DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Gruselschocker aus Großbritannien, Spanien, Frankreich usw.
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Prisma
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DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

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● DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN / BLUTRAUSCH DER VAMPIERE / DIE GROTTE DER LEBENDEN TOTEN (D|JUG|1964)
mit Adrian Hoven, Karin Field, Carl Möhner, Erika Remberg, John Kitzmiller, Emmerich Schrenk und Wolfgang Preiss
eine Produktion der Objectiv Film | Triglav Film | im Schneider Filmverleih
ein Film von Ákos von Ráthonyi


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»Sie glauben nicht an Vampire?«


Eine Mordserie erschüttert ein kleines Bergdorf auf dem Balkan, bislang wurden sieben junge Frauen tot aufgefunden. Nach der Bitte um internationale Hilfe entsendet die Interpol Inspektor Frank Doren (Adrian Hoven), der diesen unmlichen Fall rasch aufklären soll. Sein geplantes Inkognito geht allerdings völlig daneben und schon bald weiß jeder, weswegen er anwesend ist. Bei seinen Nachforschungen fallen ihm gewisse Umstände auf, die einen neuen Todesfall ankündigen. Zunächst fällt jedes Mal der Strom im Dorf aus, dann verschwinden die Leichen im Schutze der Dunkelheit unmittelbar nach den Morden. Doren findet unter den Einheimischen sehr eigenartige Zeitgenossen, die sich jeweils sehr verdächtig benehmen und bei einer alten Wahrsagerin fällt schließlich das Schlagwort Vampire. Die mysteriösen Vorgänge führen den Ermittler schließlich zu Professor von Adelsberg (Wolfgang Preiss) der sich in seinem Schloss der Forschung verschrieben hat. Doch dem Wissenschaftler eilt eine kollektive Angst voraus, denn so gut wie jeder der Bewohner vermutet in seinem Schloss und der darunterliegenden Grotte den Schlupfwinkel der Vampire...

Ákos von Ráthonyis Horror-Beitrag entstand zu einer Zeit, in der die Kriminalwelle insbesondere durch die Edgar-Wallace-Verfilmungen Hochkonjunktur hatte. Der Versuch, ein anderes Genre auf Basis bestehender Sehgewohnheiten für den deutschen Kinogänger zu etablieren, ist mit diesem ungewöhnlichen Experiment jedoch gescheitert, da dieser Beitrag ziemlich uneigenständig und in vielerlei Hinsicht auch nicht selbstbewusst genug ist. Als geneigter Zuschauer verfrachtet man derartige Filme jedoch gerne in die Kategorie »gerne gesehen«, weil es auch hier manchmal kaum zu glauben ist, dass die Produktion unter diesen Voraussetzungen und vor allem als fertiges Endprodukt genau so in die Kinos kam, wenn ein Flop aus zahlreichen Gründen doch determiniert erscheint. Die deutschen Verleihtitel sprechen Themen an, die man hier nur äußerst bedingt finden, wenn nicht sogar vergeblich suchen wird, und mit dem zugegebenermaßen wohlklingenden Originaltitel "Der Fluch der grünen Augen" stellt sich ganz bewusst ein Wallace-Bezug wie etwa zu "Der Fluch der gelben Schlange" her, um mögliches Publikum abzugreifen. Die Strategie ging dem Vernehmen nach alles andere als auf, und zurück bleibt eben ein Einzelgänger der möglicherweise Vorreiter sein wollte. Lässt man die Inszenierung Revue passieren, stellt sich eigentlich sehr schnell heraus, dass die Rahmenhandlung bis hin in die Details vollgestopft mit gängigen Klischees ist, die in lediglich aufgewärmter Form nicht so recht ankommen wollen. Das große Ausleihen von Inhalten aus noch größeren Klassikern treibt in Ákos von Ráthonyis daher nur recht konventionelle Blüten und schließlich fühlt man sich bestenfalls lediglich nach Krimi-Richtlinien unterhalten. Ein paar ungewöhnliche Register werden angesichts des bestehenden Zeitfensters gezogen, so geht es beispielsweise beim Thema Nacktheit hier und da deutlich über Andeutungen hinaus.

