Welchen Film habt ihr zuletzt geschaut

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Sid Vicious
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt geschaut

Beitrag von Sid Vicious »

SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN
(USA / 2012 / Rupert Sanders)

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347369_f.jpg (60.55 KiB) 3665 mal betrachtet

Die etwas andere Schneewittchen-Verfilmung. Was mich nervte sind die CGI-Effekte. Schade, dass heutige Filme vornehmlich an Rapper (Isch geh´ mit Boh-de-laht-sch´n Kino, Bruhdah!) und sonstige Deppen adressiert werden. Der CGI-Mist nervt gewaltig und die damit verbundene Action, das damit verbundene Spektakulum, ist hin und wieder absolut unnötig.

Mal abgesehen davon fand ich den Film richtig gut. Die Zeit verflog, kein gelangweiltes Kucken auf die Laufzeitabsolvierung der Playse, nö, stattdessen voll und ganz dabei. Kristen Stewart hat mich wieder einmal positiv überrascht, denn sie ist (wie als Joan Jett und Jean Seberg) als Snow White und zum Ende hin gar als die allegorische Jeanne d'Arc richtig klasse.
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Richie Pistilli
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt geschaut

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Die Akte Odessa (GB / D 1972) R: Ronald Neame

Eine sehr spannende Romanverfilmung, die nicht nur einen ganzen Haufen an namhaften Schauspielern und Schauspielerinnen im Aufgebot hat, sondern deren geschichtlicher Rahmen auch noch weitgehend den historischen Tatsachen entspricht. Bin begeistert! (Demnächst mehr)



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Bonn - Alte Freunde, neue Feinde [TV-Miniserie] (D 2022) R: Claudia Garde

Diese sechsteilige TV-Serie erzählt die fiktive Geschichte der 20-jährigen Toni Schmidt (Mercedes Müller), die Im Jahr 1954 einen Job als Fremdsprachensekretärin bei der Operation Gehlen bekommt und bereits nach kurzer Zeit zwischen die Mühlen der beiden gegensätzlich agierenden Geheimdienste gerät - dem BND und dem Verfassungsschutz. Im Großen und Ganzen ein sehenswerter Mehrteiler, wäre da nicht der moderne Touch in Sprache und Ausdruck, der stellenweise so gar nicht in die 50er Jahre passen möchte. Zumindest beeindruckt die Umsetzung des wahren geschichtlichen Rahmens um Reinhard Gehlen und seinen mit Alt-Nazis besetzten Auslandsgeheimdienst.

TV-Serie und Dokus: viewtopic.php?p=18286#p18286

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alex_wintermute
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt geschaut

Beitrag von alex_wintermute »

Sid Vicious hat geschrieben:
Fr., 27.01.2023 11:59
SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN
(USA / 2012 / Rupert Sanders)

Die etwas andere Schneewittchen-Verfilmung. Was mich nervte sind die CGI-Effekte. Schade, dass heutige Filme vornehmlich an Rapper (Isch geh´ mit Boh-de-laht-sch´n Kino, Bruhdah!) und sonstige Deppen adressiert werden. Der CGI-Mist nervt gewaltig und die damit verbundene Action, das damit verbundene Spektakulum, ist hin und wieder absolut unnötig.

Mal abgesehen davon fand ich den Film richtig gut. Die Zeit verflog, kein gelangweiltes Kucken auf die Laufzeitabsolvierung der Playse, nö, stattdessen voll und ganz dabei. Kristen Stewart hat mich wieder einmal positiv überrascht, denn sie ist (wie als Joan Jett und Jean Seberg) als Snow White und zum Ende hin gar als die allegorische Jeanne d'Arc richtig klasse.

Fand den auch ganz gut, hat es zumindest in meine Filmsammlung geschafft, seltsamerweise der Nachfolger "The Huntsman & the Ice Queen" nicht. Und CGI in Fantasy Filmen lasse ich gerne mal durchgehen, gehört doch heutzutage irgendwie dazu. CGI Blut in schlichten Actionfilmen lehne ich aber eher ab.

