DEM TODE ENTRONNEN - George Marshall

Schweigsame Männer, sprechende Colts und galopierende Gäule - Der traditionelle Western made in USA
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Anti-Hero
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DEM TODE ENTRONNEN - George Marshall

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Sergeant Emmett Bell und Arzt Dr. Holden beaufsichtigen in Oregon ein Großreservat, das mehrere Indianerstämme beherbergt. Genau auf diesem Gebiet will die US-Kavallerie eine Straße und ein Fort bauen. Doch die Indianer wollen sich nicht noch einmal von dem ihnen zugesprochenen Land vertreiben lassen. So bleibt den Häuptlingen der Stämme nur noch ein Mittel: Krieg!

mit Jeff Chandler, Ward Bond, Dorothy Malone, Lee Marvin etc.

USA 1956


Erstaunlich frömmlerischer Western, dessen Indianerhäuptlinge nach Missionierung Issac, Aaron und Jakob heißen und am Ende die Waffen niederlegen, nachdem ein Soldat ihnen zuruft, dass sie ihrer biblischen Namen nicht länger wert seien. :? Was den Film allerdings rettet, sind die wundervollen Cinemascope-Bilder, die sehr leichenreiche Handlung und gut inszenierten Actionszenen. Das bekam man 1956 im Kino sicherlich nicht alle Tage zu sehen.
Die christliche Agenda wird nicht nur durch die Taufe der Indianer verbreitet, sondern auch durch den trinkenden und hemdsärmlichen ,doch bibelfesten Sergeant Bell (Jeff Chandler), der die untreue Frau eines Kameraden zwar mehrfach rettet, aber konsequent abweist, bis sie wieder zu ihrem Gatten zurückkehrt. Am Ende leitet er dann einen Gottesdienst, womit die Botschaft noch einmal mit dem Vorschlaghammer eingewalzt wird.
Eine interessante Nebenrolle als Feldwebel unter jungen Rekruten hat Lee Marvin, während Ward Bond als christlicher Missionar sehr fest eingeschnürt ist.

Als Actionfilm im Schema "Truppe im Feindesland" durchaus gelungen. In seiner Ideologie geht er weit über das hinaus, was man als US- Wertefundament der 50er durchgehen lassen kann und löst eher Verlegenheit aus.

6/10
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