Welches Buch habt ihr zuletzt gekauft/gelesen?

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alex_wintermute
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Re: Welches Buch habt ihr zuletzt gekauft/gelesen?

Beitrag von alex_wintermute »

Die große Geschichte der zeitgenössischen Photographie

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3 Bände. Herausgegeben von Quentin Bajac. Schirmer /Mosel Verlag.
Das Museum of Modern Art in New York besitzt eine der weltweit größten Sammlungen zur Photographie des 20. Jahrhunderts. Um diese reichen Bestände der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sind drei Bände geplant. Band III, in dem die Jahre 1960 bis heute behandelt werden, erscheint als erster - das MoMA zäumt seine Geschichte der Photographie des 20. Jahrhunderts also von hinten auf. Der vorgezogene Blick auf die letzten gut fünf Jahrzehnte hat insofern brisante Priorität, als sich die technischen und künstlerischen Bedingungen des Mediums in diesem Zeitraum dramatisch verändert haben. Am Beispiel der 350 hier versammelten Bilder von rund 250 international namhaften Photographen aller Gattungen wird die Suche nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten ebenso deutlich wie das Ringen um Definitionen dessen, was Photographie im Zeitalter der digitalen Bildproduktion (noch) sein kann. Mitherausgeber Quentin Bajac, Chefkurator für Photographie am MoMA, legt mit diesem Band gleichzeitig eine historische Rekapitulation, eine kritische Analyse und ein in Umfang und Qualität beeindruckendes Bildlexikon der Gegenwartsphotographie vor.

Mit dem zweiten Band, der den Zeitraum von 1920 bis 1960 behandelt, geht das MoMA in seiner Geschichtsschreibung zurück in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. Es sind entscheidende Jahre für die ästhetische, gesellschaftspolitische und technische Entwicklung des Mediums, und ihre Akteure gehören zu den Heroen der Photogeschichte: Ansel Adams, Alfred Stieglitz, Karl Blossfeldt, August Sander, Man Ray, Brassaï, Walker Evans, Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, Edward Steichen, Diane Arbus, Robert Frank.
In acht Kapiteln umspannt der historische Bogen die europäischen, hier insbesondere die deutschen Avantgarden, die amerikanische Moderne, den Surrealismus und den sogenannten „dokumentarischen Stil“ bis hin zu Schnappschuss, Studio- und Subjektiver Photographie und Street Photography.

Mit dem dritten und letzten Band geht das MoMA in seiner Geschichtsschreibung zurück ins Jahr 1840, also bis zu den ersten Anfängen jenes Mediums, das eine neue Ära des Sehens und der visuellen Kultur auslösen sollte. Der historische Bogen reicht von den Pionieren der Photographie wie Daguerre, Gustave Le Gray, Henry Fox Talbot, David Octavius Hill u.a. über Roger Fenton, Nadar, Lewis Carroll und Julia Margaret Cameron bis zu den Piktorialisten der Jahrhundertwende und der innovativen Neuausrichtung des Mediums nach dem Ersten Weltkrieg, für die Namen wie Alfred Stieglitz, Edward Steichen und August Sander stehen.

Quelle: Thalia
Wer sich für Photographie interessiert kommt an diesen 3 Bänden nicht vorbei.

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Sid Vicious
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Re: Welches Buch habt ihr zuletzt gekauft/gelesen?

Beitrag von Sid Vicious »

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Kurz und knapp bis hin zu THE WALL. Es gibt ein paar Infos zur Zusammenarbeit mit Barbet Schroeder und Antonioni sowie zu den Anfagnstagen mit Syd Barrett. Das Buch lässt sich schnell auslesen,denn es ist in keiner Phase langatmig.
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Sid Vicious
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Beitrag von Sid Vicious »

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Ganz fix im Telegrammstil geschrieben:

Nicht schwer zu erraten, dass das Buch hauptsächlich Bowies Berlin-Ära beleuchtet. Rüther besitzt einen angenehmen Schreibstil, der mich stets bei Laune halten konnte. Iggy wird selten erwähnt, der Autor berichtet zwar davon das er (Iggy) Bowies Kühlschrank geplündert hat, aber ansonsten ist es (den Drogenkonsum ausgeklammert) sehr still um ihn (Iggy). Freilich erfährt man viel über die Entstehung der drei Berlin-Alben, Bowies werken mit Brian Eno und Bowies Faible für den deutschen Expressionismus. Zudem wird ein wenig von Romy Haag, Christiane F., Marlene Dietrich und Lou Reed erzählt. Mich hat das Buch gut unterhalten und ich habe einiges dazugelernt.
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Sid Vicious
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Beitrag von Sid Vicious »

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Ich wurde von einem sehr lebendigen wie erfrischenden Schreibstil unterhalten. Der weiter unten gepostete ASPEKTE-Beitrag (die Einleitung von der Tante ist zum Haareraufen, wenn Barrett 40 Jahre nicht ansprechbar war, dann hätte er nach 1967 auch keine Soloalben aufnehmen können) verkündet, dass MISTER PINK FLOYD einer Romanmixtur aus Realität und Fiktion sei. Vieles, das ich aus dem Buch erfahren habe, entspricht allerdings dem, was mir bereits bekannt war, sodass hier wohl weniger an der Phantasieschraube gedreht wurde.