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Sid Vicious
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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt geschaut

Beitrag von Sid Vicious »

alex_wintermute hat geschrieben:
So., 26.02.2023 09:26
Sid Vicious hat geschrieben:
Fr., 27.01.2023 11:59
SNOW WHITE AND THE HUNTSMAN
(USA / 2012 / Rupert Sanders)

Die etwas andere Schneewittchen-Verfilmung. Was mich nervte sind die CGI-Effekte. Schade, dass heutige Filme vornehmlich an Rapper (Isch geh´ mit Boh-de-laht-sch´n Kino, Bruhdah!) und sonstige Deppen adressiert werden. Der CGI-Mist nervt gewaltig und die damit verbundene Action, das damit verbundene Spektakulum, ist hin und wieder absolut unnötig.

Mal abgesehen davon fand ich den Film richtig gut. Die Zeit verflog, kein gelangweiltes Kucken auf die Laufzeitabsolvierung der Playse, nö, stattdessen voll und ganz dabei. Kristen Stewart hat mich wieder einmal positiv überrascht, denn sie ist (wie als Joan Jett und Jean Seberg) als Snow White und zum Ende hin gar als die allegorische Jeanne d'Arc richtig klasse.
Fand den auch ganz gut, hat es zumindest in meine Filmsammlung geschafft, seltsamerweise der Nachfolger "The Huntsman & the Ice Queen" nicht. Und CGI in Fantasy Filmen lasse ich gerne mal durchgehen, gehört doch heutzutage irgendwie dazu. CGI Blut in schlichten Actionfilmen lehne ich aber eher ab.
"The Huntsman & the Ice Queen" wird es auch in meine Sammlung nicht schaffen. Wäre Kristen Stewart am Start, dann würde es anders aussehen.
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alex_wintermute
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Beitrag von alex_wintermute »

Sonne und Beton (2023)

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Mir hat der Film sehr gut gefallen. Endlich mal keine fucking Komödie aus Deutschland. "Sonne und Beton" basiert auf dem Debütroman von Felix Lobrecht. Die Handlung des Films ist in einer Plattenbausiedlung am Rande Berlins in Neukölln angesiedelt und dessen junge Protagonisten geraten ungewollt in eine Spirale der Gewalteskalation und Kriminalität. "Sonne und Beton" ist ein gesellschaftskritisches Werk über Jugendliche oder sagen wir besser Problemkinder aus Problembezirken, die den alltäglichen Wahnsinn in ihrem Ghetto trotz physischer und psychischer Gewalt zu überstehen versuchen. Die Performance von Levy Rico Arcos, der den jungen Hauptdarsteller Lukas verkörpert, ist absolut herausragend. Einer der interessantesten Jungdarsteller der letzten Jahrzehnte aus Deutschland. Die stellenweise derbe Sprache bzw. der Jugendslang in David Wnendt Film lebt von Authentizität, die Sprache wirkt bei allen Beteiligten an keiner Stelle des Films irgendwie aufgesetzt. Davon lebt der Film ebenfalls. Meiner Meinung nach gehört "Sonne und Beton" zu den besten Jugendfilmen aus Deutschland. "Sonne und Beton" ist ein sehr guter sozialkritischer Film aus Deutschland von denen es leider viel zu wenig gibt. Klare 9/10
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alex_wintermute
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Beitrag von alex_wintermute »

Operation Fortune (2023)

oper.jpg
oper.jpg (136.19 KiB) 3123 mal betrachtet


Guy Ritchies neuestes Werk. Ganz amüsanter Agentenfilm mit Comedy Einlagen. Jason Statham wie immer cool. Ganz besonders aber sticht Hugh Grant als bisexueller Gangsterboss hervor. Absolut herausragend gespielt. Ansonsten ganz nette Story um eine KI Software, knackige und spritzige Dialoge und ein wirklich toller Cast. Wurde prächtig unterhalten. Empfehlung. 8/10

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alex_wintermute
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Beitrag von alex_wintermute »

Glorious (2022)