Aufgrund der Tatsache, dass vieles nicht recht zusammenpassen will, kommt es unterm Strich zu einem eigenartigen Profil. Zu Beginn geht es gleich Schlag auf Schlag, denn die Informationsflut ist hoch und die Irreführung groß. Der Regisseur selbst spendiert sich einen Cameo-Auftritt und die Fahrt ins Ungewisse kann für Adrian Hoven losgehen. Auffällig beim einsetzenden Vorspann ist die Titelmusik von Herbert Jarczyk, die sich in ihrer jazzigen Art und Weise vielleicht in einem Jugend-Drama mit passender Scheunenparty wohlgefühlt hätte. In anderen Szenen, wenn Schatten umher schleichen und Morde geschehen, passt die elektrisch aufgeladene Untermalung allerdings sehr gut und es ist erstaunlich, wie es zu solch signifikanten Unterschieden kommt. Die Besetzung präsentiert sich als ein Konglomerat aus bekannten Namen, neuen Gesichtern und der zweiten Garnitur. Adrian Hoven, nach persönlichem Ermessen so häufig wie auch hier fehlbesetzt, liefert kaum neue Impulse um einen ansprechenden Eindruck hinterlassen zu können. Wie schon beispielsweise in "Das Rätsel der roten Orchidee" stellt man sich mit Vorliebe dutzende andere Darsteller vor, die diesen Part hätten überzeugender interpretieren können. Ihm fehlt Schwung und Vehemenz, sodass er niemanden beeindrucken außer einer Dame in der Geschichte kann, wenn auch nur auf dramaturgischer Basis. Diese wird gespielt von der damaligen Neuentdeckung Karin Field, die bislang noch jeden Film bereichern konnte. "Der Fluch der grünen Augen" stellt nicht nur ihren ersten Kinofilm dar, sondern diese Partizipation ebnet auch gleichzeitig das unumstößliche Rollenprofil der attraktiven Schauspielerin, bis auf wenige Hauptrollen und einige belanglose Einsätze konnte sie sich leider nur einseitig, wenn auch konsequent in der Branche etablieren. Aber auch hier gilt: Ein Karin-Field-Film ist stets ein guter Film.

Von Carl Möhner, Emmerich Schrenk, Erika Remberg und dem vor allem in Europa bekannten amerikanischen Interpreten John Kitzmiller sieht man routinierte Darbietungen, sie arbeiten aber auch gleichzeitig das wässrige Element der Dramaturgie heraus. Was bei den meisten Beteiligten nur nach Ahnungen aussieht, wird bei Wolfgang Preiss zum Corpus Delicti, denn er wirkt dieser hier angebotenen Rollenschablone alles andere als angepasst. Mit wenig Überzeugungskraft und empfundener Gleichgültigkeit, agiert der sonst so präzise und verschlagen wirkende Herr leider weitgehend blass und es wurde viel von der anvisierten Wirkung verschenkt. Stilistisch und inszenatorisch betrachtet man nüchtern also ein Wechselbad der Qualitätsebenen doch es soll auch nicht verschwiegen werden, dass der Verlauf zahlreiche Momente offenbart, die wirklich gelungen sind. Hier und da kommt die gewünschte Grusel-Atmosphäre auf und es entstehen ein paar beunruhigende Strecken. Vor allem die Schauplätze sind angemessen eingefangen worden, zu nennen sind vor allem die Szenen in der unterirdischen Grotte, doch insgesamt bekommt wird man etwas zu spärlich mit der potentiellen Würze des Hauptthemas versorgt. Großer Pluspunkt bleibt nach persönlichem Ermessen also wieder einmal der transportierte Mut der Verzweiflung, denn die offensichtliche Hoffnung auf Erfolg bei einem vorprogrammierten Flop ist nicht genügend zu würdigen. Was bleibt ist sozusagen ein grauer Farbtupfer in der zeitgenössischen deutschen Kino-Landschaft, der unterm Strich wenigstens einen diffusen Unterhaltungswert mit ausreichend Trash-Charme bieten kann. Ob man Ákos von Ráthonyis unorthodoxes Kriminal-Horror-Gebräu einmal probiert haben muss, bleibt letztlich die entscheidende Frage, denn nach diesen zahlreichen gegensätzlichen Eindrücken ist es kaum mehr möglich, zwischen Gut und Böse zu unterscheiden. Daher bleibt das Fazit ganz im Sinne der Strategie des Films gewollt diffus. Unterhaltsam schon, gelungen unter Vorbehalt, denn diesem Beitrag können effektiv nur persönliche Präferenzen zu einem passenden Gesamteindruck verhelfen.

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Richie Pistilli
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von Richie Pistilli »

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Ein wohliger Grusel-Krimi, der seine wahre Pracht aber auch nur in der deutschen Sprachfassung entfaltet. Nachdem ich mir den Film zum ersten Mal in der englischsprachigen Fassung ansah, hinterließ dieser zunächst ein Gefühl der Unzufriedenheit, denn irgendwie wirkten die vertrauten Darsteller unecht. Erst mit Sichtung der deutschen Sprachfassung zündete dieser Vampir-Krimi aus unseren Breitengraden erst richtig, wobei mich hierbei stellenweise die Stimme von Karin Field etwas irritierte. Kein Wunder, denn ein Blick in die Synchronkartei ergab im Nachhinein, dass diese tatsächlich nicht mit ihrer eigenen Stimme sprach, sondern letztlich synchronisiert wurde - und zwar von keiner Geringeren als Marisa Mell!!