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Sid Vicious
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Beitrag von Sid Vicious »

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Jan Off berichtet von seinem Einstieg in den Punk sowie darüber hinaus und den damit verbundenen kleinen Geschichten. Immer etwas dicker aufgetragen als es vermutlich der Fall war. Vieles (Punkerkartei etc.) hat man ja selbst erlebt und ganz so dramatisch war es nun wirklich nicht. Jans Schreibstil ist freilich kurzweilig, witzig und fesselnd. Ich hatte das Büchlein sehr flink ausgelesen.
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Sid Vicious
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Beitrag von Sid Vicious »

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DER POLIZEIFILM erinnert etwas an den Aufbau der Roloff/Seeßlen-Bücher, allerdings ohne der Gefahr zu erliegen in einer Bleiwüste zu verenden. Ergo keine Überfrachtung, sondern sehr eingängig. Was mir nicht wirklich zusagen mag: Der Autor kann es sich in manchen Passagen einfach nicht verkneifen, seine eigene (zumeist eher negative) Meinung zum jeweiligen Film einzubringen, was manch interessanten Polizeifilm in ein nicht wirklich gutes Licht rückt. Mehr Objektivität hätte nicht schaden können.
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Sid Vicious
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Beitrag von Sid Vicious »

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Sabine Reichel konnte mich von der ersten bis zur letzten Buchseite begeistern. Sie besitzt ein scharfes Auge und lässt uns an ihren Beobachtungen teilhaben. Die vielen tollen Filme von denen die Autorin mit fortwährender Objektivität schreibt, sind freilich nur der sekundäre Part des Buchs. Primär geht es, wie der Buchtitel voraussagt, um die bösen Mädels der US-amerikanischen Lichtspiele. Mit viel Herzblut berichtet die Autorin von den von Barbara Stanwyck, Gene Tierney, Rita Hayworth, Lana Turner (um nur einige zu nennen) dargestellten Filmcharakteren und widmet diesen wie vielen anderen Bad Girls eine flammende Liebeserklärung, die vermutlich nur von ein Frau verfasst werden konnte wie kann.
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Richie Pistilli
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Beitrag von Richie Pistilli »

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Beitrag von Sid Vicious »

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Ich habe so manche Bücher über Western gelesen und kann mit gutem Gewissen behaupten, dass Thomas Jeier seinen Lesern einen guten Genreeinstieg liefert. Vieles kannte ich freilich von Seeßlen und Hembus, aber Jeier konnte mich auch mit Bekanntem für sich gewinnen. Die Aufteilung des Buchs ist gut und man surft vom Stummfilm-Western über den psychologischen Western hin zum IW und dem Spätwestern. Jeier erwähnt die üblichen und wichtigsten Filme und verzichtet darauf die Filme besonders schön oder schlecht zu reden. Er bringt die Zitate von bekannten Autoren ein und liefert sein (!) objektives Bild zum Westernkino. Das der Italo-Western nur mit den üblichen sechs Verdächtigen (Comedies ausgeschlossen) vertreten ist, überrascht freilich nicht.
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Beitrag von Sid Vicious »

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Prüßmann legt in seinem Buch sehr gut los. Berichtet vom Mythos des Vampirs. Verkündet das Wichtigste aus Stokers Dracula-Roman und lässt dieses sowie die Fakten über den realen Dracula in seine Filmbesprechungen einfließen, sodass man zwei Drittel seines Buchs mit fortwährender Spannung konsumieren kann. Im letzten Drittel geht s um die zahlreichen Varianten des Dracula-Stoffs, die den Sprung in die Lichtspiele schafften. Wie manch anderer Buchautor ist auch Prüßmann kein Freund der Inszenierungen eines Jess Franco. Was Prüßmann in diesem Kontext von seinen Kollegen abhebt: Er definiert die inszenatorischen Defizite, die NACHTS, WENN DRACULA ERWACHT für sich beansprucht. Ferner geht er auf die Schriften von Filmkritikern ein und weißt beispielsweise darauf hin, dass es sich Giessen mitunter sehr einfach gemacht hat, wenn ihm ein Film wie Herzogs NOSFERATU nicht zusagte. Unter dem Strich ist Prüßmanns Buch absolut lesenswert!
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Beitrag von Sid Vicious »

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Bodo Fründt liefert einen guten Einstieg in Hitchcocks Gesamtwerk sowie einigen begleitenden Informationen aus Hitchs Privatleben. Für mich, der ich zwar den Löwenanteil seiner Filme geschaut habe, aber das krasse Widerspiel zu einem Hitchcock-Insider bin, bewies sich die Lesung als sehr fruchtend. Die erfahrenen Hitch-Freaks werden allerdings nicht sonderlich viel Neues erfahren. Fründt beruft sich in seinen Buch stets wiederkehrend auf Donald Spoto und freilich auch auf Truffaut. Ich vermute, dass genannte Autoren einen tiefgründigeren Einblick in Hitchcocks Werk liefern.
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Re: Welches Buch habt ihr zuletzt gekauft/gelesen?

Beitrag von Sid Vicious »

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Weiter ging es mit John Gabrees DER KLASSISCHE GANGSTERFILM. Gabree fokussiert die 1930er und die 1940er. Er geht zumindest oberflächlich auf Zeitgenössisches und Politisches ein, um ein besseres Filmverständnis beim Leser zu erzeugen. Aufgrund der geringen Seitenzahl (ca. 185, vereinzelnd mit Abbildungen) kann das Genre nicht in epischer Breite abgehandelt werden. Manches wird erwähnt, aber halt nicht vertieft. Zum Zweck der Vertiefung kann man sich DER ASPHALT-DSCHUNGEL (Roloff / Seeßlen) sowie BAD GIRLS (Sabine Reichel) zu Gemüte führen. Sobald Gabree die 1960er anschneidet, bewegt sich das Buch flink dem Ende entgegen. So wird das Black Cinema (Gabree spricht vom Negerfilm) schlussendlich nur sporadisch angesprochen.
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Re: Welches Buch habt ihr zuletzt gekauft/gelesen?

Beitrag von Sid Vicious »

In dieser Woche haben drei neue Bücher in die Sammlung erreicht.
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