Glorious_(film).jpg
Glorious_(film).jpg (101.86 KiB) 3067 mal betrachtet


Eine wirklich kleine Perle, auf IMDB und OFDB vollkommen unterbewertet, von der amerikanischen Regisseurin Rebekah McKendry. In meinen Augen und Ohren ein fantastisches Kammerspiel auf einer Toilette im Nirgendwo. Ryan Kwanten spielt sich die Seele aus dem Leib und die Stimme des Ghatanothoa, von J.K. Simmons im O-Ton gesprochen, ist ebenfalls klasse. Wer auf eine skurrile lovecraftsche Horror Komödie steht, sollte sich dieses Werk nicht entgehen lassen. Aber Achtung: Die deutsche Synchronisation ist eine totale Katastrophe. Sie vernichtet den Film komplett. Eines der mit Abstand schlechtesten dt. Synchronisationen aller Zeiten. Hätte ich den Film nicht zuerst im O-Ton gesehen, sondern in der deutschen Fassung, wäre das MB von Pierrot Le Fou direkt in die Mülltonne gewandert. So aber habe ich einen wirklich tollen Film gesehen und wurde ca. 80 Minuten lang prächtig unterhalten. Geheimtipp. 9/10.
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Beitrag von alex_wintermute »

Dungeons & Dragons: Ehre unter Dieben (2023)

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Klasse Fantasy Film von John Francis Daley und Jonathan Goldstein, die schon mit dem witzigen "Game Night" überzeugen konnten. Das Werk versprüht eine Menge Charme, dank der sympathischen Protagonisten, die einem schnell ans Herz wachsen und dank den starken Gegenspielern. Wer auf "Guardians of the Galaxy" steht, sollte der charmanten Truppe im Fantasyreich eine Chance geben. Gewisse Parallelen sind nicht von der Hand zu weisen. Humor kommt ebenfalls nicht zu kurz. Ich wurde im Kino sogar 2x prächtig unterhalten. Hoffe auf eine Fortsetzung mit gleichem Cast der Truppe. Hugh Grant natürlich möglichst mit dabei. Und mal ein wirklich großes Lob an die deutsche Synchronisation, die ist absolut fantastisch gelungen. 9/10
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Beitrag von alex_wintermute »

Rocco – der Mann mit den zwei Gesichtern (1966)

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Humorvoller Italowestern von Franco Giraldi mit Hunt Powers bzw. Jack Betts in der Hauptrolle. Für einen Italowestern ist der Film recht ungewöhnlich, es ist vielmehr ein Kriminalfilm bzw. Privatdedektivfilm im Italowesterngewand in dem auch der Humor (kein Klamauk) trotz ernstem Thema nicht zu kurz kommt. Habe den Film im deutschen Ton gesehen, an der BRD Synchronisation (es gibt auch noch eine DDR Synchronisation) ist mir nichts Schlechtes aufgefallen. Die deutsche Stimme passt perfekt zu Hunt Powers, auch im Allgemeinen ist die BRD Synchronisation sehr gut gelungen. Das Werk gehört definitiv zu den Italowestern der gehobenen Klasse, kein auf die Schnelle mal abgedrehter Streifen, sondern ganz im Gegenteil. Mir hat Franco Giraldis Film sehr gut gefallen. 8/10

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Beitrag von alex_wintermute »

Monty Python and the Holy Grail (1975)

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Monty Python in Höchstform. Eine großartige Satire über die Sage von König Artus und der Suche nach dem heiligen Gral. Nach "Monty Pythons wunderbare Welt der Schwerkraft" der zweite Spielfilm der Truppe unter der Regie von Terry Gilliam und Terry Jones. Wer auf rabenschwarzen Humor steht, wird mit diesem Werk bestens bedient. Kaum zu glauben, dass das Budget gerade mal bei ca. 200.000 Britische Pfund lag. Neben "Life of Brian" mein absolut liebster Spielfilm von Monty Python. Der Film diente später als Inspirationsquelle für Eric Idles satirisches Broadway Musical "Spamalot", welches für unzählige Tony Awards nominiert und mit zahlreichen Awards ausgezeichnet wurde. 10/10

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Beitrag von alex_wintermute »

Pi (1998)

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Eine Low Budget Perle vom Feinsten. "Pi" ist ein faszinierendes Psychodrama, in dem Genie und Wahnsinn nahe beieinander liegen, ein experimenteller Thriller, geschrieben und inszeniert von Darren Aronofsky. In seinem Debütwerk entführt uns der Regisseur in die Welt der Zahlen. Seine Hauptfigur ist ein Mathegenie, grandios gespielt von Sean Gullette, der auf der Suche nach der ultimativen, universellen, alles umfassenden Weltformel unter Druck gerät und immer mehr in den Wahnsinn abdriftet. Mit wenigen finanziellen Mitteln, das Budget lag gerade mal bei 60.000 US-Dollar, schaffte Darren Aronofsky ein exzellentes Psychodrama bzw. paranoiden Trip zu inszenieren, der sich einer eindeutigen Interpretation entzieht, trotzdem aber den Zuschauer in seinen Bann zu ziehen vermag. Das Werk gewann auf dem Sundance Film Festival 1998 den Preis für die beste Regieleistung. Absolute Empfehlung. 9-10/10