Im Rahmen der kürzlich erschienenen DVD von PIDAX landete dieser kleine, feine und in s/w gehaltene Kriminalfilmhorror ein weiteres Mal im Abspielgerät, was erneut einen vergnüglichen Filmabend mit sich brachte. Aufgrund der zusammengestückelt wirkenden Credits gehe ich stark davon aus, dass die PIDAX DVD der amerikanischen DVD von Image Entertainment entsprechen dürfte, denn sowohl die Laufzeiten (unter Berücksichtigung des NTSC/PAL-Laufzeitunterschieds) als auch die merkwürdige Credit-Folge (siehe Spoiler) scheinen zumindest identisch zu sein.

► Text zeigen

Laut einer Rückmeldung aus dem alten Forum scheint die seltene VHS-Fassung die dubiose Nacktszene beinhaltet zu haben, die auf der aktuellen PIDAX DVD lediglich in den Extras enthalten ist (Dauer: 0:45). Was hat es mit dieser ominösen Szene eigentlich auf sich und an welcher Stelle des Films sollte diese ursprünglich gezeigt werden? So richtig Sinn macht das Gezeigte aber irgendwie auch nicht, denn die beteiligte Dame hat mit der eigentlichen Geschichte rein gar nichts am Hut, da sie in dieser weder davor, noch danach wieder zum Thema wurde.



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Prisma
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von Prisma »

Richie Pistilli hat geschrieben:wobei mich hierbei stellenweise die Stimme von Karin Field zunächst etwas irritierte. Kein Wunder, denn ein Blick in die Synchronkartei ergab im Nachhinein, dass diese tatsächlich nicht mit ihrer eigenen Stimme sprach, sondern letztlich synchronisiert wurde - und zwar von keiner Geringeren als Marisa Mell!

Mit der Stimme der hochgeschätzten Karin Field ist das wirklich so eine Sache. Obwohl ich schon einige Filme mit ihr gesehen habe, könnte ich bis heute nicht beschwören, ihre eigene Stimme überhaupt jemals gehört zu haben. Das gilt sogar für die rein deutschen Produktionen, was aber natürlich auch an mangelnden Vergleichsmöglichkeiten wegen der Häufigkeit ihrer Fremdsynchros liegen mag. Die Sache mit Marisa Mells Synchronstimme finde ich ganz interessant, da sie ja nur ganz selten selbst synchronisiert hat, und ich hätte sie hier beim besten Willen nicht identifizieren können. Ihre letzte derartige Arbeit stellt ja bereits "Scharfe Küsse für Mike Forster" von 1965 dar, wo sie sich allerdings auch selbst gesprochen hat. Und was Karin Field generell betrifft, so wird sie wohl eines dieser ewigen Rätsel bleiben.

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Richie Pistilli
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von Richie Pistilli »

Prisma hat geschrieben:Mit der Stimme der hochgeschätzten Karin Field ist das wirklich so eine Sache. Obwohl ich schon einige Filme mit ihr gesehen habe, könnte ich bis heute nicht beschwören, ihre eigene Stimme überhaupt jemals gehört zu haben. Das gilt sogar für die rein deutschen Produktionen, was aber natürlich auch an mangelnden Vergleichsmöglichkeiten wegen der Häufigkeit ihrer Fremdsynchros liegen mag.
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Dass Karin Field in ihren Rollen vornehmlich synchronisiert wurde, ist mir ehrlich gesagt bis dato noch gar nicht aufgefallen (und dabei habe ich mir ihre Darbietung im RASTHAUS DER GRAUSAMEN PUPPEN unzählige Male zu Gemüte geführt). Lediglich beim FLUCH DER GRÜNEN AUGEN kamen mir auf Anhieb erhebliche Zweifel, dass die zu hörende Stimme ihre eigene sein soll. Werde dann zukünftig bei ihren Filmdarbietungen etwas genauer hinhören müssen, denn dass sie in keiner einzigen der rein deutschen bzw. österreichischen Filmproduktionen mit ihrer eigenen Stimme sprach, kann ich mir irgendwie nicht vorstellen (es sei denn, sie hätte von Geburt an eine etwas merkwürdige Stimmfarbe vererbt bekommen, die letztlich so rein gar nicht zu ihrer Persönlichkeit passen mag). Leider liegen mir von diesen Filmen lediglich DIE LIEBESQUELLE, DER BUCKLIGE VON SOHO und SCHWARZER MARKT DER LIEBE vor - alle anderen verfügbaren Filme mit ihr sind Co-Produktionen. Von den mir noch unbekannten Titeln würden mich übrigens DAS MÄDCHEN MIT DEM MINI und Radley Metzgers MÄDCHEN ZWISCHEN SEX UND SÜNDE am meisten reizen. Mal schauen, was die Zukunft noch so alles bringt...


