranti. Ein eingespieltes Team, eine Einheit in guten, wie in schlechten Zeiten. Doch meistens überwiegen eben die schlechten Zeiten, da die Stadt ganz offensichtlich einem Sumpf aus Verbrechen, Nötigung, Prostitution und Erpressung gleicht. Weitere interessante Darbietungen sieht man beispielsweise von Gigi Rizzi, Beryl Cunningham und der Deutschen Helga Marlo, die hier unter ihrem Pseudonym Elga Machaty zu sehen ist. Schließlich muss noch Raf Vallone erwähnt werden, welcher der im Grundtenor traurigen Geschichte am meisten Emotion und Temperament geben wird, das nur auf den richtigen Zeitpunkt wartet, auszubrechen.

Durch die Darstellung der Filmtochter Gillian Bray, bewegt man sich hin und wieder auf recht dünnem Eis, doch die Regie liefert niemals den Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Im Vordergrund steht der besorgte, sich aufopfernde Vater, der durch eine bewegende Performance von Raf Vallone Gestalt annimmt, obwohl er im Mittelteil des Films so gut wie gar nicht zu sehen ist. Er nimmt die Dinge des Lebens so an, wie sie eben sind. Das Funktionieren ist selten leicht, aber im Endeffekt erfüllend. Plötzlich wird ihm der Mittelpunkt seines Leben genommen, so dass das Dasein für ihn eigentlich keinen Sinn mehr hätte, wenn da nicht sein eigenes Verlangen nach Aufklärung, Genugtuung und möglicherweise Rache wäre. So gut wie alle offerierten Psychogramme der Haupt- und Nebendarsteller siedeln sich im überdurchschnittlichen Bereich an, viele gehen sogar einige Schritte weiter und präsentieren beinahe ungeahnte Sphären. Einfach überragend! Die Kombination Schauspielerfilm und packende Story, im Sinne einer in allen Bereichen hochklassigen Produktion, lässt "Das Grauen kam aus dem Nebel" zu einem nicht nur sehenswerten, sondern vor allem auch fordernden Genre-Polygamisten werden, der stilistisch und inszenatorisch einwandfrei ist. Die Bildsprache ist ernüchternd, wenige Lichtblicke werden geschildert, so dass man eigentlich schnell weiß, wohin der eingeschlagene Weg gehen wird. Lediglich das Ziel, sprich das Warten auf ein angemessenes Finale, lässt eine zusätzliche Spannung aufkommen, die trotz fehlender Hysterie und bestehender Lethargie durch und durch wahrzunehmen ist. Im Übrigen handelt es sich um eine der besseren Assoziationsketten des damaligen Kinos. Duccio Tessaris Werk ist als eine, in allen Bereichen funktionierende Allianz zu beschreiben, bei der beispielsweise die musikalische Untermalung mit den wohlklingenden Stücken der italienischen Sängerin Mina, oder die sehr gute Montage zu nennen ist, die verständnisfördernd Rückblenden einleitet. Mit Tessaris Film war es keine Liebe auf den ersten Blick, auch nicht auf den zweiten, sodass es seine Zeit gedauert hat, diesen Beitrag besonders schätzen zu lernen, der einem Intention und Wirkung nicht lieblos vor die Füße wirft.

Percy Lister
Beiträge: 236
Registriert: Sa., 14.11.2020 16:15

Re: DAS GRAUEN KAM AUS DEM NEBEL - Duccio Tessari

Beitrag von Percy Lister »

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"Das Grauen kam aus dem Nebel" (La morte risale a ieri sera) (Italien / Deutschland 1970)
mit: Raf Vallone, Frank Wolff, Eva Renzi, Gabriele Tinti, Elga Machaty, Gill Bray, Gigi Rizzi, Beryl Cunningham, Heidrun Hankammer, Checco Rissone u.a. | Drehbuch: Biagio Proietti unter Mitarbeit von Artur Brauner nach einem Roman von G. Scerbanenco | Regie: Duccio Tessari

Der Witwer Bersaghi macht sich große Sorgen um seine seit drei Monaten verschwundene Tochter Donatella. Die fünfundzwanzigjährige Frau ist geistig zurückgeblieben und hat den Verstand einer Dreijährigen. Sie ist wie ein Hündchen, das zutraulich mit jedem mitgeht, weshalb Bersaghi befürchtet, dass man Donatella in ein Bordell verschleppt haben könnte. Kriminalkommissar Lamberti nimmt sich des Falles an, weil ihm der Mann leid tut, nicht, weil er große Hoffnungen hegt, das Mädchen zu finden. Mithilfe eines ehemaligen Zuhälters macht er sich auf die Suche und sticht damit in ein Wespennest....

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Die Hilflosigkeit von Hinterbliebenen eines Verbrechens ist ein Faktor, der üblicherweise in einem Kriminalfilm wenig Beachtung findet. Vermisstenfälle sind unschöne Fußangeln in den Annalen der Polizeistatistiken. Wo keine Leiche, da kein Anhaltspunkt. Die Bearbeitung eines solchen Falles ist schwierig und bringt in der Regel wenig Meriten mit sich. Die menschliche Komponente macht dem erfahrenen Ermittler zu schaffen, weil er sich trotz seiner Berufsroutine immer noch Einfühlsamkeit und einen Sinn für Gerechtigkeit abseits der steifen Buchstaben des Gesetzes bewahrt hat. Durch seine kritische Ehefrau, deren Beruf sie täglich mit den Unzulänglichkeiten dieser Welt konfrontiert, hinterfragt er seine Fälle im privaten Gespräch und erhält hier moralische Unterstützung. Sie ergänzt seine Gedanken mit Überlegungen, die neue Aspekte aufzeigen und ihm Rückhalt geben.