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Beitrag von alex_wintermute »

Das todbringende Ungeheuer (1957)

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Nun ja... um ehrlich zu sein habe ich wesentlich mehr erwartet, zumal mir von Regisseur Nathan Juran seine beiden 50er Jahre Klassiker "Die Bestie aus dem Weltenraum" und "Sindbads 7. Reise" besonders ans Herz gewachsen sind. In "The Deadly Mantis" aka "Das todbringende Ungeheuer" kommt definitiv das Ungeheuer viel zu kurz im Film vor. Mehr Screentime der gigantischen Gottesanbeterin mit mehr Zerstörungswut hätte dem Werk ganz gut getan. Die ersten 50 Minuten plätschern so vor sich hin, da passiert nicht sonderlich viel, bis gegen Ende des Films endlich mal ein bissel mehr Action geschieht. Die Tunnelsequenzen sind noch mit das beste an dem gesamten Film. Alles in allem hat man hier sehr viele Chancen vertan, hätte eine Klassikerperle werden können, Potenzial ist definitiv vorhanden, so aber eher ein Film, den man nicht unbedingt gesehen haben muss. Bei der Anolis VÖ ist übrigens die Super 8 Version mit engl. O-Ton an Bord, zwar eher in schlechter Bildqualität, zeitweise mit Laufstreifen, und leider mit originalen, unausblendbaren dt. Untertiteln, die ziemlich hoch im Bild anliegen, aber mit einer Laufzeit von ca. 8 Minuten alles recht kurz und knackig gehalten. Hier hätte ich mir ein paar Minuten mehr gewünscht, u.a. die komplette Tunnelsequenz wie sie im Hauptfilm zu sehen ist. Das wäre für mich die optimale Version des Films. Und warum das Bildformat des kompletten Hauptfilms in 1,85:1 ist und nicht im originalen 1,33:1 Format, bleibt mir ein Rätsel. Guten Willens vergebe ich gerade noch 6/10.

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Beitrag von alex_wintermute »

Emergency Declaration (2021)

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OMG... was hat sich der Regisseur Han Jae-rim bloß dabei gedacht? Habe dem Film eine 2. Chance gegeben, trotz der horizontalen Lichtstreifen an manchen Stellen im Bild. Dachte zuerst das Problem der Lichteffekte liegt an meinem Panasonic BD/DVD Player oder Panasonic TV, liegt aber definitiv nicht daran. Es sind tatsächlich Lens Flares also ein gewolltes Stilmittel, das mir persönlich aber mächtig auf den Sack geht. In meinen Augen haben diesbezüglich Regisseur und Kameramann komplett versagt, zumal dieses Stilmittel an unzähligen Stellen und an den unlogischsten Stellen im Film eingesetzt wird. Es ist entsetzlich, kann mir leider dieses südkoreanische Werk in der Form nicht mehr antun. Wahrlich eine Zumutung. Und wahrlich eine Schande, da der Film ansonsten recht gut daherkommt. Nach ca. 20 Minuten musste ich aus Frustration abbrechen. Wieder einmal. Wirklich schade. Bewertung entfällt.

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Beitrag von alex_wintermute »

Milano Kaliber 9 (1972)