Prisma hat geschrieben:Die Sache mit Marisa Mells Synchronstimme finde ich ganz interessant, da sie ja nur ganz selten selbst synchronisiert hat, und ich hätte sie hier beim besten Willen nicht identifizieren können.

Auch diese Info ist mir völlig neu. Vielen Dank.

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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von Prisma »

Richie Pistilli hat geschrieben:DER BUCKLIGE VON SOHO

Genau in den habe ich heute extra nochmal reingeschaut, da sie hier Sergeant Morgan spielen soll. Zwar ist die dort zu sehende Schauspielerin offensichtlich mit ihrer Originalstimme zu hören, doch mir fiel wieder ein, dass ich eigentlich schon immer bezweifelt habe, dass es sich hierbei überhaupt um Karin Field handelt. Die wenigen Szenen mit Sergeant Morgan habe ich mir schon so oft angeschaut, um sie aus irgend einem Winkel oder einem Impuls heraus erkennen zu können, doch ich sehe sie hier einfach nicht. Ich mag mich da natürlich täuschen, aber so gesehen ist es auch wieder eines der typischen KF-Rätsel. Die von Dir genannten Filme kenne ich auch, oder würde sie ebenfalls gerne mal sehen, aber ich bekam auch hier nie den Eindruck, dass es sich um eine Originalstimme handelt. Eigenartig, das Ganze! Als eine ihrer rein deutschen Produktionen ist mir noch "Heintje - Ein Herz geht auf Reisen" eingefallen, aber ich erinnere mich nicht mehr an ihre Stimme oder diesbezügliche Eindrücke. Leider habe ich in diesem speziellen Fall auch keine besondere Lust, es noch einmal zu überprüfen. :mrgreen:

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Richie Pistilli
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von Richie Pistilli »

Prisma hat geschrieben:
Mo., 09.11.2020 10:51
Leider habe ich in diesem speziellen Fall auch keine besondere Lust, es noch einmal zu überprüfen. :mrgreen:

Das kann ich gut nachvollziehen :)
Werde zukünftig bei Filmen, an denen Frau Field mitwirkte, einfach etwas genauer hinhören ;)

Percy Lister
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von Percy Lister »

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"Der Fluch der grünen Augen" (Cave of the Living Dead) (Deutschland / Jugoslawien 1963)
mit: Adrian Hoven, Karin Field, Wolfgang Preiss, Erika Remberg, Carl Möhner, John Kitzmüller, Emmerich Schrenk, Laci Cigoj, Vida Juvan, Stane Sever, Tito Strozzi, Danilo Turk u.a. | Drehbuch: Kurt Roecken und Ákos von Ráthonyi | Regie: Ákos von Ráthonyi

Inspektor Frank Doren wollte sich eigentlich ein paar Tage Ruhe gönnen, als ihn sein Chef in ein kleines Dorf auf dem Balkan beordert, um eine mysteriöse Todesserie aufzuklären, der bisher bereits sechs junge Frauen zum Opfer fielen. Der Landarzt bescheinigte Kreislaufversagen als Todesursache, obwohl jede Leiche Bisswunden am Hals aufwies. Als der Inspektor sich im Dorfgasthaus einmietet, gibt es wieder einmal einen Stromausfall, der jedem ungeklärten Todesfall vorausgeht. In der selben Nacht stirbt das Schankmädchen Maria, welches im Zimmer nebenan schläft. Inspektor Doren erhält eine Einladung auf das Schloss von Professor Adelsberg, der sich mit Forschungen befasst und zu diesem Zweck eine Sekretärin angestellt hat, die bald zum Ziel finsterer Pläne wird....