Die künstliche Welt der organisierten Lust wird in Momentaufnahmen als zynisch und gleichgültig entlarvt. Jeder, der sich in diesem Dunstkreis bewegt, pflegt einen Egoismus, der je nach Charakter zur Selbstzerstörung, Resignation oder Ignoranz führt. Die Ware Mensch unterliegt keinen festen Preisen und kann sehr schnell keinen Pfifferling mehr wert sein. In diesem Umfeld zu ermitteln, bringt selten Erfolge, weil sich Opfer und Täter unbewusst solidarisieren, wenn es um die Konfrontation mit der staatlichen Gewalt geht. Dies weiß auch der Zuschauer, weshalb seine Geduld mehrfach strapaziert wird, wenn er mit den Ausflüchten, Lügen und Vertuschungsmaßnahmen der Beteiligten in Berührung kommt. Es ist deshalb umso wichtiger, dass "Das Grauen kam aus dem Nebel" mit einem integren Ermittler aufwartet, der einen Weg aus dem Sumpf aufzeigt.

Eva Renzi darf gleich in ihrer ersten Szene zeigen, dass sie mehr auf dem Kasten hat als die durchschnittliche Polizistenehefrau. Statt zuhause auf ihn zu warten, besteigt sie einen schnittigen Sportwagen und saust damit durch die Mailänder Innenstadt, um einen wichtigen Zeugen für die Polizei zu gewinnen. Ihr Beruf als Journalistin und Buchautorin verweist auf einen offenen, kritischen Geist und gibt ihren Unterhaltungen mit dem Kommissar immer wieder neue Nahrung. Sie bleibt in Bewegung und läuft nicht neben ihm her, sondern mit ihm - wenn auch nicht immer, da sie durchaus Alleingänge verfolgt, um sich dann zum Resümee wieder in der gemeinsamen Wohnung zu treffen. Diese Ehe kontrastiert mit den temporären Zweckgemeinschaften, denen Lamberti bei seinen Recherchen in den Etablissements begegnet.

Die Deutsche stellt einen modernen, patenten Typ dar, der immer wieder frisch und überraschend wirkt und den man in jedem Film erst wieder neu entdecken muss. Ebenso verhält es sich mit dem Genre des Giallo, der stets überraschen, schockieren und sein Publikum bis ins Mark treffen soll, weil er die hässliche Seite der gesellschaftlichen Medaille zeigt. Der Twist, den der englische Titel verrät, steht ebenso wenig symptomatisch für den Giallo wie sein deutscher Verleihtitel, bei dem man mit ein wenig Phantasie den Nebel gegen den Smog einer Industriestadt tauschen könnte. Der schmale Grat zwischen Duldsamkeit und rasender Wut erlebt ein fulminantes Finale, das nichts für zartbesaitete Menschen ist und wieder einmal unterstreicht, wie gefährlich ein freier Tag abseits der sicheren Struktur eines vorgefertigten und erprobten Musters sein kann.

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Sid Vicious
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Re: DAS GRAUEN KAM AUS DEM NEBEL - Duccio Tessari

Beitrag von Sid Vicious »

Der Film konnte mich während der Sichtung sehr begeistern und mein postiver Eindruck wurde mittels daés großartigen Finale zusätzlich gestärkt.
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hockeymask86
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Registriert: Do., 17.12.2020 17:13

Re: DAS GRAUEN KAM AUS DEM NEBEL - Duccio Tessari

Beitrag von hockeymask86 »

Ein Hammer-Film, der trotz mir trotz seiner doch eher ruhigen Erzählweise ausgezeichnet gemundet hat.
Hoffentlich erscheint der hier mal auf BluRay und dann ohne diesen dämlichen Titel.
Wie kommt man nur auf sowas. :roll:

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Prisma
Beiträge: 1149
Registriert: Sa., 31.10.2020 18:11

Re: DAS GRAUEN KAM AUS DEM NEBEL - Duccio Tessari

Beitrag von Prisma »

hockeymask86 hat geschrieben:
Mo., 04.01.2021 13:43
ohne diesen dämlichen Titel.

Aufgrund des vollkommen in die Irre leitenden Titels hatte ich zu Beginn große Ladehemmungen mit dem Film. Handelt es sich dabei eigentlich wirklich um den deutschen Titel für den Kino-Verleih, oder war das nur die Namensgebung für die später erschienene Toppic-VHS? Mit dem Tape fing es seinerzeit jedenfalls bei mir an und ich erinnere mich noch daran, dass es gar nicht so einfach war, es zu bekommen. Ich hatte wegen des Titels jedenfalls einen komplett anderen Film erwartet und mochte hier zunächst gar nichts, nicht einmal die Rolle von Eva Renzi. Die im Nachgang entstandene Enttäuschung hat der hervorragenden und blendend durchdachten Arbeit natürlich vollkommen Unrecht getan. Es hatte dann schon ein paar Anläufe gebraucht, richtig ins Geschehen reinzukommen, aber heute finde ich den Film wirklich umwerfend.

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