Caliber_9.jpg
Caliber_9.jpg (31.05 KiB) 2554 mal betrachtet


Meisterwerk von Fernando Di Leo. Das Werk gehört mit zu den besten Gangsterfilmen aus Italien, wenn nicht sogar ist es der beste. Gastone Moschin brilliert als Ugo Piazza, die Performance von Philippe Leroy und Mario Adorf ebenfalls sehr stark. Barbara Bouchet eine wahre Augenweide. Sie alle gehen in ihren Rollen komplett auf. Die Geschichte um Ugo Piazza ist spannend erzählt, man wird sofort in ihren Bann gezogen, untermalt mit einem klasse und einprägsamen Score von Luis E. Bacalov / Osanna, allgemein sticht die Filmmusik besonders hervor. Alles in allem: spannende Story, grandiose Schauspieler, fantastische Musik und exzellente Kameraarbeit. Die deutsche Synchronisation ist zwar nicht schlecht, aber ich empfehle das Werk im italienischen Ton mit deutschen Untertiteln anzuschauen, was den Film nochmals auf einen anderen Level hievt. Im italienischen Ton kommt als Beispiel das "verbale Overacting" von Mario Adorf etwas reduzierter herüber als in der deutschen Fassung. Aber jeder wie es ihm beliebt. Für mich ist "Milano Kaliber 9" der unanfechtbare König des italienischen Gangsterfilms. Ein Glanzstück des Genres. Klare 10/10
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Beitrag von alex_wintermute »

Miraculous: Ladybug & Cat Noir - Der Film (2023)

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OMG... noch so ein Fall. Was ist bloß mit einigen Regisseuren los? Hier hat der Regisseur, der gleichzeitig auch das Drehbuch schrieb, teilweise versagt. Kenne zwar die TV-Serie nicht, die scheint sehr erfolgreich zu sein, gibt es mittlerweile seit über 7 Jahren, nun folgt ein computeranimierter Solofilm im Kino, der von Jeremy Zag geschrieben und inszeniert wurde. Und hier sind wir direkt beim größten Manko des Films: Es ist ein Musical Animationsfilm. Bis zu meinem Kinobesuch wusste ich nichts davon, es traf mich dementsprechend umso härter, da meine Abneigung auf Musicals - bis auf wenige Ausnahmen - extrem hoch ist. Die ca. 5 längeren Gesangspassagen haben schon völlig ausgereicht mir das komplette Kinovergnügen zu vermiesen. Sie zerstören leider den kompletten Film, zumindest in meinen Augen und Ohren. Wahrlich eine Schande, dass Jeremy Zag den Kack in seinem Werk integriert hat. Ohne diese albernen Gesangspassagen wäre das ein wirklich toller Animationsilm geworden, den ich um 8-9/10 bewertet hätte. So aber leider nur 5-6/10.
Zuletzt geändert von alex_wintermute am Di., 09.01.2024 08:17, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von alex_wintermute »

Gangnam Zombie (2023)

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Ganz schwacher Vertreter aus dem Zombie Genre. Musste den Film nach ca. 50 Minuten abbrechen. Der Humor, dem einen an manchen Stellen verkauft wird, ist vollkommen unlustig. Ich musste an keiner einzigen Stelle lachen oder schmunzeln. Neben der perfekten Kameraarbeit ist das einzige Positive an dem Film der erstinfizierte Zombie, der ist wirklich furchteinflößend und hat einige sehr gute Auftritte. Ansonsten ein unnötiger Zombie Streifen, der in totale Langeweile und Belanglosigkeit abdriftet. Und die beiden Hauptcharaktere, gespielt von Park Ji-yeon und Ji Il-joo, konnten mich auch nicht wirklich überzeugen. Ein Film den man definitiv nicht gesehen haben muss. Völlige Zeitverschwendung. Wer auf asiatische Zombie Filme steht, sollte besser mal "Train to Busan" (Südkorea), "Wild Zero" (Japan) und "I Am a Hero" (Japan) antesten. Oder den völlig durchgeknallten "Versus" (Japan) mit Zombie Anleihen ansehen, der ist ebenfalls absolut sehenswert. "The Wailing" (Südkorea) auch nicht verkehrt, tendiert aber eher in Richtung Mystery Thriller mit "Zombie Vibes". Für mich ist "Gangnam Zombie" eine herbe Enttäuschung, habe wesentlich mehr erwartet. Bewertung für das Gesehene 3-4/10.

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Beitrag von alex_wintermute »

Willkommen in Siegheilkirchen (2021)

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Hier verweise ich mal auf eine längere Filmkritik von Irene Genhart, die mir persönlich aus dem Herzen spricht: https://www.filmdienst.de/film/details/ ... filmkritik
Irene Genhart trifft den Nagel auf den Kopf. Und ja... verfasst wurde diese Filmkritik auf der Seite des katholischen Filmdiensts. Hätte nie gedacht, dass es mal so weit kommen mag. Jedenfalls hat der Film alle meine Erwartungen gesprengt. Hut ab, dass Deutschland und Österreich solch einen fantastischen Animationsfilm auf die Beine gestellt haben. Vergebe glatte 9/10 Sterne.