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Womit lässt sich die Phantasie eines durch die Krimiwelle der Konkurrenz übersättigten Publikums in Zeiten von Edgar Wallace, Dr. Mabuse und Jerry Cotton noch fesseln? Welche Schrecken hält das Kino im Rahmen seiner Möglichkeiten weiter bereit? Wer kann von sich behaupten, dass er gegen die Vorstellung eines dämonischen Blutsaugers gefeit ist? Wenn alle Geschichten erzählt worden sind, greift man wieder auf bewährte Legenden zurück, deren Wirkung sich mit wissenschaftlichen Methoden nicht entzaubern lässt. So versucht sich auch das deutsch-jugoslawische Film-Team um den Ungarn Ákos von Ráthonyi an einer Interpretation von Vlad Tepes, der seine Heimat durch eine grausame Gewaltwelle als Ort der unheimlichen Beklemmung in Verruf brachte und durch die literarische Auswertung von Bram Stoker ebenso berühmt wurde wie Mary Shelleys "Frankenstein". Die Verbindung von Elektrizität und Tod zeigt die Rückständigkeit auf, die typisch für abgelegene Landstriche war und die bäuerliche Bevölkerung anfällig für Aberglauben und Misstrauen gegenüber Neuem und Fremdem machte. In diesem Klima der selbst geschaffenen Angst gedeihen die Früchte der Restriktion besonders gut und entpuppen sich oft als fatale Unheilbringer für ganze Gemeinden. Dabei beginnt der Film mit weltmännischen Anspielungen auf Ästhetik und Genuss, zeigt Porträts von Frauen, die sich mit (grünen) Nelken schmücken, dem Erkennungszeichen der Gefolgschaft des irischen Autors Oscar Wilde, der das Streben nach Schönheit zur Lebensphilosophie erhob, später jedoch vor allem wegen seiner Homosexualität und des damit verbundenen Gerichtsprozesses breitenwirksam bekannt wurde. Welche Vorzeichen sendet die Produktion damit aus?

Die Schauspielriege vereint sowohl moderne, als auch traditionelle Elemente und bietet mit Wolfgang Preiss und Adrian Hoven zwei routinierte Charaktere auf, deren Image so weit gediehen ist, dass die Rollenverteilung von Beginn an klar und unverrückbar scheint. Den Auftrag des Ermittlers erledigt Hoven mit gewohnt zügigem Einsatz, wobei er in seiner neuen Umgebung mit seiner jungenhaft-herben Ausstrahlung punkten kann, sind die Männer des Ortes doch durchwegs Waldschrate oder intellektuell zurückgebliebene Außenseiter. Dieser Konstellation ist es auch zu verdanken, dass sich eine wenig überzeugende Romanze zwischen ihm und der feingliedrigen Karin Field anbahnt, die sich durch ihr Aussehen ebenfalls stark von den weiblichen Einwohnern des Gebiets unterscheidet. Die Bedrohung durch den enigmatischen Wolfgang Preiss legt sich wie ein schwerer Schatten auf das Schloss und manifestiert sich in vielen Kleinigkeiten wie dem Verbot der Eitelkeit durch die Vernichtung von Spiegeln, den besessenen Forschungen an der Materie Blut und seiner Ablehnung moderner Elektroanlagen. Sein Spiel ist verhalten und platziert ihn in der zweiten Reihe, was ihm ein wenig vom morbiden Glanz nimmt, den er sonst für eine Rolle mitzubringen pflegt. Im Vergleich zu den grobschlächtigen Gestalten der Umgebung wirkt er wie ein Fremdkörper, der sich in seinem Schloss ein Refugium gegen die Banalität des Lebens geschaffen hat. Er steht in der Hierarchie über den Dorfbewohnern und residiert auch geografisch über ihnen, weshalb sich das Gefälle zwischen dem ursprünglichen bäuerlichen Umfeld und der herrschaftlichen Abgeschiedenheit sehr deutlich auftut und die beiden Welten gegeneinander aufwiegt und voneinander isoliert.

Inszenatorisch bietet der Film einige interessante Aspekte, die von der Symbiose einer Kriminalhandlung mit dem legendären Vampir-Genre bis zur Einführung einer neuen weiblichen Hauptdarstellerin reichen. Karin Field erweist sich als solide Wahl, die den Vorgaben entsprechend bewusst Akzente setzen kann, obwohl sie in vielen Szenen als attraktiver Blickfang an der Seite des Ermittlers besetzt wird. Diese Absicht des Regisseurs zeigt sich vor allem im Finale, wo sie Adrian Hoven mit aufgeknöpfter Bluse in die Grotten folgt, nachdem sie kurz zuvor von einem weiblichen Vampir angegriffen wurde. Die sexuelle Komponente wird durch die Blutsauger dort betont, wo die Zensur die Schere anzusetzen pflegte. Die Unbesiegbarkeit der Untoten verschafft ihnen einen Vorteil vor den verwundbaren Menschen, die jederzeit mit ihrem Ende rechnen müssen und deren Blut Lebenssaft und Schwachstelle zugleich darstellt. Die Schauplätze sind überaus stimmig und verheißen durch das verlockende Spiel mit Licht und Schatten permanente Anspannung. Ákos von Ráthonyi bemüht sich redlich, den Geist bekannter Vorgänger einzufangen und überzeugend auf die Leinwand zu bringen. Brave Handwerker wie der Komponist Herbert Jarczyck und der Kameramann Hrvoje Saric tragen das Ihre dazu bei, dass gelungene optische Reize mit akustischer Innovation verknüpft werden und der Zuschauer sich an vielen anregenden Bildsequenzen erfreuen kann. Der Stoff birgt natürlich eine gewisse Vorhersehbarkeit in sich, wartet jedoch mit genügend Zutaten auf, die den Film trotz einiger Durchhänger sehenswert machen und der vor allem für Freunde des abstrakten deutschen Kriminalfilms der Sechziger Jahre interessant ist.

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Prisma
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von Prisma »

Richie Pistilli hat geschrieben:
Sa., 07.11.2020 11:16
Kein Wunder, denn ein Blick in die Synchronkartei ergab im Nachhinein, dass diese tatsächlich nicht mit ihrer eigenen Stimme sprach, sondern letztlich synchronisiert wurde - und zwar von keiner Geringeren als Marisa Mell!!

Nach der jüngsten Sichtung des Films habe ich mich an unser damaliges Gespräch über die in der Synchronkartei angegebene Information erinnert, die Marisa Mell als Sprecherin für Karin Field ausweist. Nach näherer Betrachtung kann ich nur sagen, dass es sich sozusagen ohrenscheinlich keinesfalls um Marisa Mells Stimme handeln kann, da hier wirklich alles Charakteristische in der Stimmfärbung fehlt, was Marisa Mell ausmacht. Nur wer hat letztlich gesprochen? Im Dunstkreis bekannter Sprecherinnen kam mir die Stimme in Ákos von Ráthonyis Beitrag überhaupt nicht bekannt vor. Dann habe ich mir mal spaßeshalber "Heintje - Ein Herz geht auf Reisen" angeschaut, den einzigen Film in dem ich Karin Fields Originalstimme spontan vermutet hätte. Zu meiner Überraschung handelte es sich tatsächlich um die identische Stimme, die in "Der Fluch der grünen Augen" zu hören ist. Ergo ist es entweder die gleiche Synchronsprecherin gewesen - was ich aber aus mehreren Gründen für sehr unwahrscheinlich halte - oder Karin Fields Echtstimme, wovon ich mittlerweile stark ausgehe. Das werde ich dann bei passenden Gelegenheiten nochmal mit anderen Produktionen vergleichen.

samgardner
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von samgardner »

Prisma hat geschrieben:
So., 25.12.2022 21:38
Richie Pistilli hat geschrieben:
Sa., 07.11.2020 11:16
Kein Wunder, denn ein Blick in die Synchronkartei ergab im Nachhinein, dass diese tatsächlich nicht mit ihrer eigenen Stimme sprach, sondern letztlich synchronisiert wurde - und zwar von keiner Geringeren als Marisa Mell!!

Nach der jüngsten Sichtung des Films habe ich mich an unser damaliges Gespräch über die in der Synchronkartei angegebene Information erinnert, die Marisa Mell als Sprecherin für Karin Field ausweist. Nach näherer Betrachtung kann ich nur sagen, dass es sich sozusagen ohrenscheinlich keinesfalls um Marisa Mells Stimme handeln kann, da hier wirklich alles Charakteristische in der Stimmfärbung fehlt, was Marisa Mell ausmacht. Nur wer hat letztlich gesprochen? Im Dunstkreis bekannter Sprecherinnen kam mir die Stimme in Ákos von Ráthonyis Beitrag überhaupt nicht bekannt vor. Dann habe ich mir mal spaßeshalber "Heintje - Ein Herz geht auf Reisen" angeschaut, den einzigen Film in dem ich Karin Fields Originalstimme spontan vermutet hätte. Zu meiner Überraschung handelte es sich tatsächlich um die identische Stimme, die in "Der Fluch der grünen Augen" zu hören ist. Ergo ist es entweder die gleiche Synchronsprecherin gewesen - was ich aber aus mehreren Gründen für sehr unwahrscheinlich halte - oder Karin Fields Echtstimme, wovon ich mittlerweile stark ausgehe.
Ich denke, dass du damit wohl richtig liegst, zumal im "Fluch der grünen Augen" ja ansonsten tatsächlich alle deutschsprachigen Darsteller mit ihrer eigenen Stimme zu hören waren - durchaus ungewöhnlich bei so einem Film.

Auch bezüglich Karin Fields Mitwirkung in "Der Bucklige von Soho" würde ich deine Zweifel unterstützen. Mir scheint die Darstellerin von "Sergeant Morgan" auch schon etwas älter zu sein als Karin Field. Hier gibt's ein ganz gutes Standfoto der Dame: https://www.imdb.com/title/tt0060192/me ... 293176321/

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Prisma
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von Prisma »

samgardner hat geschrieben:
Mo., 26.12.2022 16:22
Ich denke, dass du damit wohl richtig liegst, zumal im "Fluch der grünen Augen" ja ansonsten tatsächlich alle deutschsprachigen Darsteller mit ihrer eigenen Stimme zu hören waren - durchaus ungewöhnlich bei so einem Film.

Stimmen kann ich recht gut zuordnen und Marisa Mells Stimme kenne ich auch ganz gut, von daher hat da für mich etwas nicht ganz gestimmt. Trotzdem bin ich mit sowas immer vorsichtig, da ich mir denke, dass die entsprechenden Informationen ja irgendwo herkommen müssen und was dran sein muss. Ich wüsste halt gerne, wie gerade diese Meldung zustande gekommen ist, denn es bestehen keine Ähnlichkeiten bei den beiden Stimmen. Dass die Info kursiert, Karin Field sei synchsonisiert worden, ist vielleicht sogar gar nicht so weit hergeholt, da die jugoslawischen Schauspieler fremdgesprochen sind und Karin Fields Stimme eigenartig gedrückt klingt. Aber nach dem Stimmvergleich mit dem anderen "Heintje"-Film war es dann doch die gleiche Stimme. Es ist halt immer schwierig etwas herauszufinden, wenn eine Schauspielerin wie Karin Field ab einem gewissen Zeitpunkt spurlos verschwunden ist.

samgardner hat geschrieben:
Mo., 26.12.2022 16:22
Auch bezüglich Karin Fields Mitwirkung in "Der Bucklige von Soho" würde ich deine Zweifel unterstützen. Mir scheint die Darstellerin von "Sergeant Morgan" auch schon etwas älter zu sein als Karin Field. Hier gibt's ein ganz gutes Standfoto der Dame: https://www.imdb.com/title/tt0060192/me ... 293176321/

Ja, auf jeden Fall. Abgesehen davon, dass sie sich nicht ähneln, haben sie beispielsweise auch unterschiedliche Augenfarben und ich denke nicht, dass bei einer so kleinen Rolle diese Overage gemacht worden wäre. Hier würde mich allerdings auch sehr interessieren, woher letztlich die Meldung kommt. War sie vorgesehen und dann doch nicht dabei? Außerdem finde ich es merkwürdig, dass sie eigentlich nie in Zweifel gezogen wurde und sie sich so lange halten konnte. Liegt vermutlich an Fields mangelndem Bekanntheitsgrad, dementsprechend auch fehlenden Vergleichsmöglichkeiten. Danke jedenfalls für Deine Einschätzungen!

samgardner
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von samgardner »

Prisma hat geschrieben:
Mo., 26.12.2022 18:21
Stimmen kann ich recht gut zuordnen und Marisa Mells Stimme kenne ich auch ganz gut, von daher hat da für mich etwas nicht ganz gestimmt. Trotzdem bin ich mit sowas immer vorsichtig, da ich mir denke, dass die entsprechenden Informationen ja irgendwo herkommen müssen und was dran sein muss. Ich wüsste halt gerne, wie gerade diese Meldung zustande gekommen ist, denn es bestehen keine Ähnlichkeiten bei den beiden Stimmen.
Das kann ich dir sogar sagen. Marisa Mell wurde vor einigen Jahren im Synchronforum als Sprecherin von Karin Field angegeben, später aber korrigiert (allerdings hatte da wohl schon jemand den Eintrag in die Synchronkartei übernommen): http://215072.homepagemodules.de/t52121 ... Augen.html

Prisma hat geschrieben:
Mo., 26.12.2022 18:21
samgardner hat geschrieben:
Mo., 26.12.2022 16:22
Auch bezüglich Karin Fields Mitwirkung in "Der Bucklige von Soho" würde ich deine Zweifel unterstützen. Mir scheint die Darstellerin von "Sergeant Morgan" auch schon etwas älter zu sein als Karin Field. Hier gibt's ein ganz gutes Standfoto der Dame: https://www.imdb.com/title/tt0060192/me ... 293176321/

Ja, auf jeden Fall. Abgesehen davon, dass sie sich nicht ähneln, haben sie beispielsweise auch unterschiedliche Augenfarben und ich denke nicht, dass bei einer so kleinen Rolle diese Overage gemacht worden wäre. Hier würde mich allerdings auch sehr interessieren, woher letztlich die Meldung kommt. War sie vorgesehen und dann doch nicht dabei? Außerdem finde ich es merkwürdig, dass sie eigentlich nie in Zweifel gezogen wurde und sie sich so lange halten konnte. Liegt vermutlich an Fields mangelndem Bekanntheitsgrad, dementsprechend auch fehlenden Vergleichsmöglichkeiten.
Denke ich auch. Ich hatte Karin Field auch gar nicht auf dem Schirm und bin jetzt erst durch deinen Thread hier auf sie aufmerksam geworden. So hatte ich in "Der Bucklige von Soho" auch nie auf die "Sergeant Morgan" geachtet. Wäre interessant, ob Karin Field schon in den Wallace-Standard-Büchern von Joachim Kramp und/oder Christos Tses genannt wird, oder ob der Fehler evtl. erst im www aufkam. Im Kramp-Buch werde ich bei Gelegenheit mal nachsehen, aber ich bin im Moment nicht zuhause.