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Beitrag von alex_wintermute »

Screamers (1995)

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Der Film basiert auf der Kurzgeschichte "Variante Zwei" von P. K. Dick, die Anfang der 50er Jahre entstanden ist. Regisseur Christian Duguay hat mit "Screamers" einen unglaublich guten apokalyptischen SciFi Action Thriller abgeliefert, in dem Peter Weller (Robocop) als Colonel Hendricksson die Hauptrolle übernimmt. Das alles mit einem Budget von gerade mal ca. 11 Mio. US-Dollar, was für einen SciFi Action Film nicht gerade viel ist. Herausgekommen ist ein unglaublich spannender Film. Es geht um intelligente Maschinen, die auf KI Basis funktionieren, sich autonom weiterentwickeln und eine neue Roboterrasse erschaffen, die immer mehr menschliche Gestalt annimmt und die sich von niemandem mehr kontrollieren lässt. Unterschwellig wird auch die Frage gestellt, wie der echte Mensch zukünftig vom simulierten Menschen zu unterscheiden ist. Gibt es z.B. Liebe und Suizid unter KI Robotern? Falls KI Roboter eine Art von Bewusstsein entwickeln könnten, wäre so etwas in ferner Zukunft durchaus denkbar. Auch in Christian Duguays Film wird gegen Ende des Films darauf eingegangen. Zumindest etwas. Viele empfinden das Ende als kitschig und aufgesetzt, mich stört es nicht im Geringsten, ganz im Gegenteil. "Screamers" ist ein atmosphärisch starker Film, in dem die Bedrohung durch KI Maschinen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Werk zieht, die Bedrohung ist allgegenwärtig. Auch Actionsequenzen kommen nicht zu kurz. Ich mag den Film immer noch, mittlerweile über 3x gesehen und immer wieder ein Genuss. 8/10

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alex_wintermute
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Beitrag von alex_wintermute »

End of the Century: The Story of the Ramones (2003)

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Exzellenter Dokumentarfilm über die Ramones, einer der einflussreichsten Punkrock Bands der Musikgeschichte. Jim Fields und Michael Gramaglia produzierten und inszenierten den Film. Das Werk verschafft einen tiefen Einblick in die Welt der Ramones mitsamt ihren ganzen Problemen und Konflikten innerhalb der Band. Außerdem sind zahlreiche interessante Interviews der Bandmitglieder und der Band nahestehende Personen sowie Kollegen enthalten. Und Videomaterial über ihre ersten Schritte im CBGB sind ebenfalls zu sehen. Yeah! Ein absolut großartiger Dokumentarfilm, kenne keinen besseren. Absolutes Pflichprogramm, nicht nur für Ramones Fans. Klare 10/10

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Re: Welchen Film habt ihr zuletzt geschaut

Beitrag von alex_wintermute »

When We Were Kings (1996)

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Herausragender Dokumentarfilm von Leon Gast über den "Rumble in the Jungle", dem legendären WM-Boxkampf 1974 in Kinshasa zwischen Muhammad Ali und George Foreman. Selbst heute noch, fast 50 Jahre nach dem Kampf, hat der Film nichts an seiner Elektrizität und Faszination verloren. Man taucht ein in eine der schrillsten Boxveranstaltungen aller Zeiten. Leon Gast wollte ursprünglich das parallel laufende Musikevent in Zaïre filmen, laut einigen Quellen, ist dann aber relativ schnell auf das Boxevent umgeschwenkt. Jedenfalls 4 Tage vor dem WM-Kampf kündigten die Organisatoren eine Verschiebung an, weil George Foreman sich an der Augenbraue verletzte. Der eigentliche Boxkampf musste um 6 Wochen verschoben werden. Leon Gast nutzte die lange Wartezeit um unzähliges Filmmaterial über das Treiben vor und hinter den Kulissen abzudrehen, was weit über normale Pressetermine und Interviews hinausgeht. Der Film wurde 1997 mit dem Oscar für den besten Dokumentarfilm ausgezeichnet. Absolute Empfehlung. 10/10

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