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Prisma
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von Prisma »

samgardner hat geschrieben:
Di., 27.12.2022 14:37
Marisa Mell wurde vor einigen Jahren im Synchronforum als Sprecherin von Karin Field angegeben, später aber korrigiert (allerdings hatte da wohl schon jemand den Eintrag in die Synchronkartei übernommen): http://215072.homepagemodules.de/t52121 ... Augen.html

Danke für die Erklärung, die damit ja wesentlich einfacher ist, als ich mir gedacht habe. Das heißt also nur, dass der Fehler mit übernommen wurde, ohne eine verlässliche Quelle angegeben zu haben. Dennoch ein bisschen schade, denn Marisa Mells Stimme hätte hier wirklich gut gepasst, wobei ich mir auch nicht erklären kann, wie man bei der vorhandenen Stimme Marisa Mell heraushören konnte. Andererseits ist es natürlich schön, ein kleines Rätsel gelöst zu haben.

samgardner hat geschrieben:
Di., 27.12.2022 14:37
Wäre interessant, ob Karin Field schon in den Wallace-Standard-Büchern von Joachim Kramp und/oder Christos Tses genannt wird, oder ob der Fehler evtl. erst im www aufkam.

Also in Joachim Kramps "Hallo! Hier spricht Edgar Wallace" wird Karin Field als Polizistin genannt, in seinem und Jürgen Wehnerts "Das Edgar Wallace Lexikon" bringt es Karin Field auf keine Notiz. Christos Tses' Buch habe ich auf die Schnelle leider nicht finden können, wüsste mal gerne, wo das abgeblieben ist. Dennoch meine ich mich zu erinnern, dass die Meldung über Karin Fields Mitwirkung schon ziemlich alt ist, aber irgendwie nie hinterfragt wurde. Es liegt vermutlich daran, dass die meisten ihre Filme nicht kennen, die ja überwiegend in eine komplett andere Richtung gehen.

samgardner
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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von samgardner »

Prisma hat geschrieben:
Mi., 28.12.2022 14:24
Also in Joachim Kramps "Hallo! Hier spricht Edgar Wallace" wird Karin Field als Polizistin genannt, in seinem und Jürgen Wehnerts "Das Edgar Wallace Lexikon" bringt es Karin Field auf keine Notiz. Christos Tses' Buch habe ich auf die Schnelle leider nicht finden können, wüsste mal gerne, wo das abgeblieben ist. Dennoch meine ich mich zu erinnern, dass die Meldung über Karin Fields Mitwirkung schon ziemlich alt ist, aber irgendwie nie hinterfragt wurde. Es liegt vermutlich daran, dass die meisten ihre Filme nicht kennen, die ja überwiegend in eine komplett andere Richtung gehen.
Wenn sie in Kramps Buch genannt wird, ist die Wahrscheinlichkeit tatsächlich hoch, dass sie für den Film mal "in Planung" war, denn Kramp hat m.W. zumindest ein Großteil seiner "Credits" aus damaligen Produktionsunterlagen entnommen.

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Re: DER FLUCH DER GRÜNEN AUGEN - Ákos von Ráthonyi

Beitrag von Prisma »

samgardner hat geschrieben:
Sa., 14.01.2023 00:06
Wenn sie in Kramps Buch genannt wird, ist die Wahrscheinlichkeit tatsächlich hoch, dass sie für den Film mal "in Planung" war, denn Kramp hat m.W. zumindest ein Großteil seiner "Credits" aus damaligen Produktionsunterlagen entnommen.

Ja, ich denke auch, dass es so gewesen sein wird, zumal Karin Field von ihrem Portfolio her gut in das Ambiente des "Buckligen von Soho" gepasst hätte. Das gaben ihre bis dato gedrehten Filme schon her. Unter den Mädchen kann ich sie mir sowohl im Heim der Lady Perkins vorstellen, als auch in Gisela Uhlens "Mekka". Selbst als falsche Wanda Merville anstelle von Uta Levka hätte das sicherlich gut funktioniert. Leider ist in der alten DVD-Edition Nummer 6 kein Drehplan von "Der Bucklige von Soho" enthalten, der würde zweifellos Aufschluss über die Mitwirkung oder das Fehlen Fields geben. Im KF-Thread gehe ich die Tage aber nochmal näher darauf ein